Weiter ungeschlagen in der 3. Liga Kein Tor im Ländle: VfL erkämpft sich in Aspach ein 0:0

Von Stefan Alberti


Aspach. Der VfL Osnabrück bleibt in der 3. Fußball-Liga weiter ungeschlagen: Im vierten Spiel erkämpfte sich das Team von Trainer Daniel Thioune bei der SG Sonnenhof Großaspach ein 0:0.

So traten sie an: Gegenüber der Partie gegen 1860 München ein wenig verändert. Felix Schiller ist nach seiner Roten Karte für zwei Spiele gesperrt. Konstantin Engel hatte am Freitag nach dem Training über muskuläre Probleme geklagt – und nahm deswegen zunächst auf der Bank Platz. Die Viererkette in der Abwehr setzte sich daher zum Anpfiff wie folgt zusammen: Bashkim Renneke, Adam Sušac, Maurice Trapp und Alexander Dercho. Auf den Sechserpositionen setzte VfL-Cheftrainer Daniel Thioune wie gewohnt auf David Blacha und Ulrich Taffertshofer. In der Offensive besetzte Marc Heider wieder die Spitze. Dahinter ließ Thioune mit Anas Ouahim (rechts). Marcos Álvarez (zentral) und Manuel Farrona Pulido (links) starten.

So lief das Spiel: Der VfL nahm von der ersten Minute an das Geschehen in die Hand, attackierte früh – und ließ die Gastgeber nur wenig zur Entfaltung kommen. Mit dieser Spielweise stellten sich auch die ersten Torchancen ein: Farrona Pulidos Schuss aus 20 Metern strich knapp übers Tor (8.), Taffertshofers Kopfball segelte ebenfalls über den SG-Kasten (17.), ein Álvarez-Freistoß war sichere Beute für Torhüter Kevin Broll (20.) – und wiederum Taffertshofer zwang mit einem 20-Meter-Hammer den Sonnenhof-Keeper zur Glanztat (27.). Aus dieser Überlegenheit schaffte es der VfL jedoch nicht, Kapital zu schlagen. Die Hausherren blieben derweil immer wieder mit Kontern gefährlich, allerdings räumte die VfL-Defensive sicher ab. Das Team von Sascha Hildmann konnte sich vor der Pause nur eine echte Torchance herausarbeiten, als Philipp Hercher per Kopf abschloss, der Ball aber übers Tor streifte (38.).

Der Großaspach-Trainer brachte nach der Pause mit Shqiprim Binakaj und Jonas Meiser zwei frische Kräfte für die Offensive – die auch gleich für etwas Wirbel sorgten. Binakaj prüfte Körber mit einem Schuss aus der Distanz – der Torhüter parierte sicher (50.). Eine Minute später steuerte plötzlich Makana Baku alleine auf Körber zu, der aber mit einer Glanzparade zur Ecke klärte. In dieser Drangphase der Gastgeber eröffnete sich der Kapitän die erste Riesenchance für den VfL in der zweiten Halbzeit: Broll unterlief einen langen Ball, Heider musste aus 20 Metern eigentlich nur noch das leere Tor treffen – sein Schuss ging jedoch knapp über den Kasten (52.).

Das Spiel war nun offener, die Gastgeber mutiger. Thioune wechselte: Für die ausgepumpten Ouahim und Álvarez kamen Etienne Amenyido und Tim Danneberg. Doch auch das neue Duo brachte keinen entscheidenden Schwung mehr in das VfL-Spiel. In der Schlussphase hatten die Gäste noch Glück, als Baku mit einem herrlichen Schuss Torhüter Körber zur Glanztat zwang. Wenig später traf auch noch nach einem Eckball Julian Leist per Kopf die Latte des VfL-Gehäuses. Unterm Strich ein gerechtes Remis.

So ist die Lage: Ein positiver Aspekt des Nachmittags: Der VfL bleibt in der 3. Liga weiter ungeschlagen. Nach vier Spielen stehen nun acht Punkte auf dem Konto.

So war die Stimmung: Wie so oft in Aspach. Ein herrliches Stadion, in dem meistens die gegnerischen Fans für Stimmung sorgen. Wenn Gesänge zu hören waren, dann kamen die von den rund 300 mitgereisten VfL-Anhängern.

So geht‘s weiter: Nächste Woche wird die erste DFB-Pokalrunde gespielt, in der der VfL ja nicht vertreten ist. Dafür müssen die Lila-Weißen am kommenden Mittwoch im Niedersachsenpokal antreten, um über diesen Wettbewerb den ersten Schritt in Richtung DFB-Pokal 2019/20 zu machen. Also: Am Mittwoch geht es zum Regionalligisten VfL Oldenburg. Anstoß ist um 19 Uhr.


SG Sonnenhof Großaspach: 1 Broll – 25 Gehring, 5 Leist, 4 Burger – 6 Bösel, 19 Hingerl – 14 Choroba, 23 Hercher – 11 Baku (87. 9 Owusu), 13 Röttger (46. 17 Meiser), 10 Gerezgiher (46. 7 Binakaj).

VfL Osnabrück: 1 Körber – 7 Renneke, 17 Sušac, 18 Trapp, 6 Dercho – 23 Blacha, 8 Taffertshofer – 10 Ouahim (69. 13 Danneberg), 11 Álvarez (69. 14 Amenyido), 2 Farrona Pulido (80. 19 Tigges) – 20 Heider.

In Reserve: 22 Kühn (Tor), 5 Engel, 11 Pfeiffer, 29 Krasniqi.

Es fehlen: Schiller (Rotsperre), Klaas (im Aufbautraining), Haubrock (Sprunggelenksverletzung), Zorba, Möller, Agu, Beckemeyer (alle nicht im Kader).

Gelb: 47. Bösel / 14. Taffertshofer, 66. Ouahim.

Schiedsrichter: Oliver Lossius (Sondershausen).

Zuschauer: 2500, davon etwa 300 VfL-Anhänger.

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN