Nach dem Einstieg von Tedi bei Hertha BSC Berlin Vertrag läuft aus: VfL Osnabrück sucht neuen Trikotsponsor

Von Harald Pistorius

Vor einem Jahr präsentierten Bashkim Renneke (links) und Tim Paterok im Sommer 2017 bei der Präsentation des neuen Trikotsponsors Tedi. Foto: Helmut KemmeVor einem Jahr präsentierten Bashkim Renneke (links) und Tim Paterok im Sommer 2017 bei der Präsentation des neuen Trikotsponsors Tedi. Foto: Helmut Kemme

Osnabrück. Der VfL Osnabrück sucht nach einem neuen Trikotwerbepartner, doch es ist möglich, dass auch in der nächsten Saison der Sonderpostenmarkt-Kette Tedi auf der Brust des Fußball-Drittligisten wirbt.

Mitte Juli 2017 hatte das Unternehmen aus Dortmund mit dem VfL einen Einjahres vertrag über das Trikotsponsoring geschlossen; inklusive einer Option zur Verlängerung um ein oder zwei Jahre seitens Tedi. „Der Vertrag mit dem VfL Osnabrück läuft bis zum 30. Juni 2018 und die Zusammenarbeit ist prima. Aktuell gibt es unsererseits auch keinen weiteren Mitteilungsbedarf“, beantwortete Tedi die NOZ-Anfrage.

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Nach vom Verein unbestätigten Informationen sucht der VfL Osnabrück nach einem Trikotwerbepartner, würde aber auch gern mit Tedi weiter zusammenarbeiten. Doch das gilt in der Branche eher als unwahrscheinlich, seitdem feststeht, dass das Unternehmen aus der Tengelmann-Gruppe beim Bundesligisten Hertha BSC Berlin die Deutsche Bahn als Haupt- und Trikotsponsor ablöst.

Vor einer Woche hatte Hertha die Branchenspekulationen bestätigt: Der Vertrag mit Tedi läuft über drei Jahre und bringt pro Saison 7,5 Millionen Euro. Zum Vergleich: Der VfL bekommt nach Schätzungen etwa 350000 Euro. Für Tedi sind beide Abschlüsse Teil einer langfristigen Marketing-Strategie im Profifußball.

Nach einem Bericht des Branchemagazins „Sponsors“ ist der Vermarkter Lagardère mit der Umsetzung beauftragt und hat dabei nach inoffiziellen Informatinen für einen Zeitraum von sieben bis acht Jahren ein Budget in zweistelliger Millionenhöhe zur Verfügung. Zum Trikotsponsoring gehört prägnante Bandenwerbung, die in der nächsten Saison auch bei acht Bundesligisten zur Geltung kommt. Darunter sind auch Vereine, die – wie der VfL – vom Lagardère-Wettbewerber Infront Sports & Media vermarktet werden.

Tedi hat die Option in Osnabrück noch nicht gezogen, kann dies aber noch tun. Möglich, dass das Unternehmen andere Sponsoring-Leistungen erwirbt. Oder auf dem Trikot bleibt, wenn der VfL keinen Nachfolger findet.