VfL Osnabrück empfängt Münster Das Derby als Magnet: Endlich wieder eine ausverkaufte Bremer Brücke?

Meine Nachrichten

Um das Thema VFL Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Die Kulisse war schon im VfL-Heimspiel gegen 1860 München beeindruckend. Foto: Helmut KemmeDie Kulisse war schon im VfL-Heimspiel gegen 1860 München beeindruckend. Foto: Helmut Kemme 

Osnabrück. Derby. Bremer Brücke. Dazu eine attraktive Tabellenkonstellation. Wenn der VfL Osnabrück an diesem Samstag (14 Uhr) Preußen Münster empfängt, könnte das Stadion erstmals seit dem 26. November 2016 in einem Spiel der 3. Fußball-Liga wieder ausverkauft sein.

Wie stehen die Chancen für ein ausverkauftes Haus? Zumindest nicht schlecht. Bis zum Freitagabend wurden rund 12800 Tickets verkauft. Der Affenfelsen ist ausverkauft, für die anderen Tribünenbereiche sind jeweils noch Restkontingente erhältlich. Am meisten Luft herrscht noch auf der Westtribüne, für die noch rund 1500 Tickets verfügbar sind.

Da die Partie als Risikospiel eingestuft ist, wird die Kapazität im Stadion auf 15000 Zuschauer begrenzt – was dazu führen könnte, dass der VfL nach längerer Zeit mal wieder „ausverkauft“ melden könnte. Die Bremer Brücke war in der 3. Liga letztmals Ende November 2016 beim Spiel gegen die Sportfreunde Lotte ausverkauft, danach nur noch im DFB-Pokalspiel gegen den Hamburger SV am 13. August 2017.

Wie ist der VfL personell aufgestellt? Trainer Daniel Thioune kann personell fast aus dem Vollen schöpfen. Felix Schiller ist nach seinem Platzverweis im Spiel gegen 1860 München noch gesperrt. Konstantin Engel ist nach muskulären Problemen und entsprechendem Stotterstart in die Trainingswoche wieder voll belastbar. Auch Etienne Amenyido konnte nach einer Mandelentzündung zum Ende der Woche wieder am Übungsbetrieb teilnehmen. Thioune gönnt dem Youngster aber noch eine Pause – und holt dafür mit Tim Möller einen weiteren Youngster ins Team. „Gerade weil Schiller noch gesperrt ist, haben wir uns für Tim entschieden, weil er uns auch in der Defensive helfen kann.“

Wie will Thioune das Spiel angehen? „Münster hat in den ersten vier Spielen noch nicht viel falsch gemacht. Sie haben in Köln und Kaiserslautern gewonnen – und sind nun an der Spitze“, sagt der VfL-Trainer, „dennoch ist es unser Ziel, den Tabellenführer vom Thron zu stoßen.“ Preußen-Coach Marco Antwerpen sei für seine taktische Flexibilität bekannt, „aber das gehört auch zu unseren Stärken“. Über allem stehe jedoch das Motto: „Wir wollen agieren und nicht reagieren“.

Wie ordnet die Osnabrücker Polizei das Derby ein? „Wir hoffen auf ein ruhiges Derby, die Vorzeichen sehen zumindest gut aus. Wir haben es mit einem normalen Risikospiel zu tun“, sagt Einsatzleiter Alexander Meyer. Ein Großteil der Münsteraner Ultra-Szene habe nach der Ausgliederung der Profi-Sparte in eine Kapitalgesellschaft die Unterstützung für das Team eingestellt. „Dennoch sind wir natürlich auf alles vorbereitet.“ Rund 1200 Preußen-Fans seien angekündigt. Die Bahnreisenden würden direkt vom Osnabrücker Hauptbahnhof zum Stadion geshuttelt. Münster-Fans, die per Pkw oder Bus anreisten, sollen im Bereich der Oststraße parken. Nach den Vorkommnissen der vergangenen Jahre gelte ansonsten wieder das Motto: „Zurück zur Normalität“.

Wer spielt, wer fehlt?

Und wie geht’s nun aus? Ein Spiel, das einmal mehr die Nerven des Publikums strapaziert – 2:2.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN