Stimmen zum 1:2 gegen Jena VfL-Spieler Danneberg: Es ist einfach frustrierend

Von Johannes Kapitza und Harald Pistorius

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Enttäuschte Spieler bei den enttäuschten Fans: Tim Danneberg und Leon Tigges (von links). Foto: Helmut KemmeEnttäuschte Spieler bei den enttäuschten Fans: Tim Danneberg und Leon Tigges (von links). Foto: Helmut Kemme 

Osnabrück. Die Fans, die Spieler und der Trainer des VfL Osnabrück waren tief enttäuscht. Mit dem 1:2 gegen Carl Zeiss Jena hat sich die Sieglos-Serie der Lila-Weißen verlängert. Die Stimmen zum Spiel.

VfL-Trainer Daniel Thioune: Wir wollten früh pressen und den Gegner unter Druck setzen, aber das ist uns schon nicht gelungen. Nach dem 0:1 hat man gemerkt, dass der Rucksack für die Jungs immer schwerer wurde. Erst nach dem Anschlusstreffer lief es etwas besser, und der Ausgleich war möglich, aber es wäre ein glücklicher Punkt gewesen. Dass die Zuschauer sauer und enttäuscht sind, kann ich verstehen, dem müssen wir uns stellen. Es ist ja nicht nur die Enttäuschung über dieses ein Spiel, sondern über die Entwicklung der letzten Wochen. Auch die Vorwürfe, dass sich nicht jeder mit letzter Konsequenz und Leidenschaft eingesetzt hat, müssen wir uns gefallen lassen. Wir – Sportdirektor Benjamin Schmedes und ich – haben die Chance, daran etwas zu verändern. Wir wollen eine Mannschaft zusammenstellen, die sich solche Vorwürfe niemals gefallen lassen muss.

Jena-Trainer Mark Zimmermann: Wir sind scheinbar auf den Geschmack gekommen, denn zweimal hintereinander haben wir in dieser Saison noch nicht gewonnen. Für mich persönlich war es der erste Sieg an der Bremer Brücke. Es war ein verdienter Sieg, denn wir haben mutig und offensiv gespielt. Am Ende wurde es zwar noch einmal eng, denn Osnabrück kam auf und hätte sich mit etwas Glück dafür noch belohnen können.

VfL-Stürmer Marcos Álvarez: Wir haben nicht so gespielt, wie wir zuhause eigentlich auftreten wollten. Wir hatten nicht viele Torchancen. In der zweiten Halbzeit wurde es ein bisschen besser. Aber dann kriegen wir ein Eiertor zum 0:1, und dann zieht es sich so durch wie in den letzten Wochen, dass wir es nicht schaffen, so ein Spiel noch zu drehen. Wir haben oft genug die Chance gehabt, etwas bei den Fans gutzumachen, aber die Fans sind leider Gottes langsam froh, wenn die Saison vorbei ist.

VfL-Mittelfeldspieler Tim Danneberg: Es ist einfach frustrierend. Es ist auf Deutsch gesagt eine Saison für den Arsch. Wenn wir nicht bereit sind, auf dem Platz eklig zu sein, dann kommt so eine Saison zustande. Der unbedingte Wille, Spiele für uns zu entscheiden, hat uns in vielen Belangen gefehlt, heute definitiv auch. Wir haben uns vor diesem Spiel so viel vorgenommen nach dieser verkorksten Saison. Wir wollten in den beiden Heimspielen gegen Jena und Bremen das Maximum an Leistung und Punkten herausholen, aber das haben wir nicht geschafft. Da muss sich jeder selbst hinterfragen. In der ersten Halbzeit lief alles auf ein 0:0 hinaus, aber da muss man es dann auch mal schaffen, für diese Überraschungsmomente zu sorgen. Das ist uns heute nicht gelungen, wie leider so oft. Wir haben uns nach dem 0:1 ein bisschen unserem Schicksal untergeben. Nach dem 0:2 haben wir noch Willen gezeigt, aber es ist dann so, dass es in vielen Situationen einfach zu spät ist.


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