Gersbecks Chancen stehen 50/50 VfL-Trainer Thioune: Gegen Münster „volle Kraft voraus!“

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„Volle Kraft voraus!“ erwartet Trainer Daniel Thioune von seinem VfL Osnabrück im Derby gegen Preußen Münster. Archivfoto: Helmut Kemme„Volle Kraft voraus!“ erwartet Trainer Daniel Thioune von seinem VfL Osnabrück im Derby gegen Preußen Münster. Archivfoto: Helmut Kemme 

Osnabrück. Fußball-Drittligist VfL Osnabrück ist im Derby gegen Preußen Münster am Sonntag (14 Uhr, Bremer Brücke) auf Wiedergutmachung aus. „Mit Münster haben wir ein geiles Spiel vor der Brust. Wir wollen den Derbysieg haben, weil wir ihn in der Hinrunde nicht geschafft haben“, sagt Mittelfeldspieler Christian Groß. Trotz des winterlichen Wetters ist die Partie nicht gefährdet. Der Einsatz von Stammtorwart Marius Gersbeck ist indes weiterhin fraglich.

Groß ist vor dem Rückspiel gegen die Preußen hoch motiviert. „Ich habe viele Derbys gespielt. Es sind schöne Spiele, auf die man sich die ganze Woche freut. Schade, dass wir erst am Sonntag spielen und wir einen Tag länger warten müssen“, sagt der 29-Jährige, der den VfL gegen Münster wieder als Kapitän aufs Feld führen wird. Beim 1:4 im Hinspiel hatte Halil Savran die Kapitänsbinde getragen. Groß musste gelbgesperrt zuschauen. „Ich war trotzdem als Teil des Teams dabei und habe die Mannschaft im Bus begleitet“, sind auch bei ihm die Eindrücke noch nicht ganz vergessen. „Wir haben einiges gutzumachen und wollen auch für die Fans dieses Spiel gewinnen“, sagt Groß vor dem Spiel, das laut VfL-Angaben auch trotz des winterlichen Wetters nicht gefährdet ist. Die Rasenheizung im Stadion läuft.

Gersbeck fraglich, Vertrauen für Paterok

Ob Marius Gersbeck zwischen den Pfosten stehen kann, ist derweil weiter unsicher. An Training ist bislang nicht zu denken. Auf 50/50 taxiert Cheftrainer Daniel Thioune die Einsatzchancen des Stammtorwarts, der in Würzburg mit einem Gegenspieler zusammengeprallt war und eine Muskelquetschung im Oberschenkel davongetragen hatte. „Wir müssen bis Samstag und vielleicht auch Sonntagfrüh abwarten. Jeder Tag und jede Nacht Ruhe tun Marius gut. Wir werden ihn nur ins Tor stellen, wenn er fit ist“, sagt Thioune, der keine Sorgen hätte, auf Tim Paterok zu setzen: „Wir wissen um Tims Stärke und tun gut daran, ihm das Vertrauen zu schenken.“ Marcos Álvarez, der wieder ins Training zurückgekehrt ist, ist einsatzbereit. Emmanuel Iyoha (Sprunggelenksprobleme), Sebastian Klaas (Trainingsrückstand) und die Langzeitverletzten fehlen am Sonntag noch.

Thioune erwartet: Volle Kraft voraus

Auch der Trainer sieht Wiedergutmachungsbedarf, auch wenn er im Hinspiel noch keine Verantwortung trug. Das 1:4 in Münster war das letzte Ligaspiel unter Joe Enochs vor dessen Beurlaubung. „Es ist ein Derby, es ist Preußen Münster. Mit Blick auf das Hinspiel wollen wir es am Sonntag viel, viel besser machen“, sagte Thioune. Auch nach zwei Spielen ohne Sieg will der Coach die obere Tabellenhälfte nicht aus den Augen verlieren. „Wir wollen endlich diesen Derbysieg haben. Da heißt es ,Volle Kraft voraus!‘“, sagt er. Momentan liegt der VfL punktgleich drei Plätze hinter dem Tabellenzwölften. „Es wäre schön, wenn wir den Abstand auf Münster am Sonntag mit einem Sieg vergrößern und dann in Erfurt nachlegen können“, gab Thioune als Ziel aus.

„Wir werden uns nicht verstecken“

Bei der Ausgangslage sieht Thioune die Kontrahenten auf Augenhöhe. „Münster hat auch eine schwache Hinrunde gespielt und befindet sich jetzt in einer ähnlichen Situation wie wir.“ Preußen-Trainer Marco Antwerpen sei „sehr wechselhaft, was System- und Personalentscheidungen betrifft“, sagte Thioune, der sich nicht zu sehr auf den Gegner fokussieren will. „Wir sind an der Bremer Brücke und werden uns nicht verstecken, sondern versuchen, unsere Spielidee durchzubringen.“

Der Trainer hat gute Erinnerungen an Münster

Thioune selbst hat gute Erinnerungen an die Spiele gegen Münster: „Als Spieler habe ich dreimal gegen Münster gespielt und dreimal gewonnen.“ In der Saison 2001/02* erzielte Thioune bei den VfL-Siegen in Münster (3:1) und zuhause (2:0) insgesamt drei der fünf Treffer. 2006/07 traf er im Trikot von RW Ahlen beim 4:2-Sieg gegen die Preußen im Westfalenpokal zum 3:2 in der Verlängerung. „Die Serie will ich fortsetzen“, sagte Thioune.


Sonntag, 14 Uhr: VfL Osnabrück – Preußen Münster (30. Spieltag)

So könnten sie spielen

VfL Osnabrück: 1 Paterok – 7 Renneke, 17 Susac, 37 Sama, 16 Wachs – 10 Groß, 5 Engel – 13 Danneberg – 15 Reimerink, 11 Álvarez, 20 Heider.

In Reserve: 22 L. Tigges (Tor), 2 Ruschmeier, 4 Appiah, 8 Sen, 14 Arslan, 19 S. Tigges, 29 Krasniqi.

Es fehlen: Gersbeck (Muskelquetschung im Oberschenkel), Klaas (Trainingsrückstand), Iyoha, Bickel (beide im Aufbautraining), Dercho (Reha, OP am Sprunggelenk), Savran (Innenbandriss, Knorpelschaden), Zorba, Möller, Breulmann, Falkenberg (nicht im Kader).

Preußen Münster: 35 Schulze Niehues – 25 Schweers, 13 Kittner, 15 Scherder – 5 meing, 6 Braun, 8 Rizzi, 29 Al-Hazaimeh – 10 Kobylanski, 39 Grimaldi, 11 Rühle.

Schiedsrichter: Pascal Müller (Löchgau), pfiff den VfL zuletzt am 9. Februar beim 6:1-Sieg gegen Chemnitz.

Zuschauer: Erwartet werden rund 11 500 Fans, davon 1200 aus Münster.

Live-Ticker: www.noz.de. – Live-Radio: www.infomantis.de/vflradio. – Livestream: telekomsport.de (für Abo-Kunden).

Das nächste Spiel: am Mittwoch (21. März, 19 Uhr) beim FC Rot-Weiß Erfurt.

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