Stimmen zum Sieg in Meppen VfL-Torschütze Ouahim: Es war ein Supersonntag

Von Stefan Alberti und Johannes Kapitza

Was für ein Tag: Anas Ouahim (links) und Alexander Dercho (rechts) bejubeln das 1:0 von David Blacha (Mitte). Foto: OsnapixWas für ein Tag: Anas Ouahim (links) und Alexander Dercho (rechts) bejubeln das 1:0 von David Blacha (Mitte). Foto: Osnapix 

Meppen. Der VfL Osnabrück hat das Derby beim SV Meppen mit 2:0 gewonnen. Die Spieler des VfL Osnabrück waren glücklich, wussten den Sieg aber auch einzuordnen. Die Stimmen zum Spiel.

Daniel Thioune, VfL-Trainer: Wir sind auf eine Mannschaft getroffen, die viel Qualität hat und die eingespielt ist. Darauf waren wir eingestellt. Wir haben von der ersten Minute an den Schlüssel dagegen gefunden. Die erste halbe Stunde ging an meine Mannschaft. Dann schlug nach dem verunglückten Rückpass von Konstantin Engel auf Nils Körber das Spiel auf einmal um. Meppen war in der Phase spielbestimmend. Da hatten wir Glück. In der zweiten Halbzeit waren wir wieder im Spiel. Dann hatten Pech und Glück beim Handelfmeter. Nach dem 1:0 haben wir uns in jeden Zweikampf reingehauen und in der Nachspielzeit das zweite Tor gemacht. Woher die sechs Minuten Nachspielzeit kamen, weiß ich nicht. Der Sieg war phasenweise glücklich, aber sicherlich auch nicht ganz unverdient.

Christian Neidhart, Trainer SV Meppen: Die ersten 25 Minuten sind wir gar nicht ins Spiel gekommen. Wenn wir das 1:0 durch Luka Tankulic gemacht hätten, dann kann so ein Spiel auch anders laufen. Dann haben wir die Riesenmöglichkeit durch einen berechtigten Handelfmeter. Wie dann der kleinste Spieler auf dem Platz das 1:0 köpfen kann, das muss ich mir noch einmal anschauen. Das kann man sicher besser verteidigen. Warum Schiedsrichter Welz unser 1:1 nach einem Eckball abpfeift, das müssen Sie den Schiedsrichter fragen. Ich dachte, dass er abgepfiffen hat, weil irgendwo geschoben worden ist. Aber ich habe gerade die TV-Bilder sehen. Da war nichts. Wir wollten den Ausgleich machen, die Mannschaft hat alles versucht. Ein glücklicher Derby-Sieg für Osnabrück. Wir gratulieren trotzdem.

Nils Körber, Torwart des VfL Osnabrück: Das ist megageil! Wir haben sehr viel investiert. Unser Plan ist gut aufgegangen. Wir wollten defensiv gut stehen, weil wir wussten, dass Meppen bei Kontern sehr stark ist. Wir haben in der ersten Halbzeit ein, zwei Chancen herausgespielt, aber nicht gut abgeschlossen. In der zweiten Halbzeit war es ähnlich, aber dann haben wir die Tore gemacht. Unsere Fans haben von Anfang an überragende Stimmung gemacht. Selbst, als ich auf der anderen Seite im Tor stand und die Meppener im Rücken hatte, habe ich unsere Fans mehr gehört. Das war stark und hat megaviel Spaß gemacht.

David Blacha, Torschütze zum 1:0: Es ist ein schönes Gefühl. Im Vorfeld hat man mitbekommen, was dieses Derby für die Fans bedeutet. Deshalb ist es schön, dass wir heute die Punkte geholt haben. Wir müssen trotzdem weiter arbeiten. Es war trotzdem kein optimales Spiel von uns. Wir haben Phasen gehabt, wo wir relativ große Probleme hatten. Wir hatten dann das Glück beziehungsweise die Qualität im Tor, dass wir beim Elfmeter nicht ins Hintertreffen geraten. Trotzdem war der Sieg nicht unverdient: Wir haben uns reingehauen, wir haben uns Möglichkeiten erarbeitet. Insgesamt geht der Sieg in Ordnung. Wir müssen aber auch wissen, wie wir ihn einordnen, und das ist die Rubrik „ganz ganz hart erkämpft“.

Konstantin Engel, VfL-Verteidiger: Es fühlt sich gut an. Ich bin zwar jetzt erschöpft, aber es ist ein geiles Gefühl. Wir wissen aber auch: Wir können heute den Erfolg feiern, aber wir müssen uns schnell wieder auf das Spiel gegen 1860 fokussieren. Heute regenerieren, morgen erholen und dann wieder Vollgas. Dieser Sieg gibt uns Schub für das nächste Spiel. Beim Elfmeter gehe ich zum Ball, mein Gegenspieler will flanken, ich will blocken, der Ball geht gegen meine Hand in Kopfhöhe, also Elfmeter. Das ärgert mich halt, aber es freut mich umso mehr, dass Nils den Elfmeter gehalten hat.

Anas Ouahim, Torschütze zum 2:0: Dieser Sieg ist unglaublich. Wir wissen, welchen Wert dieser Sieg für die Zuschauer hat. Auch für uns hat er einen großen Wert. So ein Derby will man immer gewinnen. Wir mussten in der zweiten Halbzeit eine Druckphase der Meppener aushalten. Das haben wir gemacht und dann in der Nachspielzeit noch das 2:0 geschossen. Beim Tor habe ich ihn mir vielleicht etwas weit vorgelegt, aber nicht aufgegeben. Ich habe dann schon gedacht, das Puli (Manuel Farrona Pulido, d. Red.) ihn macht, aber er spielt dann uneigennützig noch mal quer. Das macht den Tag dann perfekt. Es war ein Supersonntag.


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