Lob von Wehens Sportdirektor Neu-Osnabrücker David Blacha ist „ein gestandener Drittliga-Spieler“

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Neu an der Bremer Brücke: David Blacha (rechts), hier 2017 im Wehener Trikot beim Spiel in Osnabrück (im Zweikampf gegen Kwasi Okyere Wriedt). Foto: imago/pmkNeu an der Bremer Brücke: David Blacha (rechts), hier 2017 im Wehener Trikot beim Spiel in Osnabrück (im Zweikampf gegen Kwasi Okyere Wriedt). Foto: imago/pmk 

Osnabrück. Der neue Kader des VfL Osnabrück nimmt weitere Konturen an – und das mit einem zumindest überraschenden Transfer: David Blacha wechselt vom SV Wehen Wiesbaden an die Bremer Brücke.

Die „technischen Daten“ des 27-jährigen Neuzugangs sprechen für einen gestandenen Drittliga-Spieler: 93 Einsätze und neun Tore für Wehen Wiesbaden in den vergangenen drei Spielzeiten. 2013/14 und 2014/15 spielte der Offensiv-Allrounder für Hansa Rostock in der 3. Liga (73 Einsätze/16 Tore).

In den Jahren davor schnupperte Blacha in Sandhausen und Ahlen schon Zweitliga-Luft. Und warum wechselt er nun von einem Aufstiegskandidaten der vergangenen Saison zu einem Abstiegskandidaten der abgelaufenen Spielzeit? „Weil ich endlich wieder regelmäßig auf dem Platz stehen will – und VfL-Sportdirektor Benjamin Schmedes und Trainer Daniel Thioune mich schnell überzeugt haben“, sagt der Deutsch-Pole, als er am Dienstagnachmittag gerade mit einem Genießerblick die Bremer Brücke inspiziert. Gerade zu Thioune habe er seit Jahren einen engen Draht, „schließlich habe ich mit ihm in Ahlen noch kurz zusammengespielt, anschließend war er dort mein Co-Trainer.“

„Ehrlich diskutiert“

Blacha will spielen, was er insbesondere in der Rückserie in Wiesbaden nicht mehr regelmäßig durfte. Coach Rüdiger Rehm favorisierte oft ein Spielsystem, in dem für den quirligen Mittelfeldmotor kein Platz mehr war. Dennoch gehörte der von der Mannschaft gewählte Kapitän bis zum Saisonende zu den Leadern im Team der Hessen.

Das vorbildliche Verhalten sei auch ein Grund dafür gewesen, dass die Wehener bereit gewesen seien, den noch bis 2019 laufenden Vertrag mit Blacha aufzulösen, teilt SVWW-Sportdirektor Christian Hock auf Anfrage mit. „David ist ein verdienter Spieler. Wir haben offen und ehrlich mit ihm seine sportliche Situation diskutiert – und wollten ihm keine Steine in den Weg legen.“ Hock und Blacha einigten sich somit am Montag auf einen Auflösungsvertrag, am Dienstag unterschrieb der Spieler in Osnabrück einen Vertrag bis zum 30. Juni 2020.

Die erwähnten Steine hätten eine Ablösesumme sein können, die laut transfermarkt.de aktuell bei 275000 Euro liegt. „Das hätten wir natürlich nie zahlen können“, sagt Osnabrücks Sportdirektor Schmedes, der sich nun über „einen gestandenen Drittliga-Spieler“ freut, „der uns insbesondere aufgrund seiner außerordentlichen Variabilität weiterhelfen wird“.

Getrennte Wege gehen dagegen künftig Jannik Tepe und der VfL. Der 19-Jährige hat sich nach Angaben der Osnabrücker gegen das Vertragsangebot des VfL entschieden und sucht eine neue Herausforderung an einem Standort, der ihm parallel ein Universitätsstudium im Bereich Maschinenbau ermögliche. „Wir hätten Jannik gerne gehalten und ihn weiterentwickelt. Er möchte unbedingt ein universitäres Maschinenbau-Studium beginnen, das ist in Osnabrück leider nicht möglich“, sagt Schmedes.


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