Verabschiedungen und Protest Saisonfinale des VfL Osnabrück daheim: Eine Frage der Ehre

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Steht vor seinem Spiel Nummer drei für den VfL in der 3. Fußball-Liga: Torwart Leon Tigges, dessen Vertrag zum Saisonende ausläuft. Foto: Helmut KemmeSteht vor seinem Spiel Nummer drei für den VfL in der 3. Fußball-Liga: Torwart Leon Tigges, dessen Vertrag zum Saisonende ausläuft. Foto: Helmut Kemme

Osnabrück. Eine Frage der Ehre. Diese vier Worte sollten die Profis des VfL Osnabrück am Samstag im Hinterkopf haben, wenn um 13.30 Uhr das letzte Heimspiel der Drittliga-Seuchensaison 2017/18 gegen Werder Bremens U23 angepfiffen wird.

Geht es um nichts mehr? Doch, um die erwähnte Ehre. Der VfL benötigt keine Punkte mehr, um den Klassenerhalt zu sichern. Aber er benötigt Punkte, um seine mit zuletzt zehn sieglosen Spielen bislang längste Negativserie in der 3. Fußball-Liga zu stoppen. Ein Sieg könnte zwar nicht mehr die verkorkste Saison retten, jedoch wenigstens ein bisschen die lila-weiße Seele streicheln.

Mit welchem Personal soll das gelingen? Im Vergleich zur Vorwoche muss Trainer Daniel Thioune auf die gesperrten Konstantin Engel und Bashkim Renneke verzichten. Stephen Sama und Furkan Zorba fallen kurzfristig verletzt aus. Im Kader stehen vier A-Jugendliche: Yannick Rohrmann (Torwart) sowie Felix Agu, Tim Möller und Jannik Tepe.

Drittliga-Spiel Nummer drei für Leon Tigges? So ist es geplant. Marius Gersbeck und Tim Paterok sind verletzt – also wird der 19-jährige Keeper wieder zwischen den Pfosten stehen. „Ich freue mich auf jedes Spiel, das ich hier machen darf“, sagt Tigges – und fügt an, dass er in dieser Saison gerne mehr Spielpraxis gesammelt hätte. Aus sportlicher Sicht sei die Abmeldung der zweiten Mannschaft für ihn nicht gerade vorteilhaft gewesen. Der Vertrag von Tigges läuft zum 30. Juni aus. Er habe auch Angebote von anderen Clubs.

Gibt es noch etwas? Ja. Die Violet Crew hatte in der vergangenen Woche Flugblätter verteilt, auf denen die Zuschauer aufgefordert werden, aus Protest gegen Geschäftsführer Jürgen Wehlend in der 78. Minute das Stadion zu verlassen, um an der Geschäftsstelle die Tages- und Dauerkarten abzugeben. Thioune will sich dazu nicht ausführlich äußern, sagt aber auch, dass er eine solche Aktion als respektlos gegenüber der Mannschaft empfinde.

Sonst noch irgendwelche Aktionen? Der VfL wird die Spieler verabschieden, die den Club verlassen. Darüber hinaus hat der VfL Familien eingeladen, die in den vergangenen 15 Jahren im VfL-Kreißsaal des Osnabrücker Klinikums ihren Nachwuchs empfangen haben.

Und wie geht‘s nun aus? Es klappt nicht ganz mit der versöhnlichen Vorstellung des VfL – 3:3.


Samstag, 5. Mai 2018: VfL Osnabrück - Werder Bremen U23

So könnten sie spielen:

VfL Osnabrück: 22 L. Tigges – 30 Agu, 4 Appiah, 17 Sušac, 16 Wachs – 10 Groß, 13 Danneberg – 24 Tepe, 26 Klaas, 23 Bickel – 11 Álvarez.

Reserve: 31 Rohrmann (Tor), 2 Ruschmeier, 15 Reimerink, 19 Steffen Tigges, 25 Iyoha, 28 Möller, 29 Krasniqi.

Es fehlen: Engel (Rotsperre), Renneke (Gelbsperre), Gersbeck (Kreuzbandriss), Paterok (Muskelfaserriss), Sama (Knieprobleme), Zorba (Adduktorenprobleme), Heider (Reha/Knie-OP), Dercho (Aufbau), Savran (Reha/Knorpelschaden), Arslan, Kristo, Sen, Falkenberg, Breulmann (nicht im Kader).

Werder Bremen U23: 43 Oelschlägel – 21 Eggersglüß, 28 Verlaat, 5 Volkmer, 36 Jacobsen – 31 Pfitzner, 25 Wagner – 7 Jensen, 38 Schmidt – 32 Kazior, 17 Eilers.

Schiedsrichter: Matthias Jöllenbeck (Müllheim). Der 31-jährige Referee leitete zuletzt am 15. September 2017 ein Spiel mit Beteiligung des VfL (0:1 gegen Erfurt).

Zuschauer: Erwartet werden etwa 6000 Besucher (davon rund acht aus Bremen).

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