Tor in der Nachspielzeit Farrona Pulido schießt VfL zum späten 2:1-Sieg gegen Würzburg


jka/al Osnabrück. Der erhoffte Auftaktsieg ist gelungen: Der VfL Osnabrück hat am 1. Spieltag der Saison 2018/19 in der 3. Fußball-Liga einen 2:1-Heimsieg gegen die Würzburger Kickers gefeiert. Vor 7649 Zuschauern hatte der VfL in einem ordentlichen Drittligaspiel mit einigen typischen Abstimmungsproblemen zum Saisonauftakt lange mehr vom Spiel, aber Würzburg die größeren Chancen – bis Manuel Farrona Pulido in der Nachspielzeit zum Schuss ansetzte.

Dave Gnaase hatte die Gäste mit einem Schlenzer in Führung geschossen (34.). Der VfL konnte nach einer Ecke nicht klären, der Würzburger stand 18 Meter vor dem Tor sträflich allein. Nach der Pause sorgte Bashkim Renneke für den Ausgleich (65.): Nach Seitenwechsel von Manuel Farrona Pulido flankte Alexander Dercho in die Mitte. Kickers-Torwart Patrick Drewes flog vorbei, am langen Pfosten köpfte Renneke ein. In der Nachspielzeit sorgte Manuel Farrona Pulido mit einem Drehschuss flach rechts ins Eck für das 2:1 und großen Jubel bei den Lila-Weißen (90.+3). Ein engagierter Auftritt wurde – etwas glücklich – mit drei späten Punkten belohnt.

VfL ansehnlich, aber ohne Durchschlagskraft

Der VfL wusste in der ersten Halbzeit durchaus, spielerisch zu gefallen, nutzte aber seine wenigen Chancen nicht. Bashkim Renneke scheiterte aus spitzem Winkel, Anas Ouahims artistischer Abschluss im Anschluss wurde zur Ecke geklärt (beide 7.). Ulrich Taffertshofer wurde im Strafraum zweimal geblockt (22.).

Würzburgs Dave Gnaase (l.) und Osnabrücks Ulrich Taffertshofer kämpfen um den Ball. Foto: imago/Kirchner-Media

Würzburg war gefährlicher: Dominic Baumann schoss freistehend flach am langen Pfosten vorbei (6.), die scharfe Hereingabe von Kai Wagner fand keinen Abnehmer (12.). VfL-Torwart Nils Körber musste per Fußabwehr aus kürzester Distanz gegen Sebastian Schuppan klären (31.). Beim Gegentor kurz darauf war er machtlos.

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Renneke gleicht aus, Würzburg wird gefährlich

In der zweiten Halbzeit lief das Spiel weiter auf Würzburgs Tor, zunächst jedoch erfolglos: Marcos Álvarez brachte den Ball freistehend aus kurzer Distanz nicht am Gäste-Keeper vorbei (50.) und wurde nach einer Ecke geblockt (57.). Mit Rennekes Ausgleich war die Partie wieder offen. Würzburg tat mehr für die Offensive – und wie: Körber musste im Eins-gegen-Eins gegen Orhan Ademi parieren (76.), Dennis Masts Kopfball klatschte an die Latte (79.). In der Nachspielzeit sorgte Joker Farrona Pulido aus knapp elf Metern für den erhofften Auftaktsieg.

Nach dem Heimsieg nach Meppen

Die Tabelle hat nach dem ersten Spieltag noch keine Aussagekraft. Die Lila-Weißen stehen mit dem ersten Saisonsieg aber ganz gut da. Am zweiten Spieltag haben sie eine Partie vor der Brust, in der es um Punkte, aber auch ums Prestige geht: Am kommenden Sonntag (5. August, 14 Uhr) tritt der VfL zum Derby beim SV Meppen an. In der Vorsaison mussten sich die Osnabrücker mit einem Punkt aus den beiden Partien gegen die Emsländer begnügen.


VfL Osnabrück - Würzburger Kickers

VfL Osnabrück - Würzburger Kickers 2:1 (0:1)

Tore: 0:1 Gnaase (34.), 1:1 Renneke (65.), 2:1 Farrona Pulido (90.+3).

VfL: Körber – Engel, Susac, Trapp, Dercho (82. Amenyido) – Blacha (87. Danneberg), Taffertshofer – Renneke, Ouahim, Heider – Álvarez (62. Farrona Pulido).

Auf der Bank: Kühn (Tor), Tigges, Schiller, Krasniqi.

Trainer: Daniel Thioune

Würzburg: Drewes – Syhre, Bachmann, Schuppan – Göbel, Gnaase (71. Kohls), Wagner – Kaufmann (77. Skarlatidis), Mast – Ademi, Baumann (84. Bytyqi).

Auf der Bank: Bätge (Tor), Hajtic, Hansen, Enis, Ünlücifci.

Trainer: Michael Schiele

Gelb: Blacha (11. Minute/1. Verwarnung) / Kaufmann (43./1.)

Schiedsrichter: Martin Thomsen (Kleve).

Zuschauer: 7649, darunter rund 100 aus Würzburg

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