Engel muss Gelbsperre absitzen VfL Osnabrück: Marcos Álvarez in Erfurt für Startelf gesetzt

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Dirigenten an der Linie: Daniel Thioune und Merlin Polzin.Dirigenten an der Linie: Daniel Thioune und Merlin Polzin. 

Magdeburg. Bei der 0:2-Niederlage des VfL Osnabrück beim 1. FC Magdeburg stand die Defensivarbeit im Vordergrund – der Auftritt beim Kellerkind RW Erfurt indes wird eine ganz andere Partie. Teilweise auch mit anderem Personal, wie VfL-Trainer Daniel Thioune verriet.

„Magdeburg wäre in der Tat sein Spiel gewesen“, sagte VfL-Trainer Daniel Thioune nach dem 0:2 in Magdeburg. Und meinte Emmanuel Iyoha, den er eigentlich in der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts anstatt Utku Sen in vorderster Front bringen wollte. „Emma hat noch gut trainiert am Samstag – aber leider hat er sich danach wieder mit Schmerzen abgemeldet“, bedauerte der Trainer den Ausfall der Offensiv-Alternative.

Iyohas Schnelligkeit und Dribbelstärke hätten dem VfL-Konterspiel in der Tat jene Würze geben können, die gefehlt hat, um wirklich Gefahr auszustrahlen. Es war nicht so, dass der VfL dazu keine Gelegenheit gehabt hätte: Nach zehn Minuten Dauerdruck hatten sich die Osnabrücker gut befreit und vor der Pause phasenweise sogar in der Hälfte des Gegners festgesetzt.

Doch am gegnerischen Strafraum lief es wie so oft: Unpräzise Zuspiele und Hereingaben, falsche Entscheidungen bei der Frage „Abspielen oder dribbeln?“. Dazu kam natürlich, dass Marc Heider und Jules Reimerink viele Defensivaufgaben zu verrichten hatten. „Das kommt ja nur ein- oder zweimal pro Saison vor – und man muss sagen, dass es ja auch lange gut funktioniert hat“, sagte der Niederländer. ( Weiterlesen: Appiah über Magdeburg: 0:1 hat den Ausschlag gegeben).

Letztlich musste der VfL aber einmal mehr anerkennen, dass er in dieser Saison einfach keine Chance hat, mit der Ligaspitze mitzuhalten. Gegen die vier besten Teams der Liga kassierte Lila-Weiß teils deftige Pleiten und holte aus sieben Spielen nur zwei Punkte (jeweils Remis gegen Karlsruhe, das Rückspiel zu Hause gegen Paderborn steht noch aus.) Wer in Magdeburg zudem die Begeisterung rund um den Klub sowie die Möglichkeiten im Stadion sowie im Umfeld mit Blick auf das riesige Einzugsgebiet erlebt hat, kann nur zu der Erkenntnis kommen, dass dieser Verein den VfL sportlich wie wirtschaftlich inzwischen deutlich abgehängt hat.

Die Realität beim „gefühlten Zweitligisten“ VfL Osnabrück ist unteres Tabellendrittel in der 3. Liga. Damit es kein purer Existenzkampf wird, sollte beim Vorletzten Erfurt am Mittwoch am besten ein Sieg her – zumal der zu erwartende Neun-Punkte-Abzug den Abstieg der Thüringer angesichts der Insolvenzerklärung des Klubs quasi bereits besiegelt hat.

Um die Torflaute zu beenden, wird Thioune dann wohl erneut seine Startelf verändern. „In Erfurt werden wir mehr Ballbesitz-Zeiten haben: Das ist dann ein Spiel für Marcos Álvarez“, kündigte der Trainer schon einmal den Startelf-Einsatz des wendigen Mittelstürmers an. Er soll nicht weniger als die größte VfL-Baustelle beseitigen. Nicht mithelfen dabei kann Konstantin Engel, der sich in Magdeburg seine 5. Gelbe Karte abholte und in Erfurt gesperrt ist.

Weiterlesen: Selbst eine Sechserkette lässt sich ausspielen


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