2:0-Sieg im Derby in Meppen VfL-Torschütze Blacha mahnt: Kein optimales Spiel von uns

Von Stefan Alberti und Johannes Kapitza

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Das Timing stimmt: David Blacha (Dritter von links) traf per Kopf. Später erhöhte Anas Ouahim (Zweiter von links). Foto: Helmut KemmeDas Timing stimmt: David Blacha (Dritter von links) traf per Kopf. Später erhöhte Anas Ouahim (Zweiter von links). Foto: Helmut Kemme 

al/jka Meppen. Erst musste er noch ein TV-Interview geben, dann durfte er endlich mit der Mannschaft vor dem Gästeblock feiern: David Blacha, der kleinste Osnabrücker auf dem Feld, war beim 2:0-Sieg des VfL Osnabrück beim SV Meppen einer der Größten.

1,74 Meter misst der 27-Jährige. Meppens Verteidiger überragten ihn um bis zu 23 Zentimeter, aber der VfL-Mittelfeldkämpfer hatte beim 1:0 die Lufthoheit im Fünfmeterraum. „Der Ball muss richtig kommen, und man muss richtig stehen. Das hat dann nicht so viel mit der Größe zu tun. Der Ball von ,Heidi‘ kam super, deshalb war er drin“, vergaß Blacha die Vorbereitung von Kapitän Marc Heider nicht.

Blacha behält die Bodenhaftung: Ganz hart erkämpft

Bei aller Freude über den Derbysieg behielt Blacha die Bodenhaftung: „Wir müssen weiter arbeiten. Es war kein optimales Spiel von uns. Wir hatten phasenweise relativ große Probleme, und dann das Glück beziehungsweise die Qualität im Tor, dass wir beim Elfmeter nicht ins Hintertreffen geraten sind.“ Unverdient war der Sieg aus Blachas Sicht jedoch nicht: „Wir haben uns reingehauen.“ Die Mannschaft wisse aber auch, wie der Erfolg einzuordnen sei: „In der Rubrik ,ganz, ganz hart erkämpft‘.“

VfL ganz in Gelb

Kämpfen mussten die Osnabrücker Fans mit dem optischen Erscheinungsbild: Weil Meppen in Blau-Weiß spielte, hatte der DFB weder die lila Heimtrikots noch den weißen Auswärtsdress genehmigt. Der VfL spielte ganz in Gelb, die Trikots waren erst am Donnerstag bei Zeugwart Mario Richter eingetroffen. „Ich bin nicht abergläubisch. Wenn unser Zeugwart der Meinung ist, dass wir damit die restlichen Auswärtsspiele gewinnen, dann können wir gerne weiter in Gelb spielen“, sah es Blacha locker.

Engel räumt ein: Es war ein Elfmeter

Konstantin Engel erwischte in Gelb nicht seinen besten Tag. In der ersten Halbzeit hatte er mit einem zu kurzen Rückpass Keeper Nils Körber in Bedrängnis gebracht. In der zweiten Halbzeit flog ihm eine Flanke im Strafraum an die Hand – „in Kopfhöhe, also war es Elfmeter“, räumte Engel ein. „Das ärgert mich, aber es freut mich umso mehr, dass Nils den Elfmeter gehalten hat.“ Engels Fehler blieben ohne Folge für das Ergebnis.

Ouahim: Der Trainer gibt mir das Vertrauen

Das erhöhte Anas Ouahim in der Nachspielzeit. Der 1,75 Meter große Mittelfeldwirbler war einige Male bei seinen Dribblings hängen geblieben. „Ich bin der Meinung, man sollte das, was einen stark macht, nicht aufgeben, auch wenn man mal hängen bleibt. Ich gehe gerne ins Dribbling, und wenn man von zehn Versuchen zweimal durchkommt und daraus entsteht ein Tor, dann ist es gut. Der Trainer gibt mir das Vertrauen“, sagte Ouahim. Beim Tor hatte er sich den Ball zunächst etwas zu weit vorgelegt, aber Manuel Farrona Pulido spielte einen uneigennützigen Doppelpass mit Ouahim. „Das macht den Tag dann perfekt. Es war ein Supersonntag“, jubelte der Torschütze und kündigte an, dass „ein paar Stunden“ feiern schon drin sein würde. Seine Mitspieler dürften ihn schnell wieder auf den Boden zurückgeholt haben. „Heute regenerieren, morgen erholen und dann wieder Vollgas“, gab Engel, der nach Heiders Auswechslung die Kapitänsbinde übernommen hatte, die Marschroute vor.


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