Interview mit VfL-Präsident Hülsmann „Der ganze VfL Osnabrück steht hinter der Aktion“

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Klares Bekenntnis: VfL-Präsident Manfred Hülsmann (rechts) und seine Kollegen aus dem Verein.Foto: Helmut KemmeKlares Bekenntnis: VfL-Präsident Manfred Hülsmann (rechts) und seine Kollegen aus dem Verein.Foto: Helmut Kemme

Osnabrück. Manfred Hülsmann ist seit Ende November 2017 Präsident des VfL Osnabrück. Vor dem Spiel gegen Hansa Rostock bezog er zusammen mit anderen Funktionären des VfL klar Position gegen Diskriminierung, Rassismus und Ausgrenzung. Über die Gemeinschaftsaktion „Gegen rechts“ spricht er im Interview.

Herr Hülsmann, wie kam es zur Aktion „Gegen rechts“?

So wichtig uns diese Aktion ist, so sehr stehen wir unter dem Eindruck des tragischen Todes eines unserer Zuschauer. Wir sind sehr traurig, wir sprechen der Familie unser Mitgefühl aus und sichern ihr Unterstützung zu. An solchen Tagen wird jedem bewusst, wie unwichtig Fußball eigentlich ist.

Wie kam es nun zu der Aktion?

Wir haben das schon länger im Kopf. Wir wollten unbedingt vorher mit allen Gruppen im VfL sprechen, vor allem mit der Fanszene. Wir haben ehrlich und offen kommuniziert, was unterschiedliche Sichtweisen einschließt. Uns war wichtig, dass der Eindruck entsteht, dass der ganze VfL hinter der Aktion steht. Ich bedanke mich bei den Fanvertretern, die sich auf den Dialog mit uns eingelassen haben. (Weiterlesen: „Gegen rechts“. Der VfL bezieht Stellung)

Es gibt einen konkreten Fall, eine Person, die rechtspopulistische Ansichten und diskriminierende Vorurteile via Facebook verbreitet. Der Mann ist Mitglied im VfL und gehört als Sponsor dem Club Lila-Weiß an.

Wir kennen den Fall, und wir beschäftigen uns damit, seit das neue Präsidium im Amt ist. Schon vorher hat sich Geschäftsführer Jürgen Wehlend im Grundsatz dazu klar positioniert. Ich sage ganz klar: Ich werde mich dafür einsetzen, dass niemand, der Diskriminierung anderer Menschen fördert, im VfL oder im Club Lila-Weiß einen Platz hat.

Wie geht es weiter?

Die Aktion wird kein Einzelfall bleiben, wir behalten das Thema im Auge und wollen im Austausch mit den Gruppen im Verein am Ball bleiben und weitere Aktionen vorbereiten.

Haben Sie Rückmeldung bekommen?

Ja, ich war ja im Rahmen unserer Mitgliederwerbung auf der Südtribüne unterwegs. Da habe ich durchweg positive Stimmen gehört. Oft hieß es: Endlich. Ich kann versprechen: Wir bleiben dran.


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