Strafmildernde Maßnahmen Pyrotechnik im Derby gegen Meppen: VfL Osnabrück muss 4000 Euro zahlen

Von Sportredaktion

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Das kostet mal wieder: Pyrotechnik im Spiel des VfL gegen Meppen. Foto: KemmeDas kostet mal wieder: Pyrotechnik im Spiel des VfL gegen Meppen. Foto: Kemme

Osnabrück. Für das Abbrennen von Pyrotechnik während des Drittliga-Heimspiels des VfL Osnabrück gegen den SV Meppen am 6. März muss der VfL eine Geldstrafe von 4000 Euro zahlen.

Nach Angaben des VfL hat das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) im Einzelrichterverfahren dem VfL die Geldstrafe auferlegt. Der VfL habe diesem Urteil zugestimmt, es sei damit rechtskräftig. Weiterlesen: VfL Osnabrück: Chaoten kosten zwei gute Fußballer

Durch die präventiven und teils repressiven Maßnahmen, die der VfL nach den Vorkommnissen im Heimspiel gegen den SV Meppen konsequent ergriffen und durchgesetzt habe, sei es gelungen, die zu erwartende DFB-Strafe bereits in erster Instanz um rund 20000 bis 30000 Euro zu reduzieren, teilt der VfL weiter mit. „Zu den vom DFB im Strafantrag als strafmildernd bezeichneten Maßnahmen gehören beispielsweise die Identifizierung tatsächlich beteiligter Störer und deren Belegung mit Hausverboten, die Schließung des Verkaufsstandes der Ultras oder die Einschränkung zugelassener Fan-Utensilien.“

91000 Euro in fünf Jahren

Zwei Spieltage vor Ende der Saison seien bisher Strafen in Höhe von insgesamt 28000 Euro beim VfL Osnabrück aufgelaufen. „In der Strafentabelle der 3. Liga stehen die Lila-Weißen damit auf dem fünften Rang. In den vergangenen fünf Jahren musste der VfL 91000 Euro Strafgelder an den DFB überweisen, davon fielen 77000 Euro auf den Einsatz von Pyrotechnik. In den drei Spielzeiten 2013/14, 2014/15 und 2015/16 sammelten sich Strafen in Höhe von 42000 Euro an, in den letzten beiden Saisons sind es bisher schon 49000 Euro, was einen Schnitt von rund 25000 Euro pro Runde bedeutet.“ Die Tendenz sei steigend.

„Tür bleibt offen“

„Das Zünden von Pyrotechnik stellt grundsätzlich eine erhebliche Gefahr für die im Stadionbereich befindlichen Zuschauer dar. Deshalb ist es verboten und seitens der Vereine zu unterbinden. In dem konkreten Fall war insbesondere die Art und Weise dadurch äußerst gefährlich, weil unbeteiligte Zuschauer in der gesamten Ostkurve völlig unkontrolliert in Mitleidenschaft gezogen wurden. So etwas ist nicht zu entschuldigen. Deshalb haben Geschäfts- und Vereinsführung entschieden gehandelt. Die ergriffenen Maßnahmen haben im Ergebnis dazu geführt, einen größeren finanziellen Schaden vom VfL abzuwenden“, wird VfL-Geschäftsführer Jürgen Wehlend zitiert. Im Dialog mit der Fanszene gehe es weiterhin darum, den mit der Arbeitsgemeinschaft Fan-Utensilien 2013 eingeschlagenen Weg für Gestaltungsfreiheit in der Kurve weiterzugehen. „Dafür war und bleibt unsere Tür stets offen, die Hand ausgestreckt.“


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