Serie: Die WM und ich VfL-Trainer Thioune: Daumendrücken für den Senegal

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Drückt nach dem deutschen Aus nun dem Senegal die Daumen: VfL-Trainer Daniel Thioune. Foto: Helmut KemmeDrückt nach dem deutschen Aus nun dem Senegal die Daumen: VfL-Trainer Daniel Thioune. Foto: Helmut Kemme

Osnabrück. Zur Fußball-WM präsentieren wir Personen mit regionalem Bezug, die von ihren Eindrücken und Erwartungen berichten. Daniel Thioune, Trainer des VfL Osnabrück, spricht über das Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft und seine Hoffnung für den Senegal.

Herr Thioune, Deutschland ist bei der WM in Russland ausgeschieden – zu Recht nach den holprigen Spielen?

Wenn man zwei Gruppenspiele verliert und eins erst in letzter Minute gewinnt, heißt das eben, dass zwei Mannschaften in der Gruppe stärker waren.

Sie können noch mit dem Senegal fiebern, der an diesem Donnerstag ein Endspiel gegen Kolumbien hat…

Der Senegal hat sich bislang recht teuer verkauft, gegen Polen ein bisschen Glück gehabt, aber gegen Japan gut gespielt. Insofern sind die Ergebnisse nicht ganz unverdient. Die Mannschaft wird noch ein bisschen von den Erinnerungen an die WM 2002 getragen, als der Senegal bis ins Viertelfinale kam. Der heutige Trainer, Aliou Cissé, war damals als Spieler dabei. Der Traum, wieder in die K.o.-Runde zu kommen, lebt, und nach dem deutschen Aus wünsche ich mir, dass der Senegal weiterkommt. Die Spiele der DFB-Elf und des Senegal habe ich eher als Konsument verfolgt und nicht aus taktischer Sicht.

Was schauen Sie sich denn als Trainer bei der WM ab?

Wie Kroatien im 4-1-4-1 die argentinische Dreierkette angelaufen und unter Druck gesetzt hat, war taktisch eine gute Idee. So etwas nehme ich mit.

Welches Team hat Sie am meisten überzeugt und das Zeug zum Weltmeister?

Kroatien hat mit richtig gut gefallen und viel Qualität. Als Trainer macht es Spaß zuzugucken, wie die Kroaten gegen den Ball arbeiten.

Es ist viel über das Niveau der Spiele diskutiert worden. Wie haben Sie die Vorrundenpartien erlebt?

Es ist natürlich eine Frage, aus welcher Perspektive man die Spiele sieht. Die Torverhinderung steht aber bei dieser WM ganz klar vor dem Torerzielen. Für die Fans ist das dann nicht so attraktiv. Es sind andere Spiele als vor vier Jahren. Aber wenn sie zum Erfolg führt, hat auch diese Taktik ihre Daseinsberechtigung.


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