19-Jähriger erstmals in 3. Liga VfL-Debütant Agu: Morgens wuchs die Nervosität

Von Johannes Kapitza

Ein engagiertes Debüt in der 3. Liga gab VfL-Youngster Felix Agu (rechts), hier gegen Jenas Kapitän René Eckardt.. Foto: Helmut KemmeEin engagiertes Debüt in der 3. Liga gab VfL-Youngster Felix Agu (rechts), hier gegen Jenas Kapitän René Eckardt.. Foto: Helmut Kemme

Osnabrück. Das Ergebnis minderte die Freude, und doch war es für Felix Agu „ein schönes Gefühl“, gegen den FC Carl Zeiss Jena erstmals in der 3. Liga aufzulaufen. Der 19-Jährige, der noch zum Kader der A-Jugend gehört, spricht im Interview über sein Debüt in der Startelf.

Herr Agu, wie war das Drittligadebüt für Sie?

Es war ein schönes Gefühl, dass ich mein Debüt in einem Heimspiel geben durfte und dann volle 90 Minuten gespielt habe. Das Ergebnis war natürlich nicht schön. Das hat meine Premiere im Nachhinein verschlechtert.

Was war aus Ihrer Sicht ausschlaggebend?

Wir hätten noch mehr kämpfen müssen. Die beiden Gegentore haben wir uns dumm eingefangen.

Wann haben Sie erfahren, dass Sie in der Startelf stehen?

Nach dem Abschlusstraining am Freitag hat mir Daniel Thioune gesagt, dass ich spiele. Da war ich ziemlich glücklich.

Haben Sie in der Nacht vor dem Spiel gut geschlafen?

Ja, aber als ich morgens aufgewacht bin, ist dann doch die Nervosität gewachsen.

Als Jugendspieler beim VfL arbeitet man darauf hin, an der Bremer Brücke aufzulaufen. Wie war es für Sie, aus dem Spielertunnel auf den Rasen zu kommen?

Es hat mir einen Energieschub gegeben, als die Fans uns zugejubelt haben. Das war ein schönes Gefühl.

Man hat gemerkt, dass Sie sich erst ein bisschen einfinden mussten. Irgendwann war dann der Moment da, ab dem Sie besser im Spiel waren…

Ich habe das ganze Drumherum ein bisschen ausgeblendet und irgendwann hat es sich nicht mehr so besonders angefühlt.

Mit Christian Groß hatten Sie einen erfahrenen Spieler an Ihrer Seite…

Ja. Er hat mir Sicherheit gegeben und hat mich viel gecoacht. Mit Bashkim Renneke hatte ich auf meiner Seite ja auch einen Spieler vor mir, der defensiv arbeitet – da hatte ich viel Unterstützung.

Konstantin Engel und Bashkim Renneke sind im nächsten Spiel gesperrt – Ihre Chance für den nächsten Startelf-Einsatz?

Ich schreibe ja nebenbei noch mein Abitur, aber wenn der Trainer mit meiner Leistung zufrieden war, will ich auf jeden Fall gerne noch mal spielen.