Reaktionen zum 0:5 gegen Paderborn VfL-Trainer Thioune: Müssen uns bei jedem Fan entschuldigen

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Schwerer Gang: Nach der Partie suchten die Spieler den Dialog mit den Fans. Foto: Helmut KemmeSchwerer Gang: Nach der Partie suchten die Spieler den Dialog mit den Fans. Foto: Helmut Kemme 

al/sfe Osnabrück. Das 300. Drittligaspiel geriet für den VfL Osnabrück zum Debakel. Mit 0:5 (0:1) verloren die Lila-Weißen gegen den SC Paderborn. Das sagen Trainer und Spieler zur Heimpleite gegen den Tabellenführer der 3. Fußball-Liga.

Daniel Thioune, Trainer des VfL Osnabrück: „In der ersten Halbzeit haben wir vielleicht zwei Mannschaften auf Augenhöhe gesehen. In der zweiten Halbzeit waren die Mannschaften so weit auseinander, wie Fußball nur auseinander sein kann. Ein deutlicher Klassenunterschied. Meiner Mannschaft hat vermutlich die erste Halbzeit so viel Kraft gekostet, dass sie nach der Pause das Fußballspielen komplett eingestellt hat. Das hatte sehr wenig mit Profifußball zu tun. Wir müssen uns bei jedem einzelnen Fan entschuldigen. Wir konnten uns nicht wehren. Das heute hatte nichts mit dem zu tun, was wir uns vorstellen. Die Kritik, die jetzt aufkommt, ist berechtigt.“

0:5-Debakel gegen Spitzenreiter – VfL Osnabrück bricht auseinander

Steffen Baumgart, Trainer des SC Paderborn: „In der ersten Halbzeit habe ich zwei Mannschaften gesehen, die sich nichts geschenkt haben. Beide Teams haben immer wieder versucht, nach vorne zu spielen. Durch einen individuellen Fehler beim Gegner und gutes Pressing durch uns ist uns das 1:0 gelungen. In der zweiten Halbzeit nimmt das Spiel nach dem 2:0 seinen Lauf. Wir bekamen Ruhe ins Spiel, es funktionierte vieles besser. Wir freuen uns über die drei Punkte.“

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Maros Alvarez, Stürmer des VfL: „Wir waren in der ersten Halbzeit die klar bessere Mannschaft. Paderborn hatte keine Ideen gegen uns. In der Halbzeit sagen wir dann, dass wir den Fehler vom 0:1 wieder gut machen wollen, dann bekommen wir ein zweites und dann lässt sich so eine Mannschaft wie Paderborn das auch nicht mehr nehmen. Aber sich fünf Stück im eigenen Stadion einschenken zu lassen, bei dem was wir uns alles vorgenommen haben, das ist einfach nur peinlich. Dann müssen wir uns zurecht was anhören nach dem Spiel. Nach dem 0:2 sind wir auseinandergebrochen. In so einer Phase, in der wir gerade sind, in der es von außen und innen hagelt, passiert das vielleicht. Uns passiert das aber nun schon wieder. Eigentlich darf das im Profifußball nicht passieren. Dafür habe ich keine Erklärung. Jeder muss sich jetzt selbst an die eigene Nase fassen und seinen Zweikampf, den er mit sich hat, selbst führen. Was wir uns nach dem Spiel von den Fans anhören mussten, das war gerechtfertigt und das gehört dazu. Der VfL ohne die Fans wäre nicht der VfL. Ich bin glücklich, dass es sie gibt. Die sind auch enttäuscht, wie wir.“

Adam Susac, Innenverteidiger des VfL: „Es war wie in den letzten Wochen. Wir fangen gut an, spielen gut – und dann machen wir einen Fehler. Wir machen uns selber kaputt. Die zweite Halbzeit haben wir die Ordnung verloren, dann gab es noch die Rote Karte gegen uns und dann ist alles einfach schlecht gelaufen. Wir haben zu leichte Tore bekommen. Heute hat sich wieder gezeigt, dass wir von den Spitzenteams der Liga weit entfernt sind. Wir spielen unter unserem Niveau. Daran sind wir alle schuld.“


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