Burke und Uchtmann verschießen U17 des VfL Osnabrück scheitert im Elfmeterschießen am Aufstieg

Von Peter Vorberg

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Berlin. Bitterer geht es kaum: Nach zwei verpassten Chancen auf die Bundesliga im Regionalliga-Endspurt zogen die U-17-Fußballer des VfL Osnabrück auch gegen TeBe Berlin in der Relegation hauchdünn den Kürzeren. Nach dem 0:0 im Hinspiel und dem 1:1 nach Verlängerung im Rückspiel in Berlin sorgten verschossene Strafstöße der Unglücksraben Silas Burke und Henry Uchtmann für die 2:4-Niederlage im Elfmeterschießen.

Die Lila-Weißen aus Berlin jubelten, die Lila-Weißen aus Osnabrück sanken nach ihrem tieftraurigen Saisonende enttäuscht zu Boden. Die Gefühlswelten im altehrwürdigen Mommsenstadion, das eine prächtige Kulisse für ein solches Aufstiegs-Duell bildete, konnten kaum unterschiedlicher sein. Dennoch war VfL-Trainer Oliver Kind nach einer erneut packenden und kampfbetonten Partie im Nieselregen mit vielen Chancen hüben wie drüben stolz auf seine Talente. In der Kabine erhielt der Coach für seine lobenden Worte einen dicken Applaus. „Ich habe vorher gesagt, wenn wir alles raushauen, können wir uns nichts vorwerfen. Und so war es in den Relegationsspielen, heute haben wir sogar einen Rückstand aufgeholt“, sagte Kind und fügte an: „Den Aufstieg haben wir nicht gegen TeBe verspielt, sondern vorher.“

Das VfL-Team wurde unterstützt von etwa 25 Osnabrückern unter den rund 250 Zuschauern, darunter der ehemalige VfL-Profi-Coach Wolfgang Sidka. TeBe präsentierte sich als prächtiger Gastgeber, alleine den Aufstieg wollte der Charlottenburger Traditionsclub den Gästen nicht überlassen.

In Halbzeit eins spielte TeBe zielstrebiger und war mit den Unruheherden Cem Koc, Billo Sanoh und Niklas Liebich stets gefährlich. Osnabrück setzte indes auf ein geordnetes Aufbauspiel. Auf ihre Weise kamen beide Teams zu vielen Strafraumaktionen und Fernschüssen. Koc hatte die Führung auf dem Fuß, doch jagte einen von VfL-Keeper Popescu gehaltenen Schuss aus fünf Metern in die Wolken (30.). Im Gegenzug scheiterte Hakim Traore frei vor dem Tor an TeBe-Torwart Florian Honenburg (31.).

Nach dem Wechsel erlebten die Gastgeber einen Start nach Maß, als Sanoh aus 20 Metern unhaltbar zur 1:0-Führung traf (44.). Sanoh (48.) und Liebich (52.) verpassten, den Sack frühzeitig zuzumachen. Kind ging in den letzten 25 Minuten volles Risiko mit vier Spitzen und wurde belohnt. Dernie aufgebende VfL kam zum verdienten Ausgleich. Georges Baya Baya schaltete nach einem abgewehrten Kopfball von Fynn Onken am schnellsten und schob zum 1:1 (72.) ein. Schließlich schenkten sich in der Verlängerung die Teams nichts, der Siegtreffer lag beiderseits in der Luft. Im Elfmeterschießen vergaben Silas Burke und zum Abschluss Henrty Uchtmann, während die TeBe-Schützen nervenstark blieben.

„Das war richtig stark, wie wir wiedergekommen sind. Das zeigt doch, dass wir die Rückschläge zuletzt weggesteckt haben“, war VfL-Keeper Finn Popescu gefasst. „In den letzten Wochen konnten wir eine Menge lernen. Egal, welche Rückschläge man bekommt, kann man noch alles erreichen. Wir waren so knapp davor.“ Co-Trainer Stefan Balsottemeyer sah es ähnlich. „Wir hätten im Hinspiel den Sack zumachen können. Heute hatten beide den Aufstieg verdient.“ TeBe-Trainer Andreas Kerwin war ein sympathischer Sieger: „Ich finde schon, dass wir es heute verdient gehabt haben, wir hatten nach der Pause die besseren Chancen. Aber man kann auch sagen: Egal wer, jeder, auch der VfL, hätte heute den Sieg verdient gehabt.“


TeBe Berlin U17 - VfL Osnabrück U17 4:2 im Elfmeterschießen (1:1 zur Halbzeit und nach Verlängerung, 0:0)

VfL-U-17: Popescu – Uchtmann, Onken, Duhme, Schüttpelz (53. Bovenschulte) – Berentzen (53. Bertelsmann), Ghassan (65. Klaas), Mittmann (47. Petö), Traore – Baya Baya, Burke.

Tore: 1:0 Sanoh (44.), 1:1 Baya Baya (72.).

Elfmeterschießen: 1:0 Wollenberg, Burke verschießt, 2:0 Schindler, 2:1 Onken, 3:1 Bacak, 3:2 Klaas, 4:2 Etike, Uchtmann verschießt.

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