Schiller für zwei Spiele gesperrt Der nächste VfL-Fußball-Thriller beim „Dorfklub“ im Ländle?

Von Stefan Alberti

Solche Jubelszenen würden sich die VfL-Anhänger auch im Ländle wünschen: Hier freuen sich (von links) Ulrich Taffertshofer, David Blacha, Marc Heider und Marcos Álvarez über das 2:2 gegen 1860 München. Foto: Helmut KemmeSolche Jubelszenen würden sich die VfL-Anhänger auch im Ländle wünschen: Hier freuen sich (von links) Ulrich Taffertshofer, David Blacha, Marc Heider und Marcos Álvarez über das 2:2 gegen 1860 München. Foto: Helmut Kemme

Aspach. Der nächste VfL-Fußball-Thriller? Diesmal im Ländle? Und wieder mit einem Tor in der Nachspielzeit? Die Osnabrücker Anhängerschaft hätte sicher nichts dagegen, wenn der VfL bei der SG Sonnenhof Großaspach an diesem Samstag (14 Uhr) ohne Nervenkitzel bestehen kann.

Welches VfL-Krimi-Ensemble könnte starten? Klar ist, dass VfL-Cheftrainer Daniel Thioune nach dem Last-minute-2:2 gegen die Münchner Löwen die Startelf verändern muss. Innenverteidiger Felix Schiller sah die Rote Karte und ist für zwei Spiele gesperrt. Der VfL hat die verhängte Sperre akzeptiert. „Den frei gewordenen Platz im 18er-Kader besetzt Luca Pfeiffer“, verrät der Trainer. Thioune lässt sich auch den Hinweis entlocken, dass sich Marcos Álvarez gegen 1860 München einen Startplatz für das nächste Spiel erarbeitet habe. Ansonsten behält er seine Aufstellungsgedanken für sich. Und so wird es – wie in den ersten drei Partien – gerade bei der Besetzung des Mittelfelds wieder die eine oder andere „harte Entscheidung“ geben.

Wie bereitet sich der VfL vor? Indem er die lange Dienstreise in den Süden am Freitagmittag mit einer Trainingseinheit im unterfränkischen Werneck unterbrach. Anschließend wurde der Bus-Trip ins Ländle fortgesetzt. Coach Thioune steuerte derweil mit seinem Assistenten Merlin Polzin und Sportdirektor Benjamin Schmedes Karlsruhe an, um dort die Drittliga-Partie des KSC gegen Carl Zeiss Jena zu beobachten. Am späten Abend nimmt das Trio dann Kurs Richtung Aspach.

Wie denkt der Großaspach-Coach über den VfL? „Wir wollen zu Hause jedes Spiel gewinnen“, stellt Sascha Hildmann erst einmal fest. So sei auch der Plan gegen den VfL, den der „Dorfklub“-Coach lobt: „Der Lucky Punch gegen Würzburg hat den VfL gepusht. Für mich hat diese Mannschaft Potenzial für die Top Ten der Liga.“ Mit David Blacha, Marc Heider, Manuel Farrona Pulido oder Álvarez verfügten die Osnabrücker über mehrere Ausnahmespieler, die jederzeit den Unterschied ausmachen könnten.

War sonst noch etwas? Ja. Schiedsrichter ist erneut Oliver Lossius. Der 27-Jährige stand im vergangenen Jahr auch schon beim 1:0-Sieg des VfL in Aspach als Referee auf dem Platz. In der Schlussphase hatte Lossius für große Aufregung gesorgt, als er einen Elfmeter für die SG wieder zurücknahm. Der Schiedsrichter erkannte zunächst ein Handspiel von Heider. Tatsächlich hatte der VfL-Stürmer den Ball aber an den Kopf bekommen.

So könnten sie spielen – alle Namen und Fakten im Überblick.

Und wie geht’s nun aus? Remis nach 90 Minuten, aber dann läuft ja noch die Nachspielzeit…


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