Nächster Gast des SV Meppen Wehen Wiesbaden klopft ans Tor zur 2. Bundesliga

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Traf dreimal: Manuel Schäffler (rechts).Foto: Fotostand/RacochaTraf dreimal: Manuel Schäffler (rechts).Foto: Fotostand/Racocha

Osnabrück/Wiesbaden. Vier Spiele in Serie hat der SV Wehen Wiesbaden zuletzt gewonnen - weitgehend unbemerkt von einer größeren Öffentlichkeit. Die Hessen haben gute Aktien im Aufstiegsrennen, müssen sich dafür aber auch am Samstag beim SV Meppen schadlos halten.

Es war am Freitag das wohl für längere Zeit letzte Duell der ältesten Dinos: Das einzig verbliebene Gründungsmitglied der 3. Liga, FC Rot-Weiß Erfurt, steht nicht erst nach der 2:4-Niederlage beim SV Wehen Wiesbaden als Absteiger quasi fest. Und die Gastgeber aus Hessen sind nach meist enttäuschend verlaufenen neun Spielzeiten seit 2009 endlich dabei, ihr großes finanzielles Potenzial in sportliche Erfolge umzusetzen – und eine heiße Aktie im Aufstiegskampf der 3. Liga.

In der ewigen Tabelle der Spielkalsse liegt Wiesbaden als Zweiter ganz aktuell noch 16 Punkte hinter dem Ersten Erfurt (Dritter: VfL Osnabrück, weitere 20 Punkte zurück). Dass die Hessen die Thüringer in dieser Saison noch überholen, ist nicht unmöglich. Es wäre eine gute Nachricht für die Elf von Trainer Rüdiger Rehm, die mit vier Siegen in Serie im Kielwasser der Karlsruher die Lücke zu den führenden Teams aus Magdeburg und Paderborn schon fast geschlossen hat – relativ unbemerkt von der Öffentlichkeit.

Das mangelnde Interesse im Schatten der Großklubs aus Mainz, Frankfurt und sogar Offenbach (mehr als doppelt so viele Fans im Schnitt, obwohl nur Regionalliga) ist die Achillesferse des Clubs, der 2007 aus dem Taunussteiner Stadtteil Wehen genau deshalb in die Landeshauptstadt gezogen ist, um ein größeres Fanpotenzial zu aktivieren. Auch gegen Erfurt kamen nur 2525 Interessierte – der Schnitt (2358) ist unteres Viertel der 3. Liga und schlechter als in Lotte. Dabei wird attraktiver Sport geboten: Wehen hat die beste Offensive der Liga (62 Tore), im Schnitt fallen mehr als drei Treffer pro Partie.

Großen Anteil daran hat Torjäger Manuel Schäffler: Der frischgebackene Vater erzielte gegen Erfurt seine Saisontore 17 bis 19, weiß aber, dass er nicht alleine in der Pflicht steht. Mit den Offensivspielern Simon Brandstetter, Agyemang Diawusie und Stephan Andrist (13 Tore) verfügt Wehen über weitere Waffen, auch die kopfballstarken Innenverteidiger Steven Ruprecht und Sascha Mockenhaupt sind nicht nur in der Abwehr solche. Die hohe Qualität des Kaders ergibt sich schon aus der Tatsache, dass der bundesligaerfahrene Kevin Pezzoni nach überstandener Verletzungspause alles andere als eine Stammplatzgarantie hat.

Eine Baustelle hat Trainer Rehm aber ausgemacht. „Wir vernachlässigen derzeit die Defensivarbeit. Wenn jetzt die stärkeren Gegner kommen, müssen wir wieder stabiler werden“, sagte er. Wehen reist nun nach Meppen und Chemnitz, im Saisonfinale geht es noch gegen Magdeburg und Paderborn.


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