„Uns fehlt die Gier“ VfL-Profis enttäuscht, Auftrag der Fans: Sieg gegen Münster

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1000 Fans waren in Würzburg dabei. Foto: Frankenberg1000 Fans waren in Würzburg dabei. Foto: Frankenberg 

Würzburg. Direkt nach dem Schlusspfiff holte VfL-Trainer Daniel Thioune seine Mannschaft in der Mitte zusammen. Die Ansprache, nach vorne gerichtet. „Es geht darum, dass wir jetzt gegen Münster alles geben“, sagte er. Der 43-Jährige ist nicht der Einzige, dessen Blick schon auf das Derby am nächsten Sonntag ging. Auch die Fans hatten einen Auftrag an die Mannschaft, den sie ihr lautstark übermittelten.

„Derbysieg, Derbysieg“, so schallte die Forderung aus der Gästekurve auf den Rasen. Über 1000 Fans hatten den VfL in einem Sonderzug nach Würzburg begleitet. „Wie sie heute aufgetreten sind, ist aller Ehren wert“, betonte Tim Danneberg auch mit Blick darauf, dass diesmal auf Pyrotechnik verzichtet wurde. Vielleicht, weil nach dem Spiel gegen Meppen selbst innerhalb der Fans Unmut gegenüber dem Verhalten einiger Chaoten aufkam. „Viele wissen, dass sie dem Verein mit solchen Aktionen nicht unbedingt einen Gefallen tun“, meinte Danneberg.

Für das Verhalten in Würzburg hätten die Spieler den Anhang dagegen gerne belohnt, doch dafür zeigten sie zu wenig Biss und Konsequenz. „Wir Spieler sind die Letzten, die die Fans dafür nicht belohnen wollen“, sagte Danneberg mit gesenktem Blick. Und auch seine Teamkollegen wirkten enttäuscht.

(Weiterlesen: Trotz großer Unterstützung: VfL Osnabrück verliert in Würzburg)

Heimpartie gegen Münster

„Wir waren nicht konsequent genug“, meinte Adam Sušac. „Mein Gefühl war, dass wir das Tor nicht unbedingt wollten.“ Auch Steffen Tigges haderte: „Ich habe das Gefühl, dass jeder Fehler momentan eiskalt bestraft wird und uns die letzte Kaltschnäuzigkeit und Gier ein bisschen abgehen – vor allem auswärts.“

Nur zehn seiner 33 Punkte holte der VfL bisher in der Fremde. Da scheint es ganz gut, dass gegen Münster nun eine Heimpartie ansteht. Das 1:4 aus dem Hinspiel ist noch nicht vergessen. „Wir wissen, wir haben etwas gutzumachen“, sagte Thioune. Die Fans haben zur Sicherheit noch einmal daran erinnert.


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