Fußball-Bezirkspokal aufgewertet NFV reformiert Landespokal: Dritt- und Regionalligisten unter sich

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Im niedersächsischen Landespokal bleiben die Dritt- und Regionalligisten künftig unter sich. Für die kleineren Klubs steigen damit die Chancen, in den DFB-Pokal zu kommen. Archivfoto: Helmut KemmeIm niedersächsischen Landespokal bleiben die Dritt- und Regionalligisten künftig unter sich. Für die kleineren Klubs steigen damit die Chancen, in den DFB-Pokal zu kommen. Archivfoto: Helmut Kemme

spo/dn/jka Osnabrück. Der Niedersächsische Fußball-Verband (NFV) reformiert zur kommenden Saison seinen Landespokal. Die beiden Klubs, die sich für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals qualifizieren, werden künftig in zwei voneinander getrennten Wettbewerben ermittelt, wie der NFV mitteilt.

Die Drittligisten VfL Osnabrück und SV Meppen bleiben mit den niedersächsischen Klubs aus der Regionalliga Nord wie dem VfB Oldenburg, Germania Egestorf-Langreder, der Spielvereinigung Drochtersen/Assel und dem BSV Rehden unter sich. Für diese Klubs wird der Wettbewerb härter, weil sie als Gegner keine klassentieferen Vereine mehr bekommen können. Die Übermacht aus den vergangenen Saisons, als Dritt- und Regionalligisten das Gros der Finalisten stellten und am DFB-Pokal teilnahmen, wird sich damit nicht wiederholen können.

Klassentiefere Klubs haben es leichter

Im anderen Ast des Pokalbaumes spielen die Teams der Oberliga Niedersachsen (unter anderem TuS Bersenbrück) zusammen mit den vier Bezirkspokalsiegern aus Weser-Ems, Hannover, Braunschweig und Lüneburg. Für die kleineren Klubs steigen damit die Chancen, einen Startplatz im DFB-Pokal zu erreichen, weil sie den Dritt- und Regionalligisten aus dem Weg gehen. Zuletzt gelang in der Saison 2013/14 mit FT Braunschweig einem Oberligisten der Sprung ins Finale des NFV-Pokals. In den letzten zehn Saisons (inklusive der laufenden Spielzeit) gelang das außerdem nur noch Kickers Emden 2010/11. Auch die Bezirkspokale werden durch den neuen Modus attraktiver. „Das ist ein Zeichen an die Basis. Wir wollen für die unterklassigen Vereine die Chance auf den DFB-Pokal erhöhen“, sagt Dominic Rahe aus der NFV-Pressestelle.

NFV-Präsident Distelrath: Zwei echte Endspiele

„Bisher standen wir vor dem Problem, dass das niedersächsische Endspiel sportlich nur einen geringen Wert hatte, weil bereits beide Halbfinalsieger für den DFB-Pokal qualifiziert waren. Das ändert sich mit der Reform nun. Jetzt haben wir sogar zwei echte Endspiele“, wird NFV-Präsident Günter Distelrath in einer Mitteilung des Verbandes zitiert. Ganz ausgefeilt ist das Konzept noch nicht – wer am Ende niedersächsicher Pokalsieger wird, ist zum Beispiel unklar. „Das wird noch überlegt, vielleicht gibt es dann zwei Pokalsieger“, sagt Rahe.

„Die Reform wurde einstimmig im Verbandsspielausschuss erarbeitet und ebenso einstimmig im Präsidium des NFV verabschiedet. Dies zeigt den breiten Konsens für das neue Format“, sagt Jürgen Stebani, der Vorsitzende des Spielausschusses. Er erhofft sich aus der Neuordnung unter anderem eine leichtere Terminfindung für die Partien im Landespokal, weil Dritt- und Regionalligisten schon früher als die Oberliga in die Saison starten.

Auslosung Anfang Juni

Die Paarungen der beiden Wettbewerbe sollen Anfang Juni in Barsinghausen ausgelost werden. Für die Konkurrenz der Dritt- und Regionalligisten sind zwei Qualifikationsspiele und anschließend drei Runden vorgesehen (Viertel-, Halbfinale, Endspiel). In der aktuellen Saison wären zehn Teams in diesem Wettbewerb gewesen. Die Konkurrenz der klassentieferen Teams umfasst 20 Mannschaften. Nach vier Qualifikationsspielen geht es in der zweiten Runde mit dem Achtelfinale der letzten 16 Mannschaften bis zum Finale weiter. Insgesamt werden also fünf Runden gespielt.


Finalisten im Fußball-Niedersachsenpokal in den letzten zehn Saisons

2008/09 Eintr. Braunschweig (3. Liga) - Emden (3. Liga) 1:2

2009/10 Osnabrück (3. Liga) - Wilhelmshaven (Regionalliga) 4:6

2010/11 Emden (Oberliga) - Eintr. Braunschweig (3. Liga) 1:2

2011/12 Wilhelmshaven (Regionalliga) - Havelse (Regionalliga) 1:2

2012/13 Wilhelmshaven (Regionalliga) - Osnabrück (3. Liga) 2:4

2013/14 FT Braunschweig (Oberliga) - Rehden (Regionalliga) 1:2

2014/15 Meppen (Regionalliga) - Osnabrück (3. Liga) 4:5 n.E.

2015/16 Osnabrück (3. Liga) - Lüneburger SK (Regionalliga) 1:0

2016/17 Egestorf-Langreder (Regionalliga) - Drochtersen/Assel (Regionalliga) 0:2

2017/18 Drochtersen/Assel (Regionalliga) - Jeddeloh (Regionalliga)

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