„Das kann man nicht kaufen“ VfL Osnabrück: Derchos gefühltes Debüt und Rennekes Kopfballgeschichte

Von Stefan Alberti und Johannes Kapitza

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Lufthoheit: Alexander Dercho (rechts, hier im Zweikampf mit Würzburgs Dominic Baumann). Foto: osnapixLufthoheit: Alexander Dercho (rechts, hier im Zweikampf mit Würzburgs Dominic Baumann). Foto: osnapix

Osnabrück Er ist nicht gerade als Kopfball-Ungeheuer bekannt. Bashkim Renneke ist ja auch nur 1,76 Meter groß. Seine seltenen Treffer per Kopf erzielt er offensichtlich jedoch mit Vorliebe an der Bremer Brücke.

Der 25-Jährige musste bei der Frage nach seinem letzten Kopfballtreffer jedenfalls nicht lange überlegen: „Vor meinem Tor heute gegen Würzburg habe ich zuletzt im März 2016 eingenickt.“ Gegen wen? „Für Großaspach beim 2:2 in Osnabrück.“ Exakt am 12. März 2016. Renneke fühlt sich wohl in Osnabrück. Unter Coach Daniel Thioune entwickelte er sich weiter, seine Leistungskurve zeigt nach oben. „Ich habe viele Freiheiten, der Trainer vertraut mir. Das spüre ich – und das versuche ich zurückzuzahlen.“ Thioune erwarte von ihm eine variable Spielweise: „Ich bringe dort Leistung, wo der Trainer mich aufstellt.“ Derzeit harmoniere er auf der rechten Seite sehr gut mit Konstantin Engel: „Wir ergänzen uns super.“

„Kirsche auf dem Cocktail“

Alexander Dercho freute sich nicht nur über den Last-minute-Sieg und seine Vorlage zum 1:1 durch Renneke, sondern vielmehr noch darüber, dass er nach mehr als einem Jahr endlich wieder ein Punktspiel bestreiten durfte: „Es war, als würde man noch mal sein Debüt geben. Nach den ersten gelungenen Aktionen kam das Selbstverständnis wieder. Dann kommt man in einen Flow. Ich bin unheimlich dankbar, dass alles so geklappt hat.“ Nach 80 Minuten musste der Linksverteidiger völlig ausgepumpt das Spielfeld verlassen: „Das hat dann auch gereicht. Ich bin froh, dass ich den Assist zum 1:1 gegeben habe. Das ist dann die Kirsche auf dem Cocktail. Es war eine sehr schöne Flanke, die konnte er gar nicht daneben machen“, stellte der 31-Jährige fest – freilich mit einem Augenzwinkern und einer tiefen Zufriedenheit. Er habe nach langer Zeit die „typische Bremer Brücke“ wieder genossen. Der Applaus, die Stimmung seien „wunderschön“ gewesen. „Das kann man nicht kaufen.“


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