Mit vier Siegen in den DFB-Pokal VfL Osnabrück greift beim VfL Oldenburg in den NFV-Pokal ein

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Osnabrück. Vier Siege braucht der VfL Osnabrück im Niedersachsenpokal 2018/19, um sich für den DFB-Pokalwettbewerb 2019/20 zu qualifizieren. Der Weg ist schwerer denn je – und zwar schon an diesem Mittwoch im Erstrundenspiel auf einem engen Kunstrasenplatz und gegen einen jungen, hochmotivierten Aufsteiger.

Keiner denkt beim VfL Osnabrück gern an den 3. April 2018 zurück, doch in dieser Woche kommt die Erinnerung an das Pokal-Aus in Drochtersen hoch. Zum einen, weil am Samstag ganz Deutschland auf den Regionalligisten im Landkreis Stade schaut. Zum anderen, weil der VfL heute den ersten Schritt zum DFB-Pokal 2019/20 machen will.

Seit 2009 vier Mal vor dem Finale ausgeschieden

Während die Feierabendfußballer aus Drochtersen mit dem FC Bayern München das ganz große Los gezogen haben, steht der VfL an diesem Mittwoch (Anstoß: 19 Uhr) beim VfL Oldenburg vor einer dieser heiklen, schmucklosen Pflichtaufgaben, von denen die Lila-Weißen in den letzten Jahren einige verpatzt haben. Um genau zu sein: Bei den letzten acht Teilnahmen am NFV-Pokal scheiterte der VfL viermal vor dem Finale – und verpasste damit die Qualifikation für die erste Hauptrunde im DFB-Pokal. Im schönen Wechsel übrigens: Auf ein NFV-Pokal-Finale folgte im Jahr danach ein Aus beim klassentieferen Gegner.

Aufsteiger VfL Oldenburg fiebert dem Pokal entgegen

Nun also der VfL Oldenburg, Aufsteiger zur Regionalliga Nord. Mit zwei Auswärts-Niederlagen, darunter ein 0:7 bei der U23 des VfL Wolfsburg, und zwei Unentschieden zu Hause gegen Mitaufsteiger Holstein Kiel II (0:0) und einem 2:2 gegen Eintracht Norderstedt startete die Mannschaft von Trainer Dario Fossi in die Saison, die für den VfL eine besondere ist: Erstmals seit zehn Jahren spielen die Grün-Weißen mit dem blau-weißen VfB Oldenburg in einer Liga.

Team wuchs im Jugendförderverein Oldenburg zusammen

Das Pokalspiel gegen den VfL und das Derby in dreieinhalb Wochen gegen den ehemaligen Zweitligisten VfB sind für die junge VfL-Mannschaft die Höhepunkte der Saison. Das kampf- und spielstarke Team wuchs im Kern aus Talenten zusammen, die im Jugendförderverein (JFV) Nordwest ausgebildet wurden. Dieses von VfL und VfB gemeinsam getragene Nachwuchsleistungszentrum hat die Rivalität der beiden Nachbarn gedämpft.

Das sagt Trainer Thioune über das Pokalspiel

„Wir wissen, dass der DFB-Pokal unseren Fans besonders wichtig ist und der Verein wirtschaftlich enorm profitieren kann“, sagt Trainer Daniel Thioune, „aber es macht keinen Sinn, das Spiel derart zu überhöhen, dass sich Angst vor dem Ausscheiden breitmacht.“ Kollege Dario Fossi hat sich und seiner Mannschaft ein Minimalziel gesetzt: „Wir wollen ein besseres Ergebnis erzielen als vor zwei Jahren.“ Am 17. August 2016 verloren die Oldenburger – damals noch in der Oberliga – durch Tore von Bashkim Renneke und Kwasi Okyere Wriedt mit 0:2.

Thioune ließ Oldenburg vier Mal beobachten

In allen vier Ligaspielen beobachtete der VfL die Oldenburger, Thioune sah das 2:2 gegen Norderstedt und inspizierte dabei auch den engen Kunstrasenplatz auf der Hans-Prull-Anlage an der Alexanderstraße. Auch die sonstige Vorbereitung orientiert sich an einem Ligaspiel: am Dienstagnachmittag die Einstellung auf den Gegner, am Mittwochvormittag leichtes Training, am Nachmittag Anreise nach Oldenburg.

Viertes Spiel innerhalb von elf Tagen

Dazu gehört auch, dass trotz der Ballung von Terminen – es ist das vierte Spiel in elf Tagen – kein Spieler geschont wird. Mit einer Ausnahme: Alexander Dercho, der nach einjähriger Verletzungspause ein starkes Comeback hingelegt hat, bekommt eine Pause. „Er ist noch nicht da, wo er hinwill, aber er ist weiter, als wir alle gedacht haben“, verbindet Thioune die Begründung mit einem Lob. Im Tor kommt Philipp Kühn wie vor Wochen verabredet zum Zug; die Nummer 2 hinter Nils Körber sorgte am 3. April mit ihren Paraden dafür, dass der SV Drochtersen nun gegen die Bayern spielt.

Keine Verlängerung, sofort Elfmeterschießen bei Remis

Wie immer im NFV-Pokal gibt es nach 90 unentschiedenen Minuten, keine Verlängerung, sondern sofort ein Elfmeterschießen. Geändert hat sich der Modus des Wettbewerbs, der zweitgeteilt stattfindet: Dritt- und Regionalligisten bleiben bis einschließlich des Finales unter sich, nur der Sieger erwirbt das Startrecht für den DFB-Pokal. Das zweite Ticket für diesen lukrativen Wettbewerb spielen die Oberligisten mit den vier Bezirkspokalsiegern aus. Sollte Osnabrück weiterkommen, geht es am 3. Oktober (Mittwoch, 15 Uhr) im Viertelfinale zum BSV Rehden.

Am Freitag Testspiel gegen Wattenscheid 09

Das wegen des DFB-Pokalwettbewerbs für die 3. Liga spielfreie Wochenende nutzt der VfL zu einem Testspiel, in dem vornehmlich die Spieler auflaufen werden, die bisher wenige Einsatzminuten haben. Aus organisatorischen Gründen wird der Ort des Geschehens nicht öffentlich gemacht, die Partie am Freitag gegen den westdeutschen Regionalligisten SG Wattenscheid 09 findet hinter verschlossenen Türen statt.


Die NFV-Pokal-Bilanz des VfL Osnabrück

2017/18 Aus im HF in Drochtersen/Assel

2016/17 Sieger (Finale gegen Lüneburg)

2015/16 Aus im Halbfinale in Egestorf-Langreder

2014/15 Sieger (Finale gegen Meppen)

2013/14 Aus in der 1. Runde in Wilhelmshaven

2012/13 Sieger (Finale gegen SV Wilhelmshaven)

2011/12 Aus in der 2. Runde bei TuS Heeslingen

2010/11 nicht dabei als Zweitligist

2009/10 Zweiter (Finale gegen SV Wilhelmshaven)

2008/09 nicht dabei als Zweitligist

2007/08 nicht dabei als Zweitligist

2006/07 Zweiter (Finale gegen Wilhelmshaven) *

2005/06 Zweiter (Finale gegen Cloppenburg) *

2004/05 Sieger (Finale gegen VfL Wolfsburg II) *

2003/04 nicht dabei als Zweitligist

2002/03 Aus in der 1. Runde beim BSV Rheden

2001/02 Aus in der 1. Runde bei Schüttorf 09

2000/01 nicht dabei als Zweitligist

1999/00 Aus in der 1. Runde bei BW Lohne

1998/99 Aus in der 1. Runde bei TuS Lingen

1997/98 Zweiter (Finale gegen Hannover 96) *

1996/97 Aus in der 3. Runde gegen Hannover 96

1995/96 Aus im Halbfinale gegen Kickers Emden

1994/95 Aus in der 1. Runde bei Preußen Hameln

1993/94 Aus in der 1. Runde bei VfL Herzlake

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