Noch vier Wochen Pause VfL-Kapitän Thomik: Keine Operation

Genug von der Zuschauerrolle: Paul Thomik hofft, in vier Wochen wieder einsteigen zu können. Foto: ImagoGenug von der Zuschauerrolle: Paul Thomik hofft, in vier Wochen wieder einsteigen zu können. Foto: Imago

Berlin. Paul Thomik, Routinier und Rechtsverteidiger des VfL Osnabrück, muss noch mindestens vier Wochen pausieren. Nach zweitägigen Untersuchungen bei einem Spezialisten in Berlin steht auch fest: Die Verletzung – ein Bänderanriss am Schambein – macht keine Operation erforderlich, sondern muss in Ruhe ausheilen.

Nach den ersten beiden Spielen fiel Thomik aus, die erste Diagnose: Leistenzerrung. Doch er musste Trainingsversuche immer wieder abbrechen, weil die Beschwerden erneut auftraten.

Thomik konsultierte mehrere Ärzte, ohne Erfolg. Auf Empfehlung von VfL-Zugang Pascal Testroet, der kürzlich an der Leiste operiert worden ist, stellte er sich nun beim Berliner Sportchirurgen Dr. Jens Krüger vor.

Der stellte fest, dass das untere Band auf der linken Seite des Schambeins angerissen ist. „Eine Verletzung, die extrem zu schwer zu erkennen ist“, gibt Thomik die Erläuterungen des Mediziners weiter, „die Symptome ließen auf eine Leistenzerrung schließen, da kann man niemandem einen Vorwurf machen.“ Verletzungen rund um das Schambein sind nach diesem Bericht schwer zu diagnostizieren und erfordern in der Therapie Geduld.

Zehn bis zwölf Wochen weitgehende Trainings- und Wettkampfpause verlangt die Verletzung; sechs hat Thomik hinter sich. „Ich habe also keine Zeit verloren, der Heilungsprozess ist laut Dr. Krüger nicht beeinträchtigt worden durch die Trainingsbelastung“, sagt der 28-Jährige.

Den Ärger über das Verletzungspech der letzten Zeit schluckt er nicht leicht herunter: „Nie hatte ich was mit dem Knie – dann der Kreuzbandriss im letzten Jahr. Noch nie hatte ich was an der Leiste oder so – und jetzt das. Ich habe keinen Bock mehr verletzt zu sein, will endlich wieder spielen.“


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