Neue Proteste gegen VfL-Geschäftsführer Jürgen Wehlend: Das ist Populismus der Ultras

Stiller Beobachter: Jürgen Wehlend. Foto: Helmut KemmeStiller Beobachter: Jürgen Wehlend. Foto: Helmut Kemme

Osnabrück. Der Ärger über die sportliche Talfahrt und die Sorge um die finanzielle Lage des VfL Osnabrück werfen bei Fans und Sponsoren kritische Fragen an Vereins- und Geschäftsführung auf. Vor der neuen Saison gibt es Klärungsbedarf: Wie geht es weiter? Wie kann eine Perspektive die Existenz in der 3. Fußball-Liga sichern?

Die Ultras der Violet Crew spitzen ihre Kritik seit Wochen auf Jürgen Wehlend zu. Auf Spruchbannern und Flugblättern, auf Webseiten und in Internet-Foren wird der seit 2013 amtierende Geschäftsführer persönlich attackiert und massiv zum Rücktritt aufgefordert.

1:2 gegen Jena: VfL vergrault weiter seine Zuschauer

Die Dialogangebote von Wehlend und vom VfL-Präsidium verhallen offenbar. Wehlend will den Kurs der Sachlichkeit nicht verlassen, will sich der Kritik stellen und sein Konzept erklären. „Auf den Populismus der Ultras von der Violet Crew reagiere ich mit der gebotenen Gelassenheit und Sachlichkeit. Der VfL hat allen Grund, den dröhnenden Parolen der letzten Wochen mit Selbstvertrauen zu begegnen. Wir müssen jetzt ruhig bleiben und die richtigen Dinge tun“, sagte er.

Violet Crew verteilt Flugblätter

Die Violet Crew verteilte Flugblätter, auf denen die Zuschauer aufgefordert werden, am Samstag beim Heimfinale gegen die U23 von Werder Bremen in der 78. Minute das Stadion zu verlassen, gemeinsam zur Geschäftsstelle zu gehen und dort die Tages- und Dauerkarten abzugeben. Ziel des Protests: keine Vertragsverlängerung mit Wehlend, verbunden mit einem Neuanfang „ohne Einflussnahme der Stadt Osnabrück“.

Am 15. Mai stellt sich die Führungscrew beim Fantalk den Fragen, bis zum 29. Mai müssen die Auflagen im Lizenzverfahren erfüllt werden; in den Tagen danach wird mit dem Bescheid aus Frankfurt gerechnet.