Generalprobe des VfL Osnabrück Mit neuem Kapitän und ohne Schiller gegen belgischen Zweitligisten

Von Stefan Alberti

Hoch das Bein – aber nicht heute: Felix Schiller (Mitte) ist verletzt. Foto: osnapixHoch das Bein – aber nicht heute: Felix Schiller (Mitte) ist verletzt. Foto: osnapix

Osnabrück. Wer ist Startelf-Kandidat am ersten Spieltag der 3. Fußball-Liga? Wer ist Kapitän? Erste Antworten wird der VfL Osnabrück an diesem Samstag (14 Uhr) bei der Generalprobe gegen den belgischen Zweitligisten Royale Union Saint-Gilloise liefern.

Ja, wer ist denn nun neuer Kapitän? Das behielt Cheftrainer Daniel Thioune am Freitag nach dem Fototermin im Stadion noch für sich. „Am Samstag wird der neue Kapitän die Mannschaft aufs Feld führen.“ Er wolle erst seine Entscheidung dem Team am Vormittag vor der Generalprobe mitteilen, bevor es die Öffentlichkeit erfahre. Fest steht, dass der Kapitän aus dem von der Mannschaft gewählten Spielerrat kommt: Tim Danneberg, Alexander Dercho, Marc Heider, Marcos Álvarez oder Felix Schiller. Dabei dürfte die Wahl eher nicht auf Schiller fallen. Der Neuzugang konnte in den vergangenen Tagen wegen Adduktorenbeschwerden nicht trainieren – und wird nicht gegen die Belgier spielen.

Wer wird auflaufen? „Die elf Spieler, die gegen Saint-Gilloise starten, haben sicher auch gute Chancen, in der nächsten Woche gegen Würzburg im Kader zu sein“, meinte Thioune. „Das heißt aber nicht, dass die Startelf der Generalprobe exakt die Startelf gegen Würzburg sein wird.“ Neben dem erwähnten Schiller stehen derzeit noch drei weitere Profis nicht zur Verfügung: Der schon lange verletzte Sebastian Klaas (Halswirbelbruch) sowie Furkan Zorba (Nasenbeinbruch), der am Freitag auch gar nicht zum Fototermin erschien. Dazu Simon Haubrock, der mit dick verbundenem rechten Fuß vor Ort war. Das genaue Ausmaß der Verletzung stehe noch nicht fest. „Mindestens ein Bänderriss“, sagte Sportdirektor Benjamin Schmedes.

Wie sind die Belgier einzuschätzen? „Ich wollte keinen Gegner, der schwächer ist als Würzburg“, so Thioune. Saint-Gilloise spielt derzeit zwar in der zweiten belgischen Liga, der Club aus Brüssel strebt aber mit Unterstützung des Präsidenten und deutschen Unternehmers Jürgen Baatzsch massiv in Richtung Aufstieg. Bestes Beispiel dafür: Erst vor wenigen Wochen wechselte der von vielen Vereinen umworbene Mittelfeldspieler des Karlsruher SC, Marcel Mehlem, für geschätzte 250000 Euro zu Royale. Na ja, und dass der Gegner für die Generalprobe aus Belgien kommt, ist für den VfL mittlerweile auch kein Zufall mehr. „Wir haben zuletzt gute Erfahrungen mit belgischen Mannschaften gemacht. Sie sind sehr robust. Das passt“, meinte der VfL-Sportdirektor. In der Tat, im Januar-Trainingslager trafen die Osnabrücker auf KV Mechelen, vor zwei Wochen testete der VfL gegen Royal Antwerpen.

Was müssen die Zuschauer beachten? Dass für die Generalprobe nur die Nordtribüne zur Verfügung steht. Stadionöffnung ist um 13 Uhr, Ticketpreise: zehn Euro (Vollzahler), fünf Euro (ermäßigt), zwei Euro (Kinder).

War sonst noch etwas? Ja. Vor lauter Arbeit hat er eigentlich gar keine Zeit, diesen Termin entsprechend zu würdigen. Trainer Thioune feiert an diesem Samstag seinen 44. Geburtstag. Und dann sollten die Anhänger noch das Fan- und Familienfest an der Bremer Brücke am Sonntag im Terminkalender haben. Von 14 bis 19 Uhr ist nicht nur das gesamte Team vor Ort. Es wird auch reichlich Programm geboten.


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