Energie-Torjäger im Fokus Cottbus braucht gute Argumente, um Mamba zu halten

Von Johannes Kapitza

Treffsicher: Energie-Torjäger Streli Mamba (vorne) steht auch bei anderen Klubs auf dem Wunschzettel. Foto: imago/EibnerTreffsicher: Energie-Torjäger Streli Mamba (vorne) steht auch bei anderen Klubs auf dem Wunschzettel. Foto: imago/Eibner

Cottbus Im Mai 2016 stand Streli Mamba noch für die U23 des SV Sandhausen in der Oberliga Baden-Württemberg auf dem Platz. Seitdem geht es steil bergauf. Der 24-jährige Stürmer, der Energie Cottbus am Sonntag mit zwei Treffern zum 2:0-Sieg beim SV Wehen Wiesbaden schoss, hat auch schon in der 2. Bundesliga das Interesse geweckt.

Mit zehn Tore für Sandhausen war Mamba ins Blickfeld von Energie Cottbus geraten. Die Lausitzer holten den flinken Deutsch-Kongolesen nach dem Abstieg aus der 3. Liga. Mamba gehörte zu dem Personal, mit dem Claus-Dieter Wollitz den Neustart in der Regionalliga angehen wollte. Es dauerte ein bisschen, aber dann sollte Energie nicht enttäuscht werden: Mit 19 Toren in 26 Spielen war Mamba bester Torjäger des Teams in der Aufstiegssaison 2017/18, und auch in der 3. Liga ist er anscheinend schnell angekommen. Fraglich ist nur, wie lange er Cottbus erhalten bleibt.

Bei Paderborn im Fokus

Wird er den Verein am Saisonende verlassen? Hat er, wie kolportiert wird, sogar bereits einen Vorvertrag bei Zweitliga-Aufsteiger SC Paderborn unterschrieben? „Streli ist ein sehr interessanter Spieler. Deshalb beschäftigen wir uns intensiv mit ihm“, hatte Paderborns Manager Markus Krösche im Juli dieses Jahres dem „Westfalen-Blatt“ gesagt. Einig wurde man sich über einen Wechsel noch nicht. Fragen nach seiner Zukunft umdribbelt Mamba genau wie seine Gegenspieler auf dem Rasen. „Stand jetzt bin ich Spieler von Energie Cottbus. Alles andere möchte ich nicht kommentieren und werde ich auch nicht kommentieren“, lautet seine Antwort. Nach Informationen der „Lausitzer Rundschau“ hat er im Mannschaftskreis bereits seinen Abschied spätestens am Saisonende bekannt gegeben. Vorher bekomme er voraussichtlich keine Freigabe, so die interne Botschaft. Cottbus steckt in der Zwickmühle: Lässt der Club Mamba sofort ziehen, könnte er noch eine Ablösesumme erzielen. 2019 läuft der Vertrag aus – dann wäre der Stürmer ablösefrei zu haben.

Wechsel nur bei angemessener Ablöse

Claus-Dieter Wollitz stellt den sportlichen Aspekt der Abwägung in den Vordergrund. „Wir werden ihn jetzt nicht abgeben, es sei denn, es kommt eine angemessene Summe auf den Tisch. Ich gehe davon aus, dass der Verein standhaft bleibt. Sollte der Verein etwas Unüberlegtes machten, dann muss man auch mit mir diskutieren“, stellte der Trainer klar. „Ich gehe nur bei überlegten Sachen mit.“ Wollitz’ Vorstellung ist klar: „Wir müssen ihn jetzt davon überzeugen, bis zum 30. Juni 2019 hier zu spielen.“ Alles andere wäre für Energie ein herber Verlust.


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