Stadtmarketing lädt Osnabrücker ein Beistand aus Magdeburg für VfL-Verteidiger Schiller

Von Stefan Alberti

In Meppen eingewechselt: Felix Schiller. Archivfoto: David EbenerIn Meppen eingewechselt: Felix Schiller. Archivfoto: David Ebener

Meppen. Hämischer Applaus, niveaulose Rufe und mindestens ein höhnisches Spruchband: Felix Schiller, Innenverteidiger des VfL Osnabrück, musste sich nach seinem Videoaussetzer in der Vorwoche beim Derby in Meppen einiges anhören und ansehen. Aus seiner alten Heimat Magdeburg gab es indes moralischen Beistand.

Schiller hatte in der vergangenen Woche mit einem anstößigen Video für überregionale Schlagzeilen gesorgt. Mit nicht zitierfähigen Worten hatte der Fußballprofi seiner Enttäuschung über eine neuerliche Verletzung vor dem Saisonstart Luft gemacht – und dabei seine immer noch vorhandenen Sympathien für seinen alten Verein 1. FC Magdeburg zum Ausdruck gebracht. Für diesen Fehltritt hatte der Abwehrhüne öffentlich um Entschuldigung gebeten.

Nachlesen: Geldstrafe für Felix Schiller nach Video

Am Sonntag beim Derby in Meppen begrüßten ihn die VfL-Fans mit aufmunterndem Applaus. Seitens des Meppener Publikums musste sich der 28-Jährige dagegen höhnische und niveaulose Sprechchöre und Plakate gefallen lassen. Letztlich hat er sich das selbst eingebrockt. Der Verteidiger bekam unterdessen aber auch Aufbauhilfe aus dem Osten. „Magdeburg Marketing“ schaltete am Samstag eine Anzeige in der Zeitung: „Liebe OsnabrückerInnen, nehmt es Felix nicht übel! Er hat doch einfach nur Heimweh nach Magdeburg. PS: Felix, du schaffst das in Osna!“ Der Gruß sei mit einer Einladung an alle Osnabrücker verbunden, sich selbst ein Bild von der Elbestadt zu machen, teilte das Tourismusunternehmen am Dienstag mit.


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