Zwei Tore von Luca Pfeiffer VfL Osnabrück: Verdienter Sieg in einem intensiven Testspiel

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Offener Schlagabtausch in Bochum: Der VfL Osnabrück – hier mit Felix Agu und Tim Danneberg gegen die Wattenscheider Nicolas Abdat und Nico Buckmaier – gewann gegen den Regionalligisten mit 3:1. Foto: Maik MatheusOffener Schlagabtausch in Bochum: Der VfL Osnabrück – hier mit Felix Agu und Tim Danneberg gegen die Wattenscheider Nicolas Abdat und Nico Buckmaier – gewann gegen den Regionalligisten mit 3:1. Foto: Maik Matheus

Bochum. So müssen Testspiele sein, wenn sie die Mannschaft weiterbringen sollen: In einem intensiv geführten Match gegen einen guten Gegner war der VfL Osnabrück bei Wattenscheid 09 nicht nur beim Ergebnis (3:1) auf der Gewinnerseite.

Weil im Lohrheidestadion der Deutsche Leichtathletikverband die nationalen U16-Titelkämpfe austrägt, musste der Regionalligist mit dem Test ausweichen auf die Anlage des Bochumer Landesligisten VfL Günningfeld. Der Rasen war nach stundenlangem Regen am Vormittag zur Anstoßzeit (14 Uhr) weich, tief und rutschig – und nach 90 Minuten umgepflügt.

Temperamentvoller Schlagabtausch

Das lag auch an dem temperamentvollen Schlagabtausch, den sich die beiden ehemaligen Dauerrivalen aus der 2. Liga lieferten. Die Wattenscheider wirkten beflügelt durch das 2:0 am Montag bei Alemannia Aachen.

VfL-Trainer Daniel Thioune begann mit einer Mischung aus Stammspielern (Taffertshofer, Danneberg, Susac, Schiller) und Akteuren aus der zweiten Reihe; es gab nur zwei Wechsel. Wattenscheid ließ jeden der drei Torhüter eine halbe Stunde spielen und wechselte zur Pause neun Feldspieler. In der zweiten Halbzeit kam Lex Lobinger zum Einsatz, der 19-Jährige ist der Sohn des ehemaligen Stabhochspringers Tim Lobinger.

Tempo, Härte und Einsatz von Beginn an

Von Beginn ging es zur Sache: Tempo, Härte und Einsatz wurden wie in einem Punktspiel von beiden Teams abgerufen. Der VfL agierte ähnlich aggressiv und offensiv, wie es Thioune im Liga-Alltag verlangt. Die Pausenführung durch ein Tor von Pfeiffer (32., Vorarbeit Agu) hätte klarer sein können. Nach dem Wechsel erhöhte der VfL den Druck, kam durch Pfeiffer nach starker Vorarbeit von Tigges (59.) früh zum 2:0, ließ dann aber durch Krasniqi und Tigges gute Möglichkeiten aus und einige Chancen des Gegners zu; von denen dank Torwart Kühn nur Diallo (1:2, 78.) eine nutzte. Ein am agilen Agu verschuldeter Foulelfmeter ermöglichte Krasniqi das 3:1.

Pfeiffer überzeugt nicht nur mit seinen Toren

Die beiden Tore fielen Pfeiffer nicht in den Schoß, sondern waren das Ergebnis einer guten Leistung. Der vom SC Paderborn ausgeliehene Stürmer zeigte Spielverständnis, Torriecher und Einsatzfreude. Auch sein Sturmpartner Amenyido machte auf sich aufmerksam. Die Nachwuchskräfte Agu und Möller – Agu auf der rechten Außenbahn, Möller als linker Mann der defensiven Dreierreihe – fügten sich couragiert ein und wurden von ihren Mitspielern gut gecoacht. Unter diesen Begegnungen lernen Talente weit mehr als in den Spielen eines Perspektivkaders gegen Amateurteams, wie es der VfL in der letzten Saison praktizierte.

Alle mit Ernst und Enagement bei der Sache

Doch das funktioniert nur, wenn der Test von allen mit dem Ernst und dem Engagement angegangen wird, der im Alltag gefordert ist. Weil auch die etablierten Kräfte – besonders auffällig: Danneberg – diese Einstellung abriefen, konnten die anderen lernen und sich mit hochwertiger Spielpraxis aufzuladen; Tigges, Krasniqi und die beiden Youngster erspielten sich Selbstvertrauen. Die nicht eingesetzten Spieler absolvierten in der ersten Halbzeit am Rand der Anlage eine Laufeinheit.

Auch nach dem Testspiel eine Ansprache im Kreis

Wie der VfL unter Thioune solche Tests angehen will, wurde auch am Rande deutlich: Der gesamte Kader war in Bochum dabei, alle teaminternen Rituale wurden wie bei einem Ligaspiel abgehalten; inklusive der Ansprache im Kreis nach dem Abpfiff.

Trainer Daniel Thioune: Ich bin sehr zufrieden

„Ich bin sehr zufrieden“, sagte Thioune, der sein Team an diesem Samstag nach dem Training in ein langes freies Wochenende entlässt. Am Dienstag um 8 Uhr beginnt der Countdown für das Derby am Samstag gegen Münster.


Wattenscheid 09 - VfL Osnabrück 1:3 (0:1)

Wattenscheid: Scharbaum (30. Zimmermann/60. Sancaktar) – Obst (46. Popovic), Lach (46. Korczowski), Jakubowski (46. Schneider), Abdat (46. Unzola) – Corboz (46. Tietz) – Yesilova (46. Diallo), Kim (46. Lobinger), Buckmaier (46. Canbulut), Dias – van Santen (46. Kaya). Trainer: Toku.

Osnabrück: Kühn - Susac, Schiller, Möller - Danneberg (ab 68. Engel), Taffertshofer (ab 46. Dercho) – Agu, Krasniqi, Tigges - Amenyido, Pfeiffer. Trainer: Thioune.

Auf der Bank: Körber, Renneke, Alvarez, Ouahim.

Tore: 0:1 Pfeiffer (32., Vorarbeit Agu), 0:2 Pfeiffer (61., Vorarbeit Tigges), 1:2 Diallo (78.), 1:3 Krasniqi (81., Elfmeter nach Foul an Agu).

Gelb: Sancaktar.

Schiedsrichter: Exner (Bielefeld).

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