VfL-Torwart Körber nach dem 2:2 gegen 1860 „Natürlich muss ich das Tor mit auf meine Kappe nehmen“

Von Lea Becker

Nimmt den Führungstreffer von 1860 München auf seine Kappe: Nils Körber, Torwart des VfL Osnabrück. Foto: imago/MISNimmt den Führungstreffer von 1860 München auf seine Kappe: Nils Körber, Torwart des VfL Osnabrück. Foto: imago/MIS

Osnabrück. Noch vor wenigen Tagen war VfL-Torwart Nils Körber mit dem gehaltenen Elfmeter in Meppen der gefeierte Held, jetzt patzte er beim Heimspiel der Osnabrücker beim Führungstreffer von 1860 München. Dennoch ist er mit seiner Gesamtleistung zufrieden.

„Natürlich muss ich das Tor mit auf meine Kappe nehmen“, sagte Körber nach dem 2:2 Unentschieden des VfL Osnabrück gegen die Münchener am Mittwochabend. Der 21-Jährige konnte in der 34. Minute einen Freistoß des ehemaligen Lotters Philipp Steinhart nicht festhalten, sodass der Ex-Osnabrücker Adriano Grimaldi mit einem Abstauber die Gäste in Führung brachte. „Das war ein schönes Slapstick-Tor“, meinte Körber. Durch seine Mitspieler sei er irritiert gewesen.

„Wir haben das Spiel bestimmt“

„Ich bin ein junger Torwart, ich mache Fehler. Jetzt ist es mal passiert“, sagte der von Hertha BSC für diese Saison ausgeliehene Keeper. Mit guten Paraden hielt er seine Mannschaft aber auch in der Partie. Nach den ersten beiden „super Spielen“ war er auch am Mittwoch trotz des unglücklichen Gegentors zufrieden. „Im Großen und Ganzen war es von mir ein gutes Spiel.“

Weiterlesen: Keeper Körber: Beim Anlauf zum Elfmeter umentschieden >>>

Nach Körbers Meinung war der späte Ausgleich durch den direkt verwandelten Freistoß von Marcos Álvarez mehr als verdient. „Wir haben das Spiel von Anfang an bestimmt“, so der 21-Jährige. Dann sei das „dumme Standardtor“ gefallen und direkt nach der Halbzeitpause das „bittere“ 0:2, wieder nach einem Freistoß.

„Das zeichnet die Bremer Brücke aus“

Der VfL bewies Charakter, spielte komplett weiter nach vorne, beherrschte das Spiel, verkürzte zum 1:2 und schaffte in Unterzahl in der Nachspielzeit den Ausgleich. „Das war eine riesige kämpferische Leistung von uns.“ Und von den Fans: „Sie haben brutal mitgemacht und uns nach vorne getrieben, egal wie es stand“, sagte Körber.

Weiterlesen: Pfiffe gegen Ex-VfL-Spieler Adriano Grimaldi >>>

13.616 Zuschauer hatten für eine beeindruckende Kulisse gesorgt. „Das zeichnet die Bremer Brücke aus. Hier kann man eine absolute Heimmacht werden.“


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN