OP-Termin am Dienstag VfL-Torschütze Heider: Das Schlechteste, was ich bisher erlebt habe

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Muss jetzt auf den OP-Tisch: Marc Heider. Foto: TitgemeyerMuss jetzt auf den OP-Tisch: Marc Heider. Foto: Titgemeyer 

Zwickau. Er hat sich trotz großer Schmerzen noch einmal gequält, auch den Führungstreffer für den VfL erzielt. Am Dienstag muss Marc Heider unters Messer.

Herr Heider, liegen Sie am Montag bereits auf dem OP-Tisch?

Fast. Am Montag mache ich mich auf den Weg nach Köln. Um 14 Uhr ist dort die Vorbesprechung zur Meniskus-Operation. Am Dienstag erfolgt dann der Eingriff bei Dr. Peter Schäferhoff. Ich hoffe, dass er mich schnell wieder hinbekommt.

Aber diese Saison ist dann für Sie beendet, oder?

Es kann vier bis sechs Wochen dauern. Mal schauen. Der Meniskus hat mehrere Einrisse. In dieser Saison werde ich dann wohl nicht mehr zurückkommen.

Sie plagen sich schon seit Wochen mit dieser Verletzung herum. Dann könnten Sie ja eigentlich noch die letzten Spiele durchalten.

Nein. Irgendwann ist der Punkt erreicht, wo man sagt: Bis hierher und nicht weiter. Diesen Punkt habe ich ohnehin schon etwas überschritten. Bislang habe ich die Schmerzen im Kopf immer ausgestellt. Jetzt ist Schluss. Ich trainiere ja schon seit längerer Zeit nicht mehr richtig.

Ihr Tor heute war ja wieder mal so ein richtiges Heider-Tor.

Ja. Ich schaue noch kurz nach links. Dort sehe ich keinen Mitspieler. Ich mache einen Haken und versuche dann, den Ball im Tor unterzubringen. Wie er dann ins Tor fällt, ist mir relativ scheißegal.

Warum hat der Treffer dem Spiel des VfL nicht mehr Sicherheit gegeben?

Ach, es ist einfach ärgerlich, dass wir uns nur noch aufs Verteidigen konzentriert und nicht unseren Stiefel nach vorne durchgespielt haben.

Würden Sie von einer Seuchensaison sprechen?

Ja. Das ist generell mit das Schlechteste, was ich in meiner Karriere bisher erlebt habe. Sie sollten dabei aber bitte nicht vergessen, dass wir viele Leute ersetzen mussten, die uns über viele Wochen gefehlt haben oder noch fehlen.

Wie sehr spürt die Mannschaft den Chemnitzer FC im Nacken?

Das Polster von sieben Punkten ist ja noch da. Das muss jetzt in den nächsten Spielen verteidigt oder ausgebaut werden.


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