VfL-Torhüter im Interview Marius Gersbeck: Wir dürfen nicht so auseinanderbrechen

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Bekam auch Trost am Zaun: VfL-Torhüter Marius Gersbeck. Foto: Helmut KemmeBekam auch Trost am Zaun: VfL-Torhüter Marius Gersbeck. Foto: Helmut Kemme

Osnabrück. Nach dem 0:5 gegen den SC Paderborn haben die Spieler des VfL Osnabrück mit einigen Fans in der Ostkurve gesprochen. Torhüter Marius Gersbeck erzählt im Interview, um was es dabei ging und wieso die Mannschaft nach dem 0:1 regelrecht auseinandergebrochen ist.

Herr Gersbeck, nach dem Spiel hat die Mannschaft, mit Teilen der Fans in der Ostkurve diskutiert. Um was ging es dabei?

Das ist nicht schwer zu erraten: Um unsere Leistung. Ich glaube, keiner hat damit gerechnet, dass wir 3:0 gewinnen, aber es ging darum, wie wir aufgetreten sind. Bis zum 0:1 konnten wir sehr zufrieden sein, danach sind wir, wieso auch immer, auseinandergebrochen. Das war ausschlaggebend für die hohe Niederlage.

An der Entstehung des 0:1 waren Sie beteiligt. Sie haben mit Ihrem Pass Kamer Krasniqi in Bedrängnis gebracht. Hätte man den Ball nicht rausdreschen können?

Das hätte ich mit den zehn Stück vorher auch machen können. Das war das Risiko, das wir gehen wollten. Dann können auch mal Fehler passieren. Das war vielleicht eine doofe Situation, aber ich denke, man kann ihn da anspielen.

0:5-Debakel gegen Spitzenreiter – VfL Osnabrück bricht auseinander

Ziel war es also, es spielerisch zu lösen?

Ja. Und warum auch nicht? Wir brauchen keine Angst zu haben. Wir hatten nichts zu verlieren und haben es bis zum 0:1 auch gut geschafft.

Wieso ist das Team dann so auseinandergebrochen?

Das zeigt auch die Qualität von Paderborn. Aber dennoch darf das nicht passieren.

Es ist nicht zum ersten Mal in dieser Saison passiert – vor allem gegen die Spitzenteams der Liga. Wieso?

Schwer zu sagen. Wir lassen zu schnell den Kopf hängen. Ich weiß nicht, ob wir es diese Saison mal geschafft haben, gegen eine gute Mannschaft ein Spiel zu drehen. Wir haben uns zu oft aufgegeben. Das darf nicht passieren. Das ist eine Einstellungssache. Da muss sich jeder hinterfragen.

0:5 gegen Paderborn – das war die höchste Heimpleite des VfL Osnabrück seit 39 Jahren

Den letzten Sieg diese Saison gab es…

…das ist zu lange her.

…am 24. Februar gegen Großaspach. Verfestigt sich da das Gefühl des Nicht-gewinnen-Könnens im Kopf eines Spielers?

In meinem nicht. Deshalb erinnere ich mich auch nicht an das Datum. Man geht jedes Spiel aufs Neue an und will gewinnen, und wenn es nicht klappt, tut es jede Woche aufs Neue weh.

Der Liveticker zum Nachlesen

Sie als Keeper leiden diese Saison stark darunter. Wieder haben sie fünf Tore kassiert.

Wir sind diese Saison oft nicht konsequent genug und bekommen zu häufig zu einfache Gegentore. Das liegt aber nicht an der Abwehr alleine. Das fängt vorne an.

Habt ihr Spieler den Fans in der Kurve für die letzten vier Spiele noch ein Versprechen gegeben?

Nein. Es muss unser Anspruch an uns selbst sein, dass man keinen Bock hat, jede Woche auf den Sack zu kriegen, sondern gewinnen will.


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