Verdienter Sieg im sechsten Testspiel VfL beißt sich duch: 2:1 in Oberhausen mit zwei Heider-Toren

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Oberhausen. Zwei Wochen vor dem Saisonstart in der 3. Liga präsentierte sich der VfL Osnabrück im sechsten Testspiel in guter Verfassung und kam in einer auf Wettkampfniveau geführten Partie zu einem verdienten 2:1-Sieg beim westdeutschen Regionalligisten Rot-Weiß Oberhausen. Das nächste Vorbereitungsspiel bestreiten die Lila-Weißen an diesem Sonntag (15. Juli, 12 Uhr) beim SSV Jeddeloh II.

Bei Temperaturen um 25 Grad und Sonnenschein lieferten sich zwei bissige, spritzige Mannschaften einen temperamentvollen Test, der mehr von einem Meisterschafts- als von einem Freundschaftsspiel hatte. Deshalb hat der verdiente 2:1-Sieg, den der VfL vor 1000 Zuschauern im traditionsreichen Niederrheinstadion errang, durchaus Gewicht. Die Mannschaft gab eine Probe ihrer Willens- und Kampfkraft und zeigte in der ersten Habzeit druckvolles, schnelles Angriffsspiel. Und das gegen einen Gegner, der ebenfalls alles gab und bis zur letzten Minute auf den Ausgleich drängte.

Defensive mit einer Dreier/Fünfer-Kette

Mit einer Dreier/Fünferkette begannen die Osnabrücker: Auf den Flügeln neben den drei Innenverteidigern Konstantin Engel, Adam Susac und Maurice Trapp agierten Bashkim Renneke und Alexander Dercho. Vor dem kompakten Zentrum mit Ulrich Taffertshofer, Tim Danneberg und David Blacha stürmten Marc Heider und Etienne Amenyido.

Nur zwei späte Wechsel beim VfL

Während die Oberhausener in der zweiten Halbzeit sechs frische Akteure einwechselten, beließ es VfL-Coach Thioune bei zwei Wechseln: Steffen Tigges kam für Alexander Dercho (73.), Etienne Amenyido (83.) wurde von Gianluca Przondziono abgelöst; der Sohn des früheren VfL-Spielmachers Martin Przondziono gab sein Debüt in der ersten Mannschaft.

Führung durch Heiders Freistoß

Der VfL eröffnete schwungvoll, attackierte die Oberhausener früh, phasenweise an ihrem Strafraum. Das Führungstor erzielte Heider, der einen 17-Meter-Freistoß aus halbrechter Position mit dem linken Fuß flach ins lange Eck fegte (10.).

Zweimal verhinderte Torwart Philipp Kühn gegen seinen Ex-Klub den Ausgleich, bei der dritten RWO-Chance war er dann machtlos. Erst hechtete der aus Drochtersen gekommene Schlussmann einen schönen Schlenzer des Ex-VfLers Maik Odenthal aus dem Eck (20.), kurz danach wehrte er einen Kopfball aus Nahdistanz von Löhden ab (21.).

2,01-Meter-Riese Löhden trifft für RWO zum 1:1

Der 2,01 Meter große RWO-Abwehrchef Löhden wuchtete dann – unmittelbar nach der Trinkpause, die Schiedsrichter Selim Erk den Mannschaften gegönnt hatte – nach einer Ecke von rechts von Dario Schumacher den Ball per Kopf unhaltbar ins Tor; Maurice Trapp kam einen Moment zu spät (24.)

Doch der VfL schlug durch Marc Heider zurück: Einen Flankenball von Bashkim Renneke erwischte der Osnabrücker per Kopf vor dem weit herausgeeilten Torwart Justin Heerkeren und traf aus 14 Metern ins leere Tor (33.) zur verdienten Pausenführung des VfL.

Die erste große Chance nach der Pause hatte zwar der VfL, als Tim Danneberg mit einem gut platzierten Kopfball an Heekeren scheiterte (52.). Doch dann bestimmte RWO die Partie, machte viel Druck und forderte die Osnabrücker Defensive. Der VfL wehrte sich in einem Spiel, das beide Mannschaften – eher untypisch für ein Testspiel – gewinnen wollten und deshalb mit vollem Einsatz die Zweikämpfe suchten.

Am Sonntag Test in Jeddeloh

Am Sonntag (12 Uhr) wird der restliche Teil des Aufgebots das siebte und vorletzte Testspiel bestreiten. Wahrscheinlich sind beim Regionalligisten SSV Jeddeloh II auch Marcos Alvarez (Magenverstimmung), Anas Ouahim (muskuläre Beschwerden im Oberschenkel) und Felix Schiller (Leistenbeschwerden), die in Oberhausen geschont wurden.

Die Kapitänsbinde trug in Oberhausen Tim Danneberg, doch Trainer Daniel Thioune hat sich noch nicht festgelegt, welches Mitglied des Mannschaftrates das Amt dauerhaft übernehmen wird.

Der ehemalige Bundesligist RWO, der in zwei Wochen als Mitfavorit in die Regionalliga West startet, nutzte das Testspiel zur Einweihung einer neuen Tribüne. Anstelle der alten, weitläufigen und unüberdachten Emscher-Kurve, traditionell die Heimat der RWO-Fans, steht nun – bis auf acht Meter ans Spielfeld herangerückt – die Revierkraft-Tribüne mit 3100 überdachten Stehplätzen. Den Bau finanziert die Stadt Oberhausen.

Generalprobe gegen belgischen Zweitligisten

Kurz vor dem Abschluss steht der VfL mit dem Gegner bei der Generalprobe am Samstag (21. Juli, 14 Uhr). Der ambitionierte belgische Zweitligist Royale Union Saint-Gilloise aus Brüssel, der mit dem Geld eines deutschen Mehrheitseigners die Rückkehr in die erste Liga im Land des aktuellen WM-Dritten schaffen will, wird an der Bremer Brücke erwartet.


Rot-Weiß Oberhausen - VfL Osnabrück 1:2 (1:2)

RWO: Heerkeren – Eggersglüß (ab 70. Klaß), Jordan, Löhden (ab 70. Özkara), Odenthal – Oubeyapwa Schumacher – Ben Balla, Bauder (ab 70. Reinert), Hermes (ab 60. Kurt)– Steinmetz (ab 60. Lorch). Trainer: Terranova

VfL: Kühn – Engel, Susac, Trapp – Renneke, Taffertshofer, Dercho (ab 72. Tigges) – Danneberg, Blacha – Heider, Amenyido (ab 83. Przondziono). Trainer: Thioune.

Tore: 0:1 Heider (10., Freistoß aus 17 Metern, flach ins lange Eck), 1:1 Löhden (24., Kopfball, Ecke von rechts, Schumacher), 1:2 Heider (33., Kopfball aus 13 Metern, Rechtsflanke Renneke)

Schiedsrichter: Erk (Herne).

Niederrhein-Stadion Oberhausen, Samstag, 14. Juli 2018, 14 Uhr.

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