Saison-Verlust drei Millionen Euro? Der Karlsruher SC hängt am Tropf eines Selfmade-Milliardärs

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Über die Relegation zurück in die 2. Bundesliga? Die Mannschaft des Karlsruher SC hat im Rennen um den dritten Platz in der 3. Liga derzeit einen Punkt Vorsprung vor dem SV Wehen Wiesbaden. Foto: imago/EibnerÜber die Relegation zurück in die 2. Bundesliga? Die Mannschaft des Karlsruher SC hat im Rennen um den dritten Platz in der 3. Liga derzeit einen Punkt Vorsprung vor dem SV Wehen Wiesbaden. Foto: imago/Eibner

Karlsruhe. Zum dritten Mal nach 2001 und 2013 will der Karlsruher SC den Betriebsunfall des Abstiegs aus der 2. Bundesliga umgehend korrigieren. Möglich ist das dem mit dem größten Etat gestarteten Topfavoriten nur noch über die Relegation.

Rekordkulisse beim 0:0 gegen Paderborn

Vor der Rekordkulisse der Saison (17000) reichte es gegen Aufsteiger SC Paderborn nur zu einem 0:0, der Vorsprung auf den SV Wehen (3:0 gegen Zwickau) beträgt nur noch einen Punkt. Die Tordifferenz (+19) ist deutlich schlechter als die des SVWW (+37), der das schwerere Restprogramm hat: In Paderborn und gegen Aalen.

Programmiert auf Wiederaufstieg: Der KSC vor dem Saisonstart

Der KSC kann mit zwei Siegen – in Aalen und gegen Jena – den dritten Platz erreichen und müsste dann gegen den Drittletzten der 2. Bundesliga – derzeit Greuther Fürth – um einen Platz im Unterhaus spielen.

Der Ex-VfLer im Trikot des KSC: Dave Pisot im Interview

Foto: NOZ MEDIEN

Sollte der Sprung zurück gelingen, wäre es ein Aufstieg auf Pump. Über 5,2 Millionen Euro gibt der KSC für die Personalkosten der Lizenzspielerabteilung aus. In der Etatplanung für die Saison 2017/18 kalkulierte man mit einem Verlust von 1,8 Millionen Euro – trotz der Zusatzeinnahmen aus dem DFL-Solidarfonds (500000 Euro) und dem DFB-Pokal (250000 Euro). Wie eng es ist, zeigt die Abmeldung der 2. Mannschaft aus der Oberliga zur nächsten Saison. Damit werden 500000 Euro eingespart.

Der Stabilisator der Defensive: Trainer Alois Schwartz im Porträt

Nach Schätzungen der „Badischen Neuesten Nachrichten“ schließt der KSC die Saison mit einem Minus von drei Millionen Euro ab. Im Herbst 2017 hatte die Führung um den Präsidenten Ingo Wellenreuther das negative Eigenkapital mit drei Millionen Euro beziffert.

Selfmade-Milliardär sichert die Existenz

Die Existenz wird gesichert durch treue Hausbanken und vor allem den Selfmade-Milliardär Günter Pilarsky, der aus einem Schrotthandel ein weltweit agierendes Unternehmen aufgebaut hat, das mit dem Recycling von Edelstahl einen Jahresumsatz von über zwei Milliarden US-Dollar erzielt. Seine Darlehen und Geldspritzen auf Besserungsschein halten den KSC am Leben.

Neues Stadion für 125 Millionen Euro finanziert die Stadt vor

Der Aufstieg würde passen zum Stadionneubau: Nach jahrelangen Verhandlungen gab es in der vergangenen Woche grünes Licht für den neuen Wildpark, der an alter Stelle bis Herbst 2021 entstehen soll. Die Kosten von mindestens 125 Millionen Euro finanziert die Stadt vor, der KSC zahlt per Stadionpacht über 33 Jahre zurück.

Quellen: Badische Neueste Nachrichten, kicker.


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