Spiel gegen Ex-Klub VfL-Keeper Körber nach Derby-Sieg: War ein besonderes Spiel

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Sprunggewaltig: VfL-Torhüter Nils Körber. Foto: KemmeSprunggewaltig: VfL-Torhüter Nils Körber. Foto: Kemme 

Osnabrück Andere hätten die Situation vielleicht für einen kleinen Seitenhieb genutzt. Nils Körber, Torhüter des VfL Osnabrück, lächelte nach dem 3:0 im Drittliga-Spiel gegen seinen ehemaligen Verein Preußen Münster nur und gab sich sachlich.

„Man sollte immer gleich motiviert sein. Ich bin es jedenfalls“, sagte er auf die Frage, ob er nicht etwas Genugtuung empfinde, gerade in diesem Spiel so eine starke Leistung gezeigt zu haben. Gegen Münster, den Ex-Klub. Gegen den Trainer, der kam, als Körber im Winter mit einem Muskelfaserriss verletzt ausfiel, und der ihn danach dauerhaft durch Maximilian Schulze Niehues ersetzte.

3:0 – VfL stößt Spitzenreiter Münster vom Thron und übernimmt Platz eins

„Es war ein besonderes Spiel. Ich habe gegen viele alte Freunde gespielt, und es war ein Spitzenspiel“, sagte Körber, ganz Profi. Mehr nicht. Nur eines noch fügte er an: „Es hat ganz gut geklappt.“

Álvarez trifft Schnitzler am Kopf

Hat es. Auch weil Körber eine starke Leistung zeigte. Etwa zu Beginn, als er mehrfach unter anderem gegen René Klingenburg parierte. Oder in der 60. Minute, als er eine Großchance von Simon Scherder vereitelte. Es wäre der Anschlusstreffer für Münster gewesen.

Körbers Gegenüber Oliver Schnitzler war da schon ausgewechselt. In der 40. Minute hatte Marcos Álvarez ihm aus kurzer Distanz den Ball an den Kopf geschossen. (Weiterlesen: VfL-Stürmer Álvarez im Interview)

Kurz darauf traf der VfL zweimal – bei beiden Gegentoren sah Schnitzler nicht so gut aus. Wieso er nicht wechselte, erklärte Münster-Trainer Marco Antwerpen so: „Es gab vom Physio kein Zeichen, auch der Schiedsrichter ließ relativ schnell weiterspielen.“

Schnitzler übergibt sich in der Kabine und muss raus

In der Halbzeit war klar: Schnitzler muss raus. Der Torhüter übergab sich in der Kabine. Diagnose: Gehirnerschütterung. Schulze Niehus ersetzte ihn und wird wohl auch gegen Uerdingen das Tor hüten. Mindestens acht Tage muss Schnitzler pausieren.

Körber dagegen könnte sich weiter von der Euphorie tragen lassen. Doch der 21-Jährige bleibt auch beim Rest der Analyse sachlich: „Wir haben elf Punkte geholt. Damit kann man zufrieden sein. Es stehen noch schwere Spiele an.“


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