„Partnerschaft auf Augenhöhe“ VfL-Trainer Thioune würde gerne mit seinem Funktionsteam weiterarbeiten

Von Stefan Alberti

Eingespieltes Team: VfL-Cheftrainer Daniel Thioune (rechts) und Assistent Merlin Polzin. Foto: osnapixEingespieltes Team: VfL-Cheftrainer Daniel Thioune (rechts) und Assistent Merlin Polzin. Foto: osnapix 

Osnabrück. Auch wenn VfL-Cheftrainer Daniel Thioune in der obligatorischen Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den SC Paderborn am liebsten nur über den Tabellenführer sprechen möchte: Der 43-Jährige kommt nicht drum herum, über seine Zukunft beim Fußball-Drittligisten zu reden…

Dass aus seiner Sicht alle Details geklärt seien, hatte Thioune ja bereits Mitte der Woche verlauten lassen. Nun präzisierte er auf Nachfrage noch einmal diese Aussage – und legte dabei großen Wert auf die Feststellung, dass er niemanden in irgendeiner Weise unter Druck setzen wolle. Er wisse auch, dass eine Entscheidung über die Verlängerung des Vertrags mit dem Trainer auch von verschiedenen Gremien getragen werden müsse.

„Mit neuen Spielern…“

„Ich möchte gerne Trainer beim VfL Osnabrück sein“, führte Thioune dann weiter aus. Das wisse Sportdirektor Benjamin Schmedes, mit dem er in sehr engem Austausch sei. Klar, in den vergangenen Wochen seien auch etliche Gespräche über seine Zukunft als Trainer geführt worden, so Thioune: „Ich habe eine Idee, wie erfolgreicher Fußball aussehen kann. Mit Veränderungen, mit neuen Spielern und vielleicht auch mit einem anderen Geist in der Mannschaft.“

Der Fußballlehrer ließ auch keinen Zweifel aufkommen, dass er seine Fußball-Idee auch weiterhin mit seinem Assistenten Merlin Polzin umsetzen wolle: „Das ist eine Partnerschaft auf Augenhöhe, von der ich profitiere – und von der er lernen kann.“

Doch Polzin sei nur ein Baustein für die weitere Zukunft: „Das gesamte Funktionsteam ist voll funktionsfähig und funktionstüchtig. Ich würde gerne in dieser Konstellation weiterarbeiten.“ Also: Mit der Erfahrung von Torwarttrainer Rolf Meyer. Mit den vielen neuen Ideen von Athletiktrainer Patrick Jochmann. Dazu die weiteren Mitglieder des Funktionsteams – wie zum Beispiel Günter Schröder („der viele Jahre dabei ist und auch neben dem Platz immer ein Ohr für die Jungs hat“) oder Schröders junger Physio-Partner Lennart Bartling.

Pateroks Vaterfreuden

Zum bevorstehenden Spiel gegen den Tabellenführer am Samstag (14 Uhr). Bevor Thioune seine lange Verletztenliste abarbeitete, hatte er zunächst zwei positive Neuigkeiten: Torwart Tim Paterok sei am Donnerstagmorgen zum zweiten Mal Vater geworden. und Langzeitpatient Alexander Dercho sei bereits in der Lage, „beim Training an leichten Technikübungen teilzunehmen“.

Zu den Verletzten. Gegen Paderborn fallen nach Angaben von Thioune sicher aus: Jules Reimerink (Adduktorenprobleme), Furkan Zorba (Magen-Darm-Grippe), Steffen Tigges (Grippe), Marcel Ruschmeier (Verdacht auf Muskelfaserriss) sowie Marc Heider (erfolgreich am Meniskus operiert) und die langzeitverletzten Sebastian Klaas und Halil Savran.

Wieder fit sei Emmanel Iyoha. Möglicherweise sei am Samstag auch Marc Wachs nach überstandenen Rückenbeschwerden wieder eine Option. Und Ahmet Arslan – in Zwickau zuletzt aus disziplinarischen Gründen nicht im Kader? Über diese Personalie wolle er nachdenken und am Freitag nach dem Training entscheiden, meinte der Trainer.