VfL mit letztem Aufgebot nach Drochtersen NFV-Pokal-Halbfinale am Dienstag ohne Gersbeck, Groß und Reimerink

Von Harald Pistorius


Osnabrück. Wieder nur ein Unentschieden, aber wieder ein Punkt mehr Abstand zu den Abstiegsplätzen: Der VfL Osnabrück kommt dem Klassenerhalt in der 3. Liga auch ohne Siege näher. Das zweite Saisonziel will die Mannschaft an diesem Dienstag (19 Uhr) erreichen: die Qualifikation für den DFB-Pokal 2018/19.

„Wir haben eine Riesen-Herausforderung vor uns, aber wir nehmen aus dem Spiel gegen Rostock viel Positives mit“, sagte Trainer Daniel Thioune. Sein Team habe nach dem 4:4 in Erfurt die geforderte Reaktion gezeigt: „Die Mannschaft lebt, deshalb werde ich mich immer vor sie stellen.“

Beim SV Drochtersen-Assel erwartet den VfL eine heikle Aufgabe. Der zweikampf- und willensstarke Regionalligist geht nach dem 0:0 bei Tabellenführer Hamburger SV am vergangenen Mittwoch ausgeruht und selbstbewusst in sein Spiel des Jahres. (Hier geht es zum Liveticker vom Spiel)

Viele Ausfälle beim VfL

Dagegen reist der VfL mit seinem letzten Aufgebot in den Landkreis Stade. Zusätzlich zu Marius Gersbeck (Magen-Darm-Infekt), Sebastian Klaas und Emmanuel Iyoha fallen auch Christian Groß (Fieber), Marc Wachs (Rückenbeschwerden) und Jules Reimerink (Adduktorenzerrung) aus, außerdem ist Furkan Zorba wegen seines Platzverweises im DFB-Pokalspiel gegen den 1. FC Nürnberg gesperrt. (Weiterlesen: Jeddeloh erreicht DFB-Pokal)

In sechs Spielen im März gelang dem VfL Osnabrück kein Sieg, das 1:1 am Ostersamstag gegen den FC Hansa brachte den dritten Punkt in diesem Monat. Der Abstand zu den Abstiegsplätzen hat sich in dieser Zeit nur um einen Zähler verringert.

Neun Punkte Vorsprung auf den Abstiegsplatz

Weil der Chemnitzer FC auch das Heimspiel gegen die SG Großaspach verlor, hat der VfL jetzt neun Punkte Vorsprung auf den Tabellen-17., die um 17 bessere Tordifferenz ist einen weiteren Zähler wert. Dennoch sehen weder Thioune noch Sportdirektor Benjamin Schmedes den Kampf um den Klassenerhalt als beendet an.

Dass es nach frühem Rückstand – Pascal Breier nutzte einen Patzer von Konstantin Engel – immerhin zu einem Punkt gegen die von einem ähnlichen Trend heimgesuchten Rostocker reichte, lag an zwei Spielern, deren Einsatz in der Startelf bis kurz vor dem Anpfiff gar nicht vorgesehen war. Zunächst musste Tim Paterok im Tor ran, weil Marius Gersbeck wegen eines Magen-Darm-Infekts passen musste. Und Ahmet Arslan rückte in die erste Elf, weil sich Marc Wachs beim Warmmachen verletzte.

Paterok war auch im dritten Saisoneinsatz ein sicherer Rückhalt. Arslan war nach der schwachen Anfangsphase einer der ersten, die die Wende einleitete. Dafür belohnte er sich mit seinem ersten Saisontreffer: Seinem Kopfballtor (50.) ging die siebte Torvorlage des formstarken Jules Reimerink voraus. (Weiterlesen: Stimmen zum Spiel gegen Rostock)

Danach hatte der VfL in einem mittelmäßigen, zerfahrenen Spiel die besseren Chancen und kämpfte verbissen um den Sieg, der angesichts der Rostocker Passivität verdient gewesen wäre.