Zwei „Löwen-Rudel“ in den Top 3 Die erste Dauerkarten-Bilanz in der 3. Fußball-Liga

Von Johannes Kapitza und Stefan Alberti

Die Braunschweiger Fans freuen sich offensichtlich auch auf Drittliga-Fußball. Foto: imago/Huebner, Grafik: NOZ/WilckeDie Braunschweiger Fans freuen sich offensichtlich auch auf Drittliga-Fußball. Foto: imago/Huebner, Grafik: NOZ/Wilcke

Osnabrück. Sie sind nicht nur die am häufigsten genannten Aufstiegsanwärter, sondern nehmen in der Saison 2018/19 auch schon die Spitzenplätze im Dauerkarten-Ranking der 3. Fußball-Liga ein: Eintracht Braunschweig und der 1. FC Kaiserslautern.

Dauerkarten-Könige: Mit dem 1. FC Magdeburg ist der Jahreskarten-Spitzenreiter der vergangenen Saison in die 2. Bundesliga aufgestiegen. Vor einem Jahr setzte der FCM rund 10000 Jahres-Abos ab. Diese Zahl wird nun durch die „Löwen“ aus Braunschweig und durch die „Roten Teufel“ aus Kaiserslautern mehr als kompensiert. Wenige Tage vor dem Drittliga-Saisonstart meldet die Eintracht 12800 verkaufte Dauerkarten, der FCK 11900 Tickets.

Dauerkarten-Verfolger: Den beiden Zweitliga-Absteigern im Nacken sitzt ein Aufsteiger. Der TSV 1860 München verkaufte 9000 Jahreskarten – und es hätten viel mehr sein können. Aber die „Löwen“ mussten dieses Kontingent aufgrund der eingeschränkten Kapazität des Stadions an der Grünwalder Straße (15000) begrenzen.

Dauerkarten-Mittelfeld: Die Zone liegt abgeschlagen hinter den Königen und dem Verfolger. Der Karlsruher SC, im Vorjahr mit 6500 Tickets noch auf Platz zwei, meldet aktuell 4500 Karten. Nach Angaben des KSC startete der Vorverkauf allerdings wegen einer Systemumstellung erst am 4. Juli. Auch der VfL Osnabrück, im Vorjahr mit 4549 Karten im oberen Mittelfeld dabei, lässt Federn. Bis dato setzten die Lila-Weißen 3307 Dauerkarten ab. Der VfL erwartet noch rund 500 VIP-Dauerpakete, mit denen allerdings auch nicht die 4000er-Marke überschritten werden kann.

Im breiten Mittelfeld sticht Hansa Rostock positiv heraus. Die Hanseaten liegen aktuell bei 3550 verkauften Jahres-Abos (2750 in der vergangenen Saison). Auch der SV Meppen zeigt mit bislang 2269 abgesetzten Tickets eine aufsteigende Tendenz (2000 im Vorjahr).

Dauerkarten-Unterhaus: In dieser Zone tummeln sich aktuell sechs Clubs, die jeweils nur eine dreistellige Zahl liefern können. Gute Chancen, in den vierstelligen Bereich vorzustoßen, dürfte noch Aufsteiger KFC Uerdingen haben: 700 Dauerkarten gingen bisher über den Ladentisch, die Vorjahresmarke 1000 soll geknackt werden.

Mit 350 Karten ist die Spielvereinigung Unterhaching zunächst Schlusslicht, der Münchner Club weist aber darauf hin, dass die Zahl mit VIP-Paketen noch auf 700 steigen werde. Die „rote Dauerkarten-Laterne“ geht damit zunächst an die Sportfreunde Lotte (500), die sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der SG Sonnenhof Großaspach (515) liefern. Fortuna Köln meldet keine Zahlen. Die Kölner Südstädter dürften nach Einschätzung unserer Redaktion zwischen 600 und 900 Karten liegen.

Ein Blick auf die Preise: Die reichen im Dauerkarten-Bereich (Vollzahler) von 98 Euro als günstigstem Angebot beim SV Wehen Wiesbaden bis 575 Euro in Kaiserslautern. Im Tageskarten-Bereich (Vollzahler) kann man in Aalen, Meppen, Rostock, Unterhaching, Jena und Würzburg bereits ab zehn Euro ein Spiel sehen. Das teuerste Tageskarten-Angebot im Vollzahler-Segment ist mit 38 Euro in Kaiserslautern zu finden.


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