„Tor-Maschine“ als Jubiläums-Gast VfL Osnabrück vor 300. Drittliga-Spiel – Reimerink und Wachs wieder fit

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Erfolgserlebnis: Am 12. April 2005 feierte der VfL den letzten Heimsieg gegen Paderborn (1:0). Ein hitziges Spiel – hier duellieren sich Osnabrücks Alexander Nouri (links) und der Paderborner Thorsten Becker.  Foto: Helmut KemmeErfolgserlebnis: Am 12. April 2005 feierte der VfL den letzten Heimsieg gegen Paderborn (1:0). Ein hitziges Spiel – hier duellieren sich Osnabrücks Alexander Nouri (links) und der Paderborner Thorsten Becker. Foto: Helmut Kemme

Osnabrück. Der Tabellenführer ist zu Gast. Gegen den SC Paderborn erwartet eigentlich niemand, dass der VfL Osnabrück punktet. Genau das könnte die Chance für ein befreit aufspielendes Team sein, zumal der VfL nach der Insolvenz des Chemnitzer FC sicher in der 3. Fußball-Liga bleiben dürfte.

Wer steht im VfL-Kader? Beim Blick auf die Verletztenliste hat Coach Daniel Thioune eher Probleme, genügend Personal für den 18er-Kader zu finden. So sollte auch der A-Jugendliche Jannik Tepe seine Chance bekommen. Im Abschlusstraining am Freitag zog sich der 19-Jährige dann allerdings eine Zerrung zu. „Pech für den Jungen“, sagt Thioune, der dafür aber wider Erwarten auf Jules Reimerink (Adduktorenprobleme) zurückgreifen kann. Ebenso meldete sich auch Marc Wachs (Rückenbeschwerden) wieder arbeitsfähig zurück.

Ahmet Arslan muss erneut auf der Tribüne Platz nehmen. „Ich habe keinen Anlass, ihn für dieses Spiel jetzt wieder in den Kader zu nehmen“, stellt der Trainer fest. Der 24-Jährige blieb nach seinem missratenen Elfmeter beim Pokal-Aus in Drochtersen für das Liga-Spiel in Zwickau unberücksichtigt. Arslan muss nun weiter schmoren.

Ohne Druck gegen den Spitzenreiter? Über diese Frage will Thioune eigentlich gar nicht lange diskutieren. Auch wenn nach den Entwicklungen in Chemnitz der Klassenerhalt für den VfL so gut wie gesichert sei, erwarte er von seiner Mannschaft in den verbleibenden fünf Spielen maximalen Einsatz. „Es ist Stimmung drin, es ist Leben drin – hier wird nichts abgeschenkt.“ Vielleicht setze die geklärte Frage im Abstiegskampf sogar Kräfte frei, „Ich will nicht ausschließen, dass das bei dem einen oder anderen Spieler eine Blockade gelöst hat.“

Wie schätzt Thioune die Paderborner ein? „Es ist brutal, mit welcher Wucht sie nach vorne kommen“, sagt der Coach. In der Tat, die „Tor-Maschine der Liga“ gibt ihre Visitenkarte an der Bremer Brücke ab. 75 Tore in 33 Spielen ist ein beeindruckender Wert. Sven Michel zählt mit bisher 17 Treffern zu den Top-Torjägern der Liga.

Wie will Thioune dieser „Tor-Maschine“ begegnen? „Wir haben in dieser Woche im Training sehr viel Wert auf die Balleroberung gelegt.“ Gegen den Tabellenführer werde es maßgeblich darauf ankommen, „die Momente des Umschaltspiels zu nutzen“.

Was verrät die Statistik? Dass der letzte Heimsieg des VfL gegen Paderborn 13 Jahre zurückliegt. Am 12. April 2005 siegten die Osnabrücker in der damaligen Regionalliga Nord in einem hitzigen Spiel durch einen von Markus Feldhoff verwandelten Foulelfmeter mit 1:0. Der Ex-Osnabrücker Guido Spork, damals in Diensten der Ostwestfalen, sah die Gelb-Rote Karte.

Gibt es sonst noch etwas? Ja. Ein Jubiläum, das aber nicht unbedingt Grund zum Feiern bietet. In der 2008 gestarteten 3. Liga bestreitet der VfL sein 300. Spiel. Ein solches 300er-Jubiläum feierte VfL-Mittelfeldmann Tim Danneberg ja bereits vor zwei Wochen in der Partie gegen Hansa Rostock.

Und wie geht’s nun aus? Der VfL spielt gegen die „Tor-Maschine“ gut mit. Es reicht aber nicht – 2:4.

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Samstag, 14. April 2018, 14 Uhr: VfL Osnabrück - SC Paderborn (34. Spieltag)

So könnten sie spielen:

VfL Osnabrück: 21 Gersbeck – 7 Renneke, 17 Sušac, 37 Sama, 5 Engel – 10 Groß, 13 Danneberg – 15 Reimerink, 25 Iyoha, 16 Wachs – 11 Álvarez.

In Reserve: 1 Paterok (Tor), 4 Appiah, 8 Sen, 18 Kristo, 27 Falkenberg, 23 Bickel, 29 Krasniqi.

Es fehlen: Steffen Tigges (Grippe), Zorba (Magen-Darm-Grippe), Heider (Meniskus-OP), Klaas (im Aufbautraining), Ruschmeier (Muskelfaserriss), Dercho (Reha, OP am Sprunggelenk), Savran (Innenbandriss, Knorpelschaden), Arslan, L. Tigges, Möller (nicht im Kader).

SC Paderborn: 17 Zingerle – 33 Boeder, 13 Schonlau, 5 Strohdiek, 29 Collins – 23 Krauße – 21 Klement, 7 Ritter, 22 Antwi-Adjej – 15 Tietz, 11 Michel.

Schiedsrichter: Martin Petersen (Stuttgart). Der 33-Jährige leitete zuletzt am 13. Oktober 2017 ein Spiel mit VfL-Beteiligung (0:2 gegen Magdeburg), ebenso das am 10. August 2015 nach einem Feuerzeugwurf abgebrochene DFB-Pokalspiel gegen RB Leipzig.

Zuschauer: Erwartet werden rund 8000 Besucher, davon etwa 1500 aus Paderborn.

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