Heider und Pfeiffer treffen dreifach VfL Osnabrück gewinnt Test bei Arminia Ibbenbüren 11:0

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Ibbenbüren. Ein zuschauernaher Auftritt an einem lauen Sommerabend und ein weiterer standesgemäßer Sieg bei einem unterklassigen Gegner: Der VfL Osnabrück hat mit dem 11:0-Testspielerfolg bei Bezirksligist Arminia Ibbenbüren weiter Werbung in eigener Sache gemacht – auch wenn das Torfestival mit Verzögerung begann.

25 Minuten lang mussten sich die VfL-Fans gedulden, bevor der linke Flügelspieler Manuel Farrona Pulido Arminia-Torwart Robin Peters überwand. „Natürlich wollen wir Tore schießen, aber das Ergebnis interessiert mich weniger“, hatte VfL-Trainer Daniel Thioune das Resultat vor der Partie noch in den Hintergrund gerückt.

Offensiv brauchten die Lila-Weißen ein bisschen Anlauf, was wenig verwundert. Zum einen zog sich die fünf Klassen tiefer spielende Arminia im 5-4-1-System defensiv weit zurück. Zum anderen hatten auch die Lila-Weißen in den ersten Trainingstagen zunächst am Spiel gegen den Ball gearbeitet.

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Viel Ballbesitz ließen die Osnabrücker dem Gegner nicht. Die VfL-Torhüter Philipp Kühn und Laurenz Beckemeyer wurden trotz einiger Arminia-Nadelstiche nie ernsthaft geprüft. Die Außenverteidiger Konstantin Engel (rechts) und Furkan Zorba (links) hatten in der ersten Halbzeit Zeit und Raum, sich in die Offensive einzuschalten – mit Erfolg: Zorba mit einem ansatzlosen Distanzschuss (41.) und Bashkim Renneke mit einem Flachschuss aus 13 Metern (45.) sorgten für die 3:0-Pausenführung des Drittligisten.

Pfeiffer und Heider erhöhen nach der Halbzeit

In der zweiten Halbzeit schwanden bei den Gastgebern die Kräfte. Der VfL schraubte das Ergebnis in die Höhe. Auffällig agierte Dreifachtorschütze Luca Pfeiffer. Der Stürmer, der nach einem Kreuzbandriss dieses Mal schon eine Halbzeit lang randurfte, schloss beim 6:0 eine Kopfballstafette nach einem Eckball per Kopf zum schönsten Treffer ab und bediente später Kamer Krasniqi uneigennützig. Auch Marc Heider traf dreifach. „Es ist egal, wer die Tore schießt. Wichtig ist, dass wir in solchen Spielen überhaupt Tore schießen, uns Selbstvertrauen holen und nicht überheblich auftreten. Das, was wir im Training erarbeiten, müssen wir jetzt schon umsetzen, damit es im Ligaalltag sitzt“, sagte Heider.

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Trainer Thioune war mit dem Auftritt einverstanden: „Wir wollen uns zeigen und die Zuschauer neugierig machen. Die Fans haben mehr davon, wenn wir zweistellig gewinnen, als wenn wir ein Spiel 2:0 nach Hause bringen.“ Wichtiger waren dem Trainer in dieser Saisonphase jedoch die gemeisterten „Provokationen“: Vor und nach der Pause galten für beide Formationen die gleichen Aufgaben, etwa möglichst wenig Pässe des Gegners zuzulassen. „Wir wollten den Ballbesitz des Gegners kurz halten. Das ist uns in beiden Halbzeiten gut gelungen“, war Thioune zufrieden, dass neben dem Ergebnis auch die Spielweise stimmte.

Samstag nächster Test in Glane

Außer Anas Ouahim (Sehnenreizung im Fuß) und Sebastian Klaas (Wirbelbruch) musste auch Etienne Amenyido in Ibbenbüren zuschauen. Der 20-jährige Offensivspieler von Borussia Dortmund, der seit dem Frühjahr beim VfL mittrainiert und am vergangenen Samstag einen Einjahresvertrag bei den Lila-Weißen unterzeichnet hatte, muss nach einem Außenbandriss noch seine Wettkampfform finden und wird auch Samstag (13 Uhr) in Glane gegen seine ehemaligen Mannschaftskollegen aus der U23 des BVB fehlen, wenn der VfL nach Lüstringen (8:0) und Ibbenbüren die erste höhere Hürde der Vorbereitung nehmen muss.


Arminia Ibbenbüren - VfL Osnabrück 0:11 (0:3)

Ibbenbüren: R. Peters (74. Reekers)– Spallek (53. Vulcano), Birke (82. Lammers), Schmidt, Nietiedt, Walsch – Pohl (65. Kortemeyer), L. Peters, Mahmutovic, Richter (53. Hohnhorst) – Breuer.

VfL (1. Halbzeit): Kühn – Engel, Schiller, Sušac, Zorba – Taffertshofer, Danneberg – Möller – Renneke, Álvarez, Farrona Pulido

VfL (2. Halbzeit): Kühn (76. Beckemeyer) – Renneke, Haubrock, Trapp, Dercho – Agu, Blacha, Krasniqi, Tigges – Heider, Pfeiffer.

Tore: 0:1 Farrona Pulido (26.), 0:2 Zorba (41.), 0:3 Renneke (45.). 0:4 Eigentor Birke (51.), 0:5 Heider (66.), 0:6 Pfeiffer (67.), 0:7 Pfeiffer (69.), 0:8 Krasniqi (71.), 0:9 Pfeiffer (73.), 0:10 Heider (82., Foulelfmeter), 0:11 Heider (86.).

Schiedsrichter: Bernward Pinke (SVC Laggenbeck).

Zuschauer: 356.

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