Iyoha fehlt, Danneberg vor Rekord VfL Osnabrück: Gegen Rostock Reaktion auf chaotisches 4:4 gefordert

Von Benjamin Kraus

Duell gefühlter Zweitligisten: 0:0 hieß es im April 2009 zwischen dem VfL (um Konstantin Engel, links) und Rostock. Foto: KemmeDuell gefühlter Zweitligisten: 0:0 hieß es im April 2009 zwischen dem VfL (um Konstantin Engel, links) und Rostock. Foto: Kemme

Osnabrück. Fünf Spiele ohne Sieg sind keine gute Bilanz – vielleicht taugt es dem VfL Osnabrück als Mutmacher, dass Gegner Hansa Rostock (14 Uhr, Bremer Brücke) bereits seit sechs Partien in der 3. Fußball-Liga auf einen Erfolg wartet.

Wie reagiert Daniel Thioune auf das turbulente 4:4 in Erfurt? „Das war ein Spiel, dass am letzten Spieltag zwischen dem Achten und dem Zwölften so laufen kann – aber niemals jetzt und in unserer Situation “, sagt der VfL-Trainer. Angesichts der Tatsache, dass derzeit alle drei Tage ein Pflichtspiel ansteht, sei die Zeit für die Fehleranalyse aus der Partie zwar begrenzt. „Aber wir haben schon ausführlich die Partie und unsere Situation analysiert. Die Mannschaft muss gegen Rostock eine Reaktion zeigen“, sagte Thioune – und kündigte Veränderungen an.

Was wird Thioune ändern? Bezüglich taktischer Details hält sich der VfL-Trainer wie üblich bedeckt – fest steht aber, dass Konstantin Engel (nach Gelbsperre) und Kamer Krasniqi nach absolvierter U21-Länderspielreise in den Kader zurückkehren. Diesem werden Kim Falkenberg und Emmanuel Iyoha nicht angehören. „Bei Emma sind die Schmerzen wieder stärker geworden: Das Risiko wäre zu groß“, so Thioune. Nach der ausbaufähigen Defensivleistung in Erfurt ist anzunehmen, dass Engel und auch Bashkim Renneke in die Startelf zurückkehren.

Was ist bei Hansa los? Nach sechs sieglosen Spielen – gleichbedeutend mit dem Verlust der Aufstiegschance angesichts der nun 12 Punkte Rückstand auf Rang drei – ist die Stimmung etwas im Keller. „Wir müssen endlich ein Erfolgserlebnis feiern, um Ruhe und Selbstvertrauen zu bekommen“, sagt der erfahrene Trainer Pavel Dotchev. Neben den langzeitverletzten Marcel Ziemer und Marcel Hilßner fehlt in Osnabrück Christopher Quiring (krank). Ein kleines Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Amaury Bischoff, der am Samstag 31 Jahre alt wird.

Inwiefern nimmt der Trainer auf das NFV-Pokalspiel am Dienstag in Drochtersen Rücksicht? „First things first – wir stellen so auf, wie wir überzeugt sind, gegen Rostock erfolgreich zu sein“, sagt Thioune. Das Hinspiel an der Ostsee (0:2) sei durchaus typisch für die aktuelle Saison gewesen bezüglich der hohen Ballbesitzzeit und des geringen Ertrages. „Wir müssen Standards konsequent verteidigen, damit wir nicht wieder früh auf die Verliererstraße geraten“, weiß der Trainer um sie Kopfballstärke der Rostocker um Oliver Hüsing. Mut mache die Tatsache, dass seine Fußballer in Erfurt gezeigt hätten, dass sie wüssten, wo das Tor des Gegners steht. „Dass wir zu Hause dominant auftreten und Rostock früh unter Druck setzen wollen, versteht sich von selbst“, sagte Thioune.

Was ist sonst noch? VfL-Profi Tim Danneberg wird als erster Fußballer überhaupt sein 300. Spiel in der bundesweiten 3. Liga machen.

Und wie geht es aus? Dannebergs 200. Drittligaspiel (für Chemnitz) war ein 1:1 gegen Rostock. Klingt auch diesmal realistisch.


Samstag, 14 Uhr: VfL Osnabrück – Hansa Rostock (32. Spieltag)

So könnten sie spielen

VfL Osnabrück: 21 Gersbeck – 7 Renneke, 17 Susac, 10 Groß, 16 Wachs – 5 Engl, 29 Krasniqi – 15 Reimerink, 13 Danneberg, 20 Heider – 11 Álvarez.

In Reserve: 1 Paterok (TW), 4 Appiah, 8 Sen, 14 Arslan, 19 St. Tigges, 23 Bickel, 37 Sama.

Es fehlen: Dercho (Reha), Savran ( Knorpelschaden), Iyoha (Sprunggelenk) Kristo (Erkältung), Klaas (Aufbautraining), Leon Tigges, Kristo (erkrankt), Zorba, Möller, Falkenberg, Ruschmeier (nicht im Kader).

Hansa Rostock: 18 Blaswich – 2 Nadeau, 5 Hüsing, 3 Riedel, 29 Rieble – 10 Bischoff, 19 Henning – 24 Wannenwetsch, 39 Breier – 9 Bouziane, 23 Benyamina.

Schiedsrichter: Michael Bacher. Der 27-Jährige aus Oberbayern leitet sein zehntes Drittligaspiel – und hat den VfL schon im Hinspiel in Rostock (0:2) gepfiffen.

Zuschauer: Mehr als 8000, über 1000 aus Rostock.

Live-TV: Ab 14 Uhr im NDR. – Live-Ticker: www.noz.de. – Live-Radio: www.infomantis.de/vflradio. – Livestream: ndr.de (frei) und telekomsport.de (nur Abo).

Das nächste Spiel: Dienstag (19 Uhr) NFV-Pokal bei SV Drochtersen/Assel.