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Großeinsatz der Polizei Jena-Chaoten und VfL-Hooligans: Rechtsradikale reißen Frau Kopftuch vom Kopf

Von Sportredaktion

Mit einem Großeinsatz am Adolf-Reichwein-Platz verhinderte die Polizei am Samstag einen Angriff gewaltbereiter Fußball-Chaoten aus Jena auf Fans des VfL Osnabrück. Foto: Festim BeqiriMit einem Großeinsatz am Adolf-Reichwein-Platz verhinderte die Polizei am Samstag einen Angriff gewaltbereiter Fußball-Chaoten aus Jena auf Fans des VfL Osnabrück. Foto: Festim Beqiri 

Osnabrück. Vor und nach dem Fußballspiel in der 3. Liga zwischen dem VfL Osnabrück und FC Carl Zeiss Jena schritt die Polizei mit Großeinsätzen ein, um Ausschreitungen zu verhindern oder zu beenden. In der Innenstadt konnte ein Angriff gewaltbereiter Jenaer Fußball-Chaoten gerade noch abgewendet werden. Nach dem Spiel griffen Hooligans aus dem VfL-Umfeld am Bahnhof mit fremdenfeindlicher Motivation Menschen an.

Rund um ein bedeutungsarmes Drittligaspiel haben Fußball-Chaoten die Polizei an mehreren Orten in der Stadt zu massiven Einsätzen herausgefordert. Vor der Partie gegen Jena identifizierten Ermittler in der Innenstadt gerade noch rechtzeitig eine etwa 70 Personen starke Gruppe gewaltbereiter Chaoten aus Jena. (Weiterlesen: Lebloser VfL Osnabrück kassiert gegen Jena sechste Heimniederlage)

Die in mehreren Kleinbussen angereisten, teilweise polizeibekannten potenziellen Gewalttäter suchten die Konfrontation mit VfL-Fans, von denen sich viele traditionell in der Kneipe „Grüner Jäger“ am Adolf-Reichwein-Platz treffen.

Polizei verhindert Angriff Jenaer Chaoten auf VfL-Fans

„Es ist gelungen, das Aufeinandertreffen mit Osnabrücker Fans zu verhindern. Dabei war klar zu erkennen, dass die Jenenser massiv einen solchen Angriff gesucht hatten“, sagte Polizei-Einsatzleiter Alexander Meyer. Die Beamten, die auch Pfefferspray einsetzen, sprachen gegen die Chaoten aus Jena Betretungsverbote aus; das heißt, die Gruppe musste das Stadtgebiet verlassen und wurde von der Polizei aus Osnabrück hinaus eskortiert.

Angst und Aufregung rund um den Kinderspielplatz

Rund um den beliebten Kinderspielplatz am Adolf-Reichwein-Platz sorgten die Chaoten und der notwendige Polizeieinsatz bei Kindern, Eltern und Passanten für Unruhe, Angst und Aufregung. (Weiterlesen: VfL vergrault weiter seine Zuschauer)

Den zweiten Einsatz löste eine ebenfalls polizeibekannte Gruppe gewaltbereiter Hooligans aus dem VfL-Umfeld aus. Sie suchten nach Angaben der Polizei mit Unterstützung gleichgesinnter Gewalttäter aus Bochum und Essen auf der Westtribüne die Konfrontation mit Jena-Fans im benachbarten Gästeblock. (Weiterlesen: Die Stimmen zur Niederlage gegen Jena)

Fremdenfeindliche Angriffe von Hooligans am Bahnhof

Auch hier griff die Polizei ein und stellte die Personalien der Hooligans fest. Die wurden am frühen Abend am Hauptbahnhof erneut auffällig: Mit klar erkennbarem rechtsradikalem Hintergrund ließen sie ihren fremdenfeindlichen Hass an Menschen aus, die ihrem Feindbild entsprechen – mit bösartigen verbalen und handfesten körperlichen Attacken von strafrechtlicher Relevanz.

Rechtsradikale Hooligans reißen Frau Kopftuch vom Kopf

Eine Frau wurde nach Polizeiangaben verletzt, als ihr die Gewalttäter das Kopftuch vom Kopf rissen. Die Polizei griff erneut ein und ermittelte zumindest einen Teil der Täter.

Update: Nach Informationen von Montag, 30. April, handelt es sich bei dem Opfer nicht um eine Frau, sondern um ein 11-jähriges Mädchen. Die Polizei sucht Zeugen und hat eine Täterbeschreibung veröffentlicht.


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