„Ich steh da relativ glücklich“ Innenverteidiger Trapp: Fast Pechvogel, dann Torschütze

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Abstauber: Maurice Trapp trifft zum 1:0. Foto: KemmeAbstauber: Maurice Trapp trifft zum 1:0. Foto: Kemme

Osnabrück. VfL-Neuzugang Maurice Trapp hat beim 3:0-Derbysieg gegen Preußen Münster den Treffer zum 1:0 erzielt. Eigentlich ist er als Innenverteidiger nicht fürs Tore schießen zuständig. Doch den Abstauber nahm er mit. Kurz zuvor wäre der Drittliga-Fußballer beinahe zum Pechvogel geworden.

Osnabrück Ein bisschen unbeholfen sah es aus. Nicht das Tor. Nein, der Jubel danach. Aber wie soll ein Innenverteidiger auch wissen, wie man so einen wichtigen Derby-Treffer ordnungsgemäß feiert? Gut, dass Maurice Trapp schnell Unterstützung beim Zelebrieren des 1:0 gegen Münster bekam.

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Fast wäre er der Pechvogel des Spiels gewesen. Zehn Minuten vorher köpfte der groß gewachsene Innenverteidiger den Ball an den eigenen Pfosten. Vorne war er treffsicherer. Es war erst sein zweites Tor in bisher 44 Drittliga-Spielen. Und trotzdem wusste er gleich, wie es geht? „War ja nicht schwer“, sagte Trapp und lachte: „Ich musste nur meinen Linken hinhalten, und dann war ich froh, dass der Ball drin war.“

Klassischer Abstauber

Es war ein klassischer Abstauber. „Alva schießt, ich steh relativ glücklich da. Das war übrigens ähnlich wie bei meinem ersten Drittliga-Tor“, erklärte der Neuzugang aus Chemnitz. Für die Sachsen traf er im Dezember gegen Zwickau. „Ansonsten gab es vergangene Saison nicht so viel zu feiern“, erklärte Trapp und fügte an: „Deshalb war es heute besonders schön auf dem Zaun.“

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Wie der Rest der Mannschaft war der 29-Jährige der Aufforderung der Fans gerne gefolgt. Geht es nach Marcos Álvarez, hätten sogar noch mehr mit hochgemusst. „Alle im Verein haben ihren Anteil und arbeiten hart, damit wir es auf dem Platz so einfach wie möglich haben.“

Flexibilität als Erfolgsrezept

Ein Erfolgsgrund: die Flexibilität. Ein Beispiel: In der ersten Halbzeit agierte der VfL mit einer Dreierkette. Nachdem Münster in der zweiten Halbzeit wechselte und mit drei Spitzen agierte, stelle Trainer Daniel Thioune sofort um: „Da reicht ein kurzes Zeichen, dann wissen alle Bescheid. Das trainieren wir ständig“, sagte Trapp und erklärte: „Zwei, drei Spieler müssen sich umstellen, aber sie gehen auf Positionen, auf denen sie auch zu Hause sind.“ Trapp aber durfte bleiben. In seinem Zuhause: dem Zentrum der Abwehr. (Weiterlesen: VfL-Stürmer Álvarez im Interview: Natürlich hau ich den rein)


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