Entdeckt beim BSV Holzhausen VfL-Ikone Walter Bensmann feiert 80. Geburtstag

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Osnabrück. Walter Bensmann, einer der populärsten und besten Fußballer dieser Region, feiert an diesem Mittwoch seinen 80. Geburtstag. Er war in den 50er Jahren ein unerschrockener Stürmer des VfL Osnabrück und später auch ein mitreißender Trainer.

Er lebt mit seiner Ehefrau Anne dort, wo er mit sieben Geschwistern aufwuchs und beim BSV mit dem Kicken begann: in Holzhausen. 1954 wechselte das Talent in die Jugend des VfL, 1956 debütierte er mit 17 Jahren in der ersten Mannschaft. In 85 Oberligaspielen erzielte er 35 Tore – kein Wunder, dass andere Clubs ihn umwarben.

Preußen Münster machte 1961 das Rennen und zog 1963 auch dank einiger Bensmann-Treffer in die Bundesliga ein. Er war mit 26 im besten Fußballer-Alter, als die erste schlimme Verletzung der Liga-Geschichte seine Karriere beendete: Am 18. Januar 1964 schlug Bensmann nach einem Zusammenprall mit dem Braunschweiger Hennes Jäcker mit dem Kopf auf dem gefrorenen Boden auf und erlitt einen doppelten Schädelbasisbruch.

„Es war mein Glück, dass der Chef der Uniklinik auf der Tribüne saß und sofort den Ernst der Lage erkannte“, sagt Bensmann, der sich nicht an den Unfall-Hergang erinnern kann, „Professor Sunder-Plaßmann hat mir das Leben gerettet.“

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Seine Profilaufbahn war beendet, doch nie hat der positiv denkende Mensch dem nachgetrauert – im Gegenteil. „Ich danke dem Herrgott jeden Tag für mein Glück, dass mir das Schicksal eines Jo Deckarm erspart geblieben ist.“ Der Gummersbacher Weltklasse-Handballer lag nach einem ähnlichen Unfall 131 Tage im Koma und wurde zum Pflegefall.

Als Spielertrainer und Trainer feierte Bensmann mit dem BSV Holzhausen viele Erfolge, Höhepunkt war der Einzug ins Finale des Niedersachsenpokals 1972. Auch beim TuS Borgloh und TuS Hilter ist er in bester Erinnerung – ebenso wie bei der Druckerei Niemeyer in Ostercappeln, für die er über 40 Jahre tätig war.

Mit ihm über Fußball zu sprechen ist immer ein Vergnügen. Seine Ansichten treffen den Punkt und zeigen, dass auch der moderne Fußball alte Tugenden braucht.


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