VfL Osnabrück holt Innenverteidiger Maurice Trapp aus Chemnitz an die Bremer Brücke

Kopfballstarker Defensivspieler: Maurice Trapp (links), hier im Trikot des Chemnitzer FC im Spiel gegen den VfL Osnabrück mit Halil Savran. Foto: imago/KruczynskiKopfballstarker Defensivspieler: Maurice Trapp (links), hier im Trikot des Chemnitzer FC im Spiel gegen den VfL Osnabrück mit Halil Savran. Foto: imago/Kruczynski

hp Osnabrück. Der VfL Osnabrück verpflichtet einen weiteren Innenverteidiger mit Gardemaß: Maurice Trapp unterschrieb am Montag einen Vertrag bis zum 30. Juni 2020. Der 26-Jährige kommt vom insolventen Absteiger Chemnitzer FC.

Nach dem aus Magdeburg geholten Felix Schiller (1,90 Meter) hat Sportdirektor Benjamin Schmedes den zweiten Berliner „Funkturm“ verpflichtet: Auch Maurice Trapp (1,91 Meter) stammt aus der Hauptstadt, ist im Stadtteil Neukölln aufgewachsen. Ausgebildet wurde er ab der D-Jugend bei Union Berlin. Für die „Eisernen“ gab Trapp am 15. Mai 2011 sein Profidebüt in der 2. Bundesliga, zur Pause eingewechselt verlor er mit Union 2:3 beim Karlsruher SC.

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„Ich freue mich auf Osnabrück und den VfL. Das ein bekannter Name mit viel Tradition und Zugkraft“, sagte Trapp, als er am Montag zu Medizincheck, Vertragsunterschrift und Wohnungssuche in Osnabrück war. Die Chemnitzer hatten den Innenverteidiger vom Regionalligisten Berliner AK geholt, wo Trapp zwei Jahre eine feste Größe im Abwehrzentrum gewesen war; zunächst unter Trainer Steffen Baumgart, dann bei Jörg Goslar.

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In Chemnitz eroberte sich der Defensivspieler auf Anhieb einen Stammplatz und verpasste bis zur Winterpause nur ein Spiel, ehe ihn ein Muskelfaserriss stoppte. In den letzten sieben Spielen stand Trapp wieder in der Startelf; er galt als einer der wenigen Lichtblicke einer Saison, die für den Ex-Zweitligisten völlig überraschend mit dem sportlichen und wirtschaftlichen K.o. endete.

„Gerade in der 3. Liga ist es sehr wichtig, dass die Mischung stimmt aus Führungsspielern und jungen Profis“, sagt Trapp über die Saison in Chemnitz, „niemand hat mit dem Abstieg gerechnet. Die Mannschaft hat ihren Weg gesucht, aber einfach nicht zu sich gefunden.“

VfL-Sportdirektor Schmedes beschreibt den dritten Neuzugang so: „Er ist kopfballstark und physisch robust, dabei kann er im Aufbau spielerische Lösungen anbieten. Und er kann in verschiedenen Systemen verschiedene Defensivpositionen übernehmen.“ Der 1,91 Meter große Linksfuß kann – beispielsweise – auch als Linksverteidiger agieren.

Maurice Trapp ist nach Anas Ouahim (offensives Mittelfeld, vom 1. FC Köln, Vertrag bis 30. Juni 2020), und Felix Schiller (Innenverteidiger, vom 1. FC Magdeburg, Vertrag bis 30. Juni 2020) der dritte externe Zugang des VfL in diesem Sommer.

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