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Sichere Defensivabteilung Es ist noch Luft nach oben: Torlose Generalprobe des VfL Osnabrück

Von Stefan Alberti

Verzogen: Tim Danneberg (rechts) scheitert mit einem Schuss an der „belgischen Wand“. Foto: KemmeVerzogen: Tim Danneberg (rechts) scheitert mit einem Schuss an der „belgischen Wand“. Foto: Kemme

Osnabrück. Torlose Generalprobe an der Bremer Brücke: Im letzten Testspiel vor dem Start in der 3. Fußball-Liga kam der VfL Osnabrück gegen den belgischen Zweitligisten Royale Union Saint-Gilloise nicht über ein 0:0 hinaus.

Es war nicht gerade ein rauschendes Fußballfest, was die VfL-Spieler ihrem Cheftrainer zum Ehrentag schenkten. Daniel Thioune feierte seinen 44. Geburtstag – und bekam für die Woche vor dem Drittliga-Start gegen die Würzburger Kickers eher noch einige Arbeitsaufträge. Aber dafür sollen solche Testspiele ja auch herhalten.

Also – Erkenntnis Nummer eins: Auf der Torwartposition hat der Trainer die Qual der Wahl. In der ersten Halbzeit spielte Nils Körber, nach der Pause Philipp Kühn. Körber sorgte in einer Situation mit einem gefährlichen Schnitzer bei der Ballannahme für ein Raunen im Publikum. Ansonsten agierte er sicher – wie auch Kühn nach der Halbzeit. Der Wechsel war ursprünglich allerdings nicht geplant. Körber musste jedoch nach einem Schlag auf den Fuß vorsorglich den Platz verlassen.

Szenenapplaus für Renneke

Erkenntnis Nummer zwei: Die Defensive steht sicher – auch ohne den verletzten Innenverteidiger Felix Schiller (Adduktorenbeschwerden). In der variabel agierenden Viererkette (mal auch als Dreier- oder Fünferreihe) ließen Bashkim Renneke, Adam Sušac, Maurice Trapp und Konstantin Engel kaum etwas anbrennen. „Sechser“ Ulrich Taffertshofer erledigte ebenfalls seine Defensivaufgaben souverän, in der zweiten Halbzeit sammelte der eingewechselte Alexander Dercho mehr Plus- als Minuspunkte.


Erkenntnis Nummer drei: Im Mittelfeld und in der Offensive herrscht noch die berühmte Luft nach oben. Der frisch zum Kapitän ernannte Marc Heider und Marcos Álvarez setzten gegen die robusten Belgier zwar immer wieder Nadelstiche, unterm Strich allerdings zu wenige. Was allerdings auch daran lag, dass über die Flügel und aus dem Zentrum eher überschaubare Ideen kreiert wurden. Manuel Farrona Pulido war in der ersten Halbzeit auf der linken Seite kaum wahrnehmbar. Tim Danneberg und David Blacha können sicherlich mehr, als sie an diesem Samstagnachmittag anboten. Lediglich Renneke verdiente sich mit mutigen Aktionen nach vorne und Distanzschüssen (4./32.) zwischendurch immer wieder Szenenapplaus. Ebenso der eingewechselte Anas Ouahim, der mit seinem leichtfüßigen Auftritt eine Alternative für die Startelf ist.

Auch wenn die Generalprobe torlos blieb, so produzierte der VfL immerhin zwei Abseitstore – vor der Pause durch Danneberg und nach der Halbzeit durch Heider. Und das Chancenplus hatte letztlich auch der VfL auf seiner Seite. Álvarez (9./40./65.) sowie Trapp (26.) hatten zumindest das 1:0 auf dem Fuß.


VfL Osnabrück:

Körber (46. Kühn) – Renneke (79. Tigges), Sušac, Trapp, Engel (86. Krasniqi) – Taffertshofer (86. Möller), Blacha (86. Amenyido), Farrona Pulido (46. Dercho) – Álvarez (79. Agu), Danneberg (46. Ouahim), Heider (69. Pfeiffer).

Royale Union Saint-Gilloise: Saussez – Vega, Moreno (60. Peyre), Perdichizzi, Kis (69. Hamzaoui) – Tabekou (69. M‘Boko), Pinto-Borges (60. Morren), Mehlem – Gerard (60. Letts), Fixelles (76. Ferber), Bouekou.

Gelbe Karten: Renneke (73.) / Vega (12.).

Schiedsrichter: Marius Schlüwe (Laatzen).

Zuschauer: 721.

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