„Moral und Mentalität passen“ VfL-Innenverteidiger Schiller: Das war ein Abend zum Verlieben

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Zuschauer in den Schlussminuten: Felix Schiller (Mitte) nach seinem Platzverweis. Foto: KemmeZuschauer in den Schlussminuten: Felix Schiller (Mitte) nach seinem Platzverweis. Foto: Kemme 

Osnabrück Vor wenigen Tagen hatte er mit seinem Frust-Video für Schlagzeilen gesorgt. Am Mittwochabend musste er nach einer Roten Karte vorzeitig den Platz verlassen – und trotzdem wurde Felix Schiller von den VfL-Anhängern frenetisch gefeiert. Nach dem Schlusspfiff hatten sich die Fans in der Ostkurve Schiller für den Tanz auf dem Zaun auserkoren. Doch der Innenverteidiger blieb lieber unten bei seinen Kollegen und tanzte im Kollektiv.

Der 28-Jährige erklärte anschließend, „dass Bescheidenheit im Moment ganz guttut“. Er sei einfach nur glücklich, dass ihn die Fans so empfangen hätten. „Sie haben ein großes Herz. Das berührt mich sehr.“ Jetzt hoffe er nur, dass er nach dem berechtigten Platzverweis nicht zu lange gesperrt werde. „Vielleicht komme ich mit zwei Spielen davon.“

Die Bremer Brücke habe er in sein Herz geschlossen. „Das war heute ein Abend zum Verlieben. Flutlichtspiel. Eine solche Stimmung. Davon träumt jeder Fußballer. Selbst nach dem 0:2 hat das Publikum immer an uns geglaubt. Wahnsinn. Und wenn wir weiterhin als Mannschaft so auftreten, dann werden wir gemeinsam noch viel Freude haben.“

Farrona Pulido glücklich

Auch Manuel Farrona Pulido wirkte nach dem Schlusspfiff überglücklich – und das nicht nur, weil er diesmal von Coach Daniel Thioune in der Startelf berücksichtigt worden war. „Es macht unglaublich Spaß, hier Fußball zu spielen. Das kann man gar nicht so richtig in Worte fassen. Sie haben es auch gesehen, oder.“ Natürlich. Doch dann lieferte Farrona Pulido doch noch die passenden Worte: „Hier war heute einfach alles drin. Rote Karte. Wir kommen trotzdem noch zurück. Die Moral und die Mentalität passen. Die Fans geben unglaublich Gas. Sie rasten aus. Dann können auch wir doch auf dem Rasen auch ausrasten.“ Gegen diese starken „Löwen“ ein 0:2 noch wettzumachen, sei schon eine starke Leistung.

Wie ein Sieg

Das Unentschieden fühlte sich wie ein Sieg an – und dieses Remis hatte unglaublich Nerven gekostet, wie schon bei der Heimpremiere gegen die Würzburger Kickers. Bestes Beispiel: Torwarttrainer Rolf Meyer. Der kehrte dem Medienrummel erst einmal den Rücken, ging vor die Tür, um in Ruhe eine Zigarette zu rauchen.

Schließlich war dann auch bestimmt der aufregende Abend die Erklärung dafür, dass Telekom-Moderator Thomas Wagner im Halbzeit-Interview mit Jürgen Wehlend den VfL-Geschäftsführer durchgängig mit Jürgen Wehland ansprach…


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