FDP fordert Neuanfang VfL-Präsident Manfred Hülsmann: Insolvenz steht nicht zur Debatte

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Stehen gerne zum Gespräch bereit: VfL-Präsident Manfred Hülsmann (rechts) und Geschäftsführer Jürgen Wehlend. Foto: imago/osnapixStehen gerne zum Gespräch bereit: VfL-Präsident Manfred Hülsmann (rechts) und Geschäftsführer Jürgen Wehlend. Foto: imago/osnapix

Osnabrück. Mit Gelassenheit, aber auch Unverständnis hat der Präsident des VfL Osnabrück, Manfred Hülsmann, auf eine Pressemitteilung des FDP-Kreisverbands Osnabrück-Stadt reagiert. Die Liberalen um ihren Vorsitzenden Moritz Gallenkamp hatten unter anderem ein Insolvenzverfahren für einen Neuanfang beim VfL ins Spiel gebracht.

„Ich finde es ja sehr schön, dass sich Menschen Gedanken machen, wie man dem VfL helfen kann“, teilte Hülsmann auf Anfrage mit. Schade sei allerdings, dass sich die FDP nicht direkt mit dem Präsidium in Verbindung gesetzt habe, um ausführlich zu diskutieren.

Hülsmann schüttelt beim Thema Insolvenz nur mit dem Kopf: „Ich bin seit Ende November 2017 im Amt. Seitdem habe ich mit führenden Insolvenzrechtlern und vielen anderen Experten gesprochen.“ Bei zahlreichen Terminen sei ausführlich über die Finanzierbarkeit des Vereins gesprochen worden. „Ergebnis: Eine Insolvenz steht überhaupt nicht zur Debatte. Wir haben kein Überschuldungsproblem, sondern ein Einnahmeproblem.“ Gerne könne er das in einem Gespräch erörtern. „Die FDP ist herzlich eingeladen.“ Das gesamte Präsidium und Geschäftsführer Jürgen Wehlend stünden dafür zur Verfügung.

„Gelder der Bürger“

„Wenn ein Verein wie der VfL durch die Stadt Osnabrück finanziell unterstützt wird und hohe Beiträge an Verbindlichkeiten gestundet werden, dann ist das nicht mehr eine alleinige Angelegenheit des Vereins oder der VfL Osnabrück GmbH & Co. KGaA, da es sich hierbei auch um Gelder der Bürger handelt“, wird der FDP-Vorsitzende in erwähnter Mitteilung zitiert. Der Geschäftsführung sei es in den vergangenen Jahren nicht gelungen, den Verein auf solide Beine zu stellen. Als Hoffnungsträger führt die FDP Hülsmann ins Feld: „Vielleicht sieht der neue Präsident eine Chance in einer Insolvenz. Andere Vereine haben bewiesen, dass man mit einer gut geführten Insolvenz wieder erfolgreich starten kann. Eine Insolvenz bedeutet nicht gleich eine Abwicklung.“


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