Erhöhte Ticket-Nachfrage VfL Osnabrück: Thiounes „Mäusepolizei“ gegen 1860-„Ochsen-Sturm“

Von Stefan Alberti

Hat schon 1860 München im Fokus: VfL-Cheftrainer Daniel Thioune (stehend). Foto: osnapixHat schon 1860 München im Fokus: VfL-Cheftrainer Daniel Thioune (stehend). Foto: osnapix

Osnabrück Englische Woche – da bleibt nicht viel Zeit für eine ausgiebige Analyse. Und trotzdem nutzte VfL-Cheftrainer Daniel Thioune nach dem Osnabrücker 2:0-Derbysieg in Meppen die Stunden am Sonntagabend und auch die ersten Stunden des Montags zum nachbearbeitenden Video-Studium.

„Ich bin mit vielen Dingen sehr einverstanden“, sagt Thioune. Allerdings gebe es auch noch genügend Ansätze zum Nachjustieren. „Die wenigen Chancen, die Meppen hatte, waren in der Qualität sehr hoch. Das waren Hundertprozentige. Und das ist mir dann doch ein bisschen zu viel.“ Zu den „Hundertprozentigen“ zählt Thioune auch den heiß diskutierten Eckstoß-Treffer des Meppeners Max Kremer. Zuvor hatte Schiedsrichter Tobias Welz jedoch ein Foulspiel von Meppens Jovan Vidovic gegen Alexander Dercho gesehen. Das Tor zählte nicht. Im Internetportal liga3-online bewertete Ex-Schiedsrichter Babak Rafati die Szene als Fehlentscheidung von Welz. „Der Schiedsrichter hatte Vidovic vorher schon ermahnt, dass er sofort auf Foul entscheiden wolle, wenn der Meppener Innenverteidiger wieder seine Hände im Zweikampf einsetzt“, sagt Thioune dazu. Thema abgehakt.

„Top-Qualität im Sturm“

Jetzt ist schon wieder der Fokus auf Mittwochabend gerichtet, wenn der ambitionierte Aufsteiger 1860 München an der Bremer Brücke zu Gast ist. „Die bringen nach dem 5:1 gegen Lotte eine Menge Selbstvertrauen mit“, sagt der VfL-Trainer. Neben dem Selbstvertrauen verfügten die Münchner auch über einen „Ochsen-Sturm“, wie das Fachmagazin „kicker“ berichtet. Gemeint sind die Angreifer Adriano Grimaldi und Sascha Mölders. Thioune: „Dieser Sturm besitzt eine Top-Qualität.“ Aber nicht nur der. „Ich glaube, bei den ,Löwen‘ ist niemand kleiner als 1,79 Meter. Da sind wir mit unserer Mäusepolizei schon etwas kleiner aufgestellt.“ Aber: Auch die „Löwen“ seien bezwingbar, für seine „Mäusepolizei“ habe er einige Ideen im Köcher.

Der Derbysieg des VfL sorgt unterdessen für Bewegung im Ticketverkauf. Nach Angaben des VfL wurden am Montag rund 800 Tageskarten für das 1860-Spiel verkauft. Beim Dauerkartenverkauf stehe man kurz vor der 4000er-Marke.


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