Wasser für die Fans Der VfL Osnabrück ist bereit für eine bessere Saison – Körber ist fit

Von Johannes Kapitza und Stefan Alberti

Meine Nachrichten

Um das Thema VfL Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Meldet sich fit zurück: Nils Körber. Foto: Fotostand/PaetzelMeldet sich fit zurück: Nils Körber. Foto: Fotostand/Paetzel

Osnabrück. Alles auf null beim VfL Osnabrück: „Letztes Jahr war letztes Jahr. Jetzt wollen wir es wesentlich besser machen“, sagt Kapitän Marc Heider vor dem Auftaktspiel an diesem Samstag (14 Uhr, Bremer Brücke) gegen die Würzburger Kickers. Nach einer desolaten Spielzeit wurden weniger Dauerkarten verkauft als in der Vorsaison. Der VfL muss sich erst wieder Kredit bei seinen Fans erspielen.

Wie soll das gelingen? Daniel Thioune sieht den erfolgten personellen Umbruch als Schlüsselfaktor. „Wir haben Spieler dazugewonnen, die sich über Robustheit definieren und zusätzlich auch noch Fußball spielen können“, sagt der VfL-Trainer. In der Vorbereitung sah er engagierte Arbeit gegen den Ball. „Das ist eine Basis. Diese Stabilität braucht man in der 3. Liga“, sagt Thioune. Mit robuster Zweikampfführung soll Würzburg vom eigenen Tor ferngehalten werden. Kapitän Heider versichert: „Wir wollen Gas geben, wir wollen liefern. Die Saison beginnt zu Hause. Wir wollen die Bremer Brücke gleich zum Start wieder zum Beben bringen.“

Auf welches Personal kann der VfL zurückgreifen? Torhüter Nils Körber konnte nach seiner Hüftprellung am Donnerstag und Freitag beschwerdefrei trainieren. Wird er auch gegen Würzburg im Kasten stehen? Oder doch Philipp Kühn? „Bei dieser Entscheidung verlasse ich mich voll und ganz auf unseren Torwarttrainer Rolf Meyer. Wir wissen um seine Kompetenz, ich setze auf seine Erfahrung. Er wird entscheiden, wer am Samstag im Tor steht. Für mich steht jedenfalls fest, dass wir in diesem Jahr zwei richtig gute Torhüter haben. Das ist unsere kleinste Baustelle“, sagt Thioune.

Doch der Trainer hat nicht nur auf der Torwartposition die Qual der Wahl. Auch bei der Nominierung der zehn weiteren Spieler für die Startelf muss er sich den Kopf zerbrechen. „Das sind gerade am ersten Spieltag schwere Entscheidungen.“ Wie immer lässt er sich im Vorfeld kaum in seine Personalkarten schauen, „außer dass Kapitän Marc Heider spielen wird“. Thioune hat für alle Mannschaftsteile mehrere Optionen: Nach der Generalprobe gegen Saint-Gilloise könnte einiges dafür sprechen, dass er sich in der Abwehr wieder für die Viererkette mit Konstantin Engel, Adam Sušac, Maurice Trapp und Alexander Dercho entscheidet, obwohl auch Innenverteidiger Felix Schiller wieder im Kader ist. Im Mittelfeld dürfte Ulrich Taffertshofer gesetzt sein. Ansonsten streiten sich Bashkim Renneke (ist wieder beschwerdefrei), David Blacha, Tim Danneberg, Manuel Farrona Pulido und Anas Ouahim um die weiteren Plätze.

Was ist von Würzburg zu erwarten? Der Tabellenfünfte der Vorsaison hat zuletzt zwei Niederlagen gegen die Bundesligisten FC Augsburg (0:2) und 1. FC Nürnberg (0:4) eingesteckt. „Sie haben nicht die guten Ergebnisse erzielt, aber waren am Ball nicht unbedingt die schlechtere Mannschaft“, hat Thioune beobachtet. Erfahrene Spieler wie der Ex-Osnabrücker Sebastian Neumann (Duisburg), Ioannis Nikolaou (Dresden) und Emanuel Taffertshofer (Sandhausen) sind in die 2. Bundesliga gewechselt. „Es gab viele Veränderungen im Kader. Da muss sich erst einiges finden“, sagt Thioune, der sich nicht nach dem Gegner richten will: „Wir orientieren uns an unseren Stärken.“

Wie geht der VfL mit der Hitze um? „Wir jammern nicht, sondern freuen uns, dass die Sonne scheint“, sagt Thioune. Das Wetter dürfe keine Relevanz für das Spiel haben. „Dass jetzt jemand anfängt zu jammern, würde auch nicht zur Mannschaft passen. Die Mannschaft will liefern“, versichert der Trainer, der auch das Abschlusstraining am Freitag in der Mittagssonne um 14 Uhr durchzog. Für die Fans, die ab 12.30 Uhr ins Stadion können, gibt es zusätzliche Erfrischungen: In Kooperation mit der Feuerwehr werden Berieselungsanlagen auf der Nordtribüne und in der Ostkurve eingerichtet, weil dort die meiste Sonneneinstrahlung zu erwarten ist. Auf allen Tribünenbereichen werde Wasser „zum Selbstkostenpreis“ angeboten, teilte der VfL mit. Der Bierpreis wird auf 3,50 Euro (0,4 Liter) gesenkt.

War sonst noch was? Die Stehplatzkarten für das zweite Saisonspiel in Meppen (5. August, 14 Uhr) sind ausverkauft. Im Fanshop am Stadion gibt es nur noch Sitzplatzkarten. Die Fanabteilung organisiert einen Fanbus (Abfahrt 10.30 Uhr, Fahrpreis 15 Euro). Anmeldungen sind bis Montag im Fanshop oder per E-Mail an auswaertsfahrten@vfl-fanabteilung.de möglich.

Und wie geht‘s nun aus? Der VfL erarbeitet sich in einer Hitzeschlacht ein knappes 1:0.


Samstag, 28. Juli 2018, 14 Uhr: VfL Osnabrück - Würzburger Kickers

So könnten sie spielen

VfL Osnabrück: 1 Körber – 5 Engel, 17 Sušac, 18 Trapp, 6 Dercho – 8 Taffertshofer – 7 Renneke, 13 Danneberg, 10 Ouahim – 20 Heider, 9 Álvarez.

In Reserve: 22 Kühn (Tor), 2 Farrona Pulido, 14 Amenyido, 19 Tigges, 23 Blacha, 25 Schiller, 29 Krasniqi.

Es fehlen: Klaas (im Aufbautraining), Haubrock (Sprunggelenksverletzung), Zorba (Nasenbeinbruch), Pfeiffer, Möller, Agu (alle nicht im Kader).

Würzburger Kickers: 21 Drewes – 3 Syhre, 26 Bachmann, 27 Schuppan – 8 Gnaase, 7 Kaufmann – 31 Göbel, 6 Wagner – 10 Skarlatidis – 19 Ademi, 9 Baumann.

Schiedsrichter: Dr. Martin Thomsen (Kleve). Der 32-Jährige leitete zuletzt ein Spiel mit VfL-Beteiligung am 27. Januar 2018 (2:2 gegen Fortuna Köln).

Zuschauer: Erwartet werden 7000 bis 7500, davon 100 Anhänger aus Würzburg.

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN